Anstieg

10. Juni 2019 12:47; Akt: 10.06.2019 12:57 Print

Wieder deutlich mehr Asylanträge in der EU

Im Vergleich zu den Vorjahren kam es 2019 wieder zu deutlich mehr Asylanträgen in der EU. Viele Anträge stammen aus Lateinamerika.

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Die Anzahl an Asylanträgen in der Europäischen Union steigt nach mehrjährigem Rückgang erstmals wieder an. Laut APA haben die Anträge im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zugenommen. So stellten bisher rund 206.000 Personen einen Asylantrag in der EU.

Somit könnte es zu einer Trendumkehr kommen. In den vergangenen Jahren gingen die Asylanträge nämlich merklich zurück. 2018 sank die Zahl gleich um elf Prozent im Vergleich zu 2017. Auffällig dabei ist, dass Asylsuchende nun vermehrt über reguläre Wege einreisen.

Viele kommen aus krisengebeuteltem Venezuela

25 Prozent aller Asylanträge werden von Personen gestellt, die ohne Visum in den EU- und Schengenraum einreisen dürfen. Damit setzt sich ein Trend aus 2018 fort, damals traf dies noch auf jeden fünften Asylwerber zu.

Allen voran steigt die Anzahl von Asylanträgen aus Lateinamerika. 14.257 Venezolaner stellten im ersten Quartal 2019 einen Asylantrag in der EU. Das entspricht einem Anstieg von 121 Prozent. Noch deutlicher ist der prozentuale Anstieg bei Anträgen aus Kolumbien. 8.097 Ansuchen bedeuten ein Plus von 156 Prozent.

Syrien bleibt trotz Rückgang Spitzenreiter

Die meisten Anträge stammen von Syrern. Knapp 20.400 Menschen flüchteten 2019 bisher vom Assad-Regime. Das bedeutet ein Minus von acht Prozent. Auf Platz zwei liegt das zuvor erwähnte Venezuela.

Die drittmeisten Anträge europaweit wurden 2019 bisher von afghanischen Staatsbürgern gestellt. Rund 14.000 Anträge bedeuten einen Anstieg von etwas mehr als einem Drittel.

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(mr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Micky Mau am 10.06.2019 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wer schon durch mehrere sichere

    Länder reisen konnte, sollte gar keinen Asylantrag abgeben können. Dann wäre der Asyl Spuk sofort beendet.

  • Peter Lüdin am 10.06.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wer

    die Kosten für diese Massenzuwanderung tragen wird ist ebenso klar, wie die Tatsache, dass dies zusätzlich zur Überlastung der sozialen Infrastruktur sowie von Polizei und Justiz beitragen wird. Dazu kommt noch die Frage, wie hoch wohl die Dunkelziffer dieser Zuwanderung sein mag?

  • Thirona Sul am 10.06.2019 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht doch...

    ...lt. den letzten Statistiken und Meldungen ist die EU noch lange nicht überbevölkert und die Asylanträge sind verschwindend gering geworden... Wenn die Politik diesem Zustrom nicht endlich Einhalt gebietet, kippt die Erde mit Europa nach unten, weil dieser Erdteil von den vielen Menschen so schwer geworden ist... (ironieoff)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ina am 11.06.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Raus

    aus der EU mit Österreich! Das wäre die einzige Option!

  • Ina am 11.06.2019 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn das EU bedeutet,

    dann will ich keine EU!!!

  • Ina am 11.06.2019 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wie viele noch?

    Von wo müssen wir noch welche nehmen?

  • Ina am 11.06.2019 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bevölkerung wird komplett übergangen!

    Eine Volksbefragung/Volksabstimmung gehört durchgeführt!!!

  • Peter am 11.06.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Da kommt mir die Galle hoch

    Dies geht aus einem Entwurf der Strategischen Agenda bis 2024 hervor, der der dpa vorliegt. Die EU muss selbstbewusster und mächtiger werden, heißt es darin