Staatsbesuch in Großbritannien

13. Juli 2018 08:20; Akt: 13.07.2018 09:48 Print

Trump attackiert May und Brexit-Strategie

Schon vor dem Treffen mit Theresa May ließ Trump kein gutes Haar an ihrem Brexit-Plan und fiel ihr auch noch in den Rücken: Boris Johnson "wäre ein großartiger Premier."

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v.l.n.r.: First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First auf den Stufen von Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First in Blenheim Palace, dem Geburtsort von Winston Churchill zum Staatsdinner empfangen (12. Juli 2018). First in Blenheim Palace (12. Juli 2018). Vor der US-Botschaft in London hatten sich mehrere Dutzend Demonstranten versammelt um gegen Donald Trump zu protestieren (12. Juli 2018). Vor der US-Botschaft in London hatten sich mehrere Dutzend Demonstranten versammelt um gegen Donald Trump zu protestieren (12. Juli 2018). Vor der US-Botschaft in London hatten sich mehrere Dutzend Demonstranten versammelt um gegen Donald Trump zu protestieren (12. Juli 2018). Vor der US-Botschaft in London hatten sich mehrere Dutzend Demonstranten versammelt um gegen Donald Trump zu protestieren (12. Juli 2018). Der US-Präsident und seine Frau bei der Ankunft am Flughafen London-Stansted (12. Juli 2018). Der US-Präsident und seine Frau bei der Ankunft am Flughafen London-Stansted (12. Juli 2018). Der US-Präsident und seine Frau bei der Ankunft am Flughafen London-Stansted (12. Juli 2018).

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US-Präsident Donald Trump ist am Donnerstagnachmittag auf dem Flughafen Stansted bei London gelandet. Bei seinem viertägigen Besuch in Großbritannien will er unter anderem Premierministerin Theresa May treffen, die er wenige Stunden vor dem Besuch noch für einen "weichen" Brexit kritisierte.

Sollte dieser umgesetzt werden, "würden wir es mit der Europäischen Union zu tun haben, statt mit dem Vereinigten Königreich", sagte Trump in einem Interview mit der Zeitung "The Sun". Das würde ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Großbritannien "wahrscheinlich töten".

Er fügte hinzu: "Wenn sie das tun, wird ihr Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten vermutlich nicht zustande kommen." Mays Pläne sehen unter anderem eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit der EU vor. Trump betonte, der Brexit sollte nicht auf dieser weichen Art und Weise vollzogen werden. Bei der von May getroffenen Vereinbarung handele es sich nicht um das, worüber das britische Volk im Referendum abgestimmt habe, sagte Trump.

Lob für Boris Johnson

Trump lobte den bisherigen britischen Außenminister Boris Johnson, der am Montag wegen Mays Kurs zurückgetreten war. "Ich denke, er wäre ein großartiger Ministerpräsident", sagte Trump über Mays Rivalen. "Ich denke, er hat die richtige Einstellung, um ein großartiger Premierminister zu sein", fuhr Trump fort.

Die "Sun" veröffentlichte Audio-Ausschnitte des Interviews am Donnerstagabend, bereits kurz, nachdem May den US-Präsidenten Trump im Blenheim Palace nahe Oxford zu einem festlichen Gala-Dinner empfangen hatte. Nach Angaben der "Sun" fand das Interview am Mittwoch vor dem Nato-Gipfel in der US-Botschaft in Brüssel statt.

May hofft auf Freihandelsabkommen nach dem Brexit

Überschattet von der Regierungskrise in Großbritannien hat May Trump zu einem Galadinner empfangen. Am festlichen Abendessen in Blenheim Palace nahe Oxford nahmen auch zahlreiche Wirtschaftsvertreter teil. May legt viel Wert darauf, die "besondere Beziehung" zwischen London und Washington zu beschwören. Von Trump erhofft sie sich baldige Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit.

