Wut auf Staat

10. Januar 2019 13:06; Akt: 10.01.2019 14:10 Print

Gelbwesten demolieren 2 von 3 Radarkameras

Nachdem die französische Regierung die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen reduziert hat, wurden laut inoffiziellen Angaben zwei Drittel der Radarkästen beschädigt.

Gelbwesten posieren mit einer beschädigten Radarkamera. (Bild: picturedesk.com)

Gelbwesten posieren mit einer beschädigten Radarkamera. (Bild: picturedesk.com)

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Im Juli senkte die Regierung von Präsident Emmanuel Macron die Höchstgeschwindigkeit auf Frankreichs Landstraßen von 90 km/h auf 80 km/h. Wütende Autofahrer in ländlichen Gegenden begannen, Radarkameras zu übermalen, zuzukleben, abzudecken, zu sprengen oder kaputt zu schlagen.

Seit dem Aufkommen der Gelbwesten-Proteste im November haben sich diese Attacken drastisch verstärkt. Offiziell wollen die Behörden keine Angaben dazu machen, wieviel Radarkästen demoliert worden sind. Doch Automobilklubs schätzen, dass 65 Prozent der 2.600 Kameras derzeit nicht funktionstüchtig sind – diese Zahl wurde ihnen nun angeblich inoffiziell bestätigt.

300 Kameras sind komplett zerstört worden; im westfranzösischen Departement Vendée sollen 90 Prozent aller Kameras außer Betrieb sein. Der Schaden bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich – ganz zu schweigen von den Einnahmen, die dem Staat nun entgehen.

Die niedrigere Höchstgeschwindigkeit ist vor allem bei Pendlern am Land unbeliebt, da ihre Wege so länger werden. Eine große Zahl an Lokalpolitikern ist ebenfalls dagegen. Als die Gelbwesten-Proteste aufkamen, war neben der Erhöhung von Energiesteuern auch die neue Höchstgeschwindigkeit eines der größten Protestthemen. Sie wurde als Zeichen der abgehobenen Pariser Elite, als dessen Teil Macron gesehen wird, gewertet: In der Hauptstadt schere man sich nicht um den Alltag und die Sorgen der kleinen Leute am Land.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gegen Links und Rechts am 10.01.2019 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Bimbos in Gelb unterwegs

    Ich bin kein Freund von beiden, aber die Linken sind mehr auf der kollisions Spur gefährlicher, als derzeit die Rechten. Leider

  • Anti Links am 10.01.2019 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die nächste Chance kommt bestimmt

    Macron der Held der Linken und der EU-Bonzen wird dieses Jahr nicht überstehen und dann können alle Franzosen bei der folgenden Wahl beweisen, dass sie dazu gelernt haben und nicht gleich wieder auf den nächsten von den Medien gehypten Linken Blender hereinfallen.

  • Censorship am 10.01.2019 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Helden der jungen AKP 2.0 (SPÖ)...

    Bitte nicht vergessen, dass die Jungen Sozialisten sich mit dieser SA Horde solidarisch erklären!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Justus am 11.01.2019 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Napoleon Emanuele

    Da die Politiker alles beschließen, jedoch nicht das geringste für das Volk über haben. Irgendwann steht das Volk auf. Wobei ich Verletzungen und Vandalismus nicht geeignet finde. Aber wie kann sich das französische Volk gegen den jungen Napoleon wehren.

    • Censorship am 11.01.2019 09:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Justus

      "Wobei ich Verletzungen und Vandalismus nicht geeignet finde." Aber dennoch relativiere... Wie erbärmlich... Wie dumm muss ein Volk sein, dass es sein eigenes Volkseigentum zerstört?? Demonstrieren, natürlich, aber marodierend durch die Straßen ziehen, wie die SA in den 30'ern.....

    einklappen einklappen
  • Giuseppe am 11.01.2019 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Das kommt davon ,wenn Behörden und Politiker über die Köpfe der Bürger alles regeln, verständlich dass es den Leuten irgendwann mal reicht und dann so was passiert, Sollte man ernst nehmen , wenn man den Leuten Zuviel des GUTEN aufzwingt , im Rest Europas ist es leider auch nicht viel anders

  • Anti Links am 10.01.2019 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die nächste Chance kommt bestimmt

    Macron der Held der Linken und der EU-Bonzen wird dieses Jahr nicht überstehen und dann können alle Franzosen bei der folgenden Wahl beweisen, dass sie dazu gelernt haben und nicht gleich wieder auf den nächsten von den Medien gehypten Linken Blender hereinfallen.

  • Helmut Dirk am 10.01.2019 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständliche Chaoten

    Ist das nicht besser, man fährt etwas länger in die Arbeit als einige kommen überhaupt nicht mehr an ihr Ziel, weil sie tödlich verunglücken. Und den Schaden braucht man gerade jetzt, wo sie vom Staat noch mehr Geld fordern.

    • Frank am 10.01.2019 15:20 Report Diesen Beitrag melden

      80 km/h ..

      haben Sie überhaupt einen Führerschein? Wie fühlen sich 80 km/h auf einer freien Schnellstraße an? So schnell fahren in Österreich, die Pensionisten mit Sehschwäche!

    einklappen einklappen
  • Gegen Links und Rechts am 10.01.2019 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    werden die Linken immer mehr und mehr zu Rechten, mit ihren zerstörungs warn.