Unterschätzte Risiken

15. März 2019 21:00; Akt: 15.03.2019 20:43 Print

Diese fünf Szenarien bedrohen unsere Existenz

Alles andere als rosig – so zeichnen die Vereinten Nationen die Zukunft unserer Erde. Fünf Umweltrisiken, die unsere Existenz bedrohen.

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Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) warnt in dem Report "Frontiers 2018/2019" vor fünf weltweiten Umweltrisiken, die aus Sicht der Autoren zu wenig beachtet werden.

Umfrage
Sollte die Welt mehr für den Umweltschutz tun?
85 %
5 %
4 %
4 %
2 %
Insgesamt 938 Teilnehmer

Sollte sich nicht rechtzeitig etwas ändern, dürften die Folgen dereinst für alle – Menschen und Tiere sowie die Natur – ungemütlich werden.

Gentechnik

Die rasant voranschreitende Gentechnik ist laut Bericht Fluch und Segen zugleich. Einerseits dienen Eingriffe in lebende Organismen der Menschheit und tragen dazu bei, Krankheiten auszurotten. Andererseits können dadurch neue Probleme heraufbeschworen werden. So kann etwa das Wissen missbraucht und für die Herstellung von Biowaffen gebraucht werden. Entsprechend viele ethische Fragen gebe es, so die Verantwortlichen. Zudem braucht es Regeln, um die "Macht zur Veränderung, Einschränkung oder Auswechslung ganzer Spezies" kontrollieren zu können.

Lebensräume

Die Industrialisierung führt dazu, dass immer weiter gebaut wird. Bei der Planung wird laut dem Unep­-Bericht oftmals vergessen, dass durch das Schaffen von Straßen, Dämmen oder Zäunen ursprünglich zusammenhängende Biotope auseinandergerissen werden. Die Leidtragenden sind vor allem die Tiere – weil sie zum Beispiel kein Futter zum Fressen oder keine Artgenossen für die Paarung mehr finden. "Diese begrenzte Fähigkeit, zu wandern, sich zu verteilen, sich zu paaren und zu ernähren, zu wachsen und zu gedeihen, bringt viele Arten an den Rand ihres Aussterbens", so die Autoren.

Permafrost

Als am schwerwiegendsten beschreiben die Autoren die Folgen des auftauenden Permafrosts in der Arktis. In ihm lagert etwa die Hälfte des weltweit in Böden gebundenen Kohlenstoffs. Taut der Permafrost auf, werden Bodenbakterien aktiv und sorgen dafür, dass der Kohlenstoff als Kohlendioxid und als Methan in die Atmosphäre freigesetzt wird. Passiert das, wird eine verhängnisvolle Kettenreaktion ausgelöst: Das Klima erwärme sich weiter und die damit einhergehenden Klimaveränderungen nähmen kontinuierlich zu, schreiben die Experten der Vereinten Nationen im Bericht.

Verschmutzung

Von Natur aus beträgt der Stickstoffanteil in unserer Atmosphäre 78,1 Prozent. Allerdings stoßen auch die Landwirtschaft, der Verkehr und die Industrie große Mengen davon aus, was laut dem Bericht der Vereinten Nationen zu "schlechter Luftqualität, Belastung von aquatischen und terrestrischen Ökosystemen, Verschlimmerung des Klimawandels und Schwächung der Ozonschicht beiträgt". Damit sei diese Art der Verschmutzung "eine der schlimmsten für die Menschheit", so das Fazit der Forscher. Um das Problem zu lösen, müsse ein globaler Ansatz her.

Fehlanpassung

Der Klimawandel zwingt den Menschen zum Handeln. Doch oft seien die MMaßnahmen nicht nachhaltig, so die Forscher. Zum Beispiel stellen somalische Bauern wegen der Dürre mehr Holzkohle her und dezimieren so die Wälder, was wiederum für mehr Trockenheit sorgt. Andere setzen mehr Pestizide ein, wodurch wichtige Insekten getötet werden. In Bangladesh werden Straßen und Dämme in Gegenden gebaut, die schon 2050 unter Wasser stehen werden. Das führt dazu, dass Menschen dort hinziehen statt in sicheren Gegenden zu siedeln – eine typische Maladaptation (Schlechtanpassung). Internationale Zusammenarbeit und Planung könnten helfen, eine fehlerhafte Anpassung zu vermeiden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franzkatt am 16.03.2019 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wir hätten diese Probleme gar nicht wären auf diesem Planeten Erde nur ein Drittel der Weltbevölkerung, da müsste man ansetzen, aber dass spricht niemand an. Daran ist unser Wirtschaftssystem schuld den dass funktioniert nur mit immer mehr Menschen, Tiere, Wachstum usw. Ich sehe keine Zukunft für die Menschheit

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  • Käthi am 16.03.2019 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Geldgier

    Die Menschheit richtet sich selber zu grunde. Dank unserer Großkonzerne und Politiker aus reiner Geld-und Machtgier. Aber die verantwortlichen Herrschaften vergessen wohl alle, dass sie mit im selben Boot sitzen.

  • naturlieb am 16.03.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Scheuklappenführung

    Sagen wirs mal so. Nicht die Anderen, sondern z. B. wir und vor allem unsere Landesfürsten sind diese große Umweltgefahr. Noch mehr Straßen ins Ausland, noch mehr Donau-Schiffahrt mit Anlegestellen. Auen-total Schlägerungen, Pellets- u. Hackschnitzelheizungen, Pestizide und Verhüttelungen...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Harri am 16.03.2019 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Das Fass ohne-Boden

    Tausende Milliarden hat man nach Afrika geschickt, Hilfsvereine ohne Ende waren u. sind dort aktiv...doch anstatt was zu lernen produziert man dort noch mehr Kinder, die man dann nicht ernähren kann. Kein Wunder also, dass der Kollaps kommen muss.

  • Ina am 16.03.2019 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Was hilft unser Umweltschutz,

    wenn Nachbarländer genau nichts tun?

  • Idiocrazy am 16.03.2019 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bei diese 5 Szenarien

    fehlen aber einige der politischen Größen die momentan verbissen daran arbeiten die Welt oder zumindest Kontinente ins Chaos zu stürzen ;)

  • PeterKarl am 16.03.2019 13:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch..

    auf die extreme Zunahme der Weltbevölkerung in Afrika und Asien wurde vergessen. Solange man aber dieses Problem nicht im Griff hat, braucht mir keiner mit dem Umweltschutz kommen. Bei uns, außer Wien wird der Müll sowieso penibelst getrennt und hervorragend entsorgt.

  • Mugl am 16.03.2019 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Umwelt

    Da sich die PolitikerInnen sowieso nie einigen werden, ist wohl alles schon zu spät, abgesehen davon ist die Geldgier größer als das Umweltbewusstsein. Mir tun nur die nachfolgenden Generationen leid die für diese geldgierigen Wirtschaftsleute und PolitikerInnen leiden müssen.