100.000 Demonstranten in London erwartet

Die Polizei rechnet mit heftigen Protesten gegen Trump aus der Bevölkerung und hat sich deshalb auf einen der größten Einsätze der jüngeren Vergangenheit vorbereitet. Die Initiative "Stop Trump" erwartet für Freitag allein in London etwa 100.000 Teilnehmer.

Während des Nato-Gipfels wurde Trump gefragt, was er von den Protesten in London halte. Er sagte: "Klar wird es Proteste geben, aber ich glaube, die Leute in Großbritannien, Schottland und Irland werden mich sehr mögen. Ich besitze ja Land in Irland, ich besitze überall Land."

Aktivisten verbringen die Nacht vor Trumps Unterkunft

Aktivisten sollen sich zudem vorgenommen haben, Trump in der Nacht um den Schlaf zu bringen. Der Präsident übernachtet in der Botschafterresidenz Winfield House. Am Abend wollen sich dort Demonstranten mit Töpfen, Pfannen, Trommeln und Vuvuzelas treffen und dafür sorgen, dass er kein Auge zumacht. Ob er allerdings den Krach überhaupt hören wird, ist ungewiss, weil die Anlage stark gesichert wird.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ruft die Protestierenden dazu auf, friedlich zu bleiben. Alle, die Chaos stiften oder gegen das Gesetz verstoßen wollen, seien "nicht willkommen".

Treffen mit Queen Elizabeth II. geplant

Am Freitag besichtigt Trump ein Militärgelände und eine Truppenübung, bevor er zu Gesprächen und einem Arbeitsessen mit May auf dem Landsitz Chequers eintrifft. Später werden Trump und seine Frau Melania von Queen Elizabeth II. auf Schloss Windsor empfangen. Das Wochenende verbringt der Präsident in einem seiner Golfclubs in Schottland.

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  • Sepp Unterholzer am 13.07.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

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    Wenn China, Russland und die EU das Erdöl mit Euro bezahlen ist Trump und seine angeblich grösste Wirtschaftsmacht pleite. Eine weitere Pleite vom Pleitegeier

  • Hans am 13.07.2018 12:10 Report Diesen Beitrag melden

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    Trump treibt die EU-Befürworter und die EU selbst in logische Widersprüche. Und er treibts sie in Zeitnot, dass sie es nicht aussitzen können. Trump ist, im Gegensatz dazu, was die Medien immer berichten, sehr sehr clever. EU oder USA - die Briten müssen sich entscheiden, jetzt. EU-Armee oder NATO, beides geht nicht, ist unfinanzierbar. Die Europäer müssen sich entscheiden, jetzt. Iran oder USA und Aufdeckung von Korruption an höchsten Stellen, die EU muss sich entscheiden, jetzt. Die EU wird diese Widersprüche wahrscheinlich durch Errichtung einer offenen Diktatur lösen. Sonst zerfällt sie.

  • Mugl am 13.07.2018 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Trump ist ein Trampel und mehr als unfähig. Elefant im Porzellanladen halt.

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  • Hans am 13.07.2018 12:10 Report Diesen Beitrag melden

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    Trump treibt die EU-Befürworter und die EU selbst in logische Widersprüche. Und er treibts sie in Zeitnot, dass sie es nicht aussitzen können. Trump ist, im Gegensatz dazu, was die Medien immer berichten, sehr sehr clever. EU oder USA - die Briten müssen sich entscheiden, jetzt. EU-Armee oder NATO, beides geht nicht, ist unfinanzierbar. Die Europäer müssen sich entscheiden, jetzt. Iran oder USA und Aufdeckung von Korruption an höchsten Stellen, die EU muss sich entscheiden, jetzt. Die EU wird diese Widersprüche wahrscheinlich durch Errichtung einer offenen Diktatur lösen. Sonst zerfällt sie.

  • Heidi am 13.07.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Uff

    Der wird mir echt langsam unheimlich.

  • Sepp Unterholzer am 13.07.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Euro statt Petrodollar

    Wenn China, Russland und die EU das Erdöl mit Euro bezahlen ist Trump und seine angeblich grösste Wirtschaftsmacht pleite. Eine weitere Pleite vom Pleitegeier