In der 22. Woche

25. Juni 2019 16:36; Akt: 25.06.2019 16:37 Print

Gericht zwingt Schwangere zu Abtreibung

Dieser Fall sorgt für weltweite Diskussionen! Eine geistig behinderte Britin soll ihr Baby auf Anordnung einer Richterin abtreiben.

 (Bild: iStock)

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Der sehnlichste Wunsch der hochschwangeren Britin: Sie will ihr Baby. Doch: Richterin Nathalie Lieven vom britischen Court of Protection entschied, die geistig behinderte Frau muss ihr Kind abtreiben – und das in der 22. Schwangerschaftswoche.

Ärzte hatten den Eingriff empfohlen, weil die Schwangere eine mittelschwere Lernstörung aufweise, geistig auf dem Entwicklungsstand eines sechs- bis neunjährigen Kindes sei und außerdem unter einer Affektstörung leide – dass die Mutter der Schwangeren verspricht, sich um das Kind zu kümmern interessiert die Richterin nicht.

"Muss im Interesse der Schwangeren entscheiden"
Weil sich die Schwangere weigerte und den Abbruch ablehnt, landete der Fall jetzt vor Gericht. Der Court of Protection nimmt sich dieser Fälle an, er ist zuständig für Menschen, denen die mentalen Fähigkeiten abgesprochen werden, für sich selbst zu entscheiden. Richterin Lieven bezeichnet den Fall als "herzzerreißend". Sie sagt: "Mir ist klar, dass es ein immenser Eingriff ist, wenn der Staat einen Schwangerschaftsabbruch anordnet. Aber ich muss im besten Interesse der Frau entscheiden, nicht nach den Ansichten der Gesellschaft."

"Sie will das Kind auf dieselbe Weise, wie sie eine Puppe will"
Laut der Richterin habe es nur den Anschein, als wolle die Schwangere das Kind. In Wahrheit kann die junge Frau gar nicht ermessen, welche Verantwortung damit einhergeht. "Ich denke, sie will auf dieselbe Weise ein Baby, wie sie eine Puppe will". Aufgrund der Affektstörung sei es der Frau nicht möglich, sich um das Baby zu kümmern. Auch nicht, wenn ihr die Mutter, eine Hebamme, helfen würde. Da das Risiko für das Kind zu groß sei, müsste man die beiden nach der Geburt sowieso trennen.

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(isa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 1002Himmelszelt am 25.06.2019 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mord

    Der Fötus ist nach der 11. Woche voll ausgebildet und muss nur noch wachsen. 22. Woche ist Mord! Hier geht es nicht mehr um die Mutter, sondern um das Lebensrecht des Kindes!

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  • Hausmasta am 25.06.2019 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Abbruch

    Sorry, aber dann sollte man auch dafür sorgen, daß sie nicht jedes Jahr wieder schwanger wird!!

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  • Snezana Goldbacher am 25.06.2019 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar,Mord auf Anordnung

    OhmeinGott! Wie ist das in Europa überhaupt möglich,das sind ja WW2 Methoden!!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Must am 27.06.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Mira

    Vollkommen richtig. Diese behinderten kosten nur

  • Afro am 27.06.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    verstehe nicht

    Da das Risiko für das Kind zu groß sei ! wie kann man über das kind redet wenn Ihr möchtet ihn umbringen vor sein Geburt? Diese Richterin selbe kapiert nicht was sie redet.

  • Censorship am 26.06.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Verdrehte Welt...

    In andern Ländern, dürfen nicht einmal vergewaltigte Kinder abtreiben und hier wird eine Frau dazu gezwungen...

  • Ernst am 26.06.2019 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Behinderung

    Dan dürfen auch keine Blinden, Gehörlose, Stumme und andere Frauen mit Behinderung Kinder haben den die könnten ja auch die Behandlung weiter vererben. Wie vielen Frauen wurde gesagt das ihr Kind behindert ist und er abgetrieben werden sollte und als das Kind auf die Welt kam werde ganz normal.

  • ANNA M. am 26.06.2019 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    An der Geschichte ist was faul

    Die Schwangerschaft wird ja nicht erst in der 20.en Woche festgestellt worden sein. Welche Rolle hat hier die Kirche gespielt? Die Mutter wird wahrscheinlich früher dorthingegangen sein und um Rat gefragt haben. Dort wird ihnen ein Pfaff erklärt haben Abtreibung sei Sünde und sie sollen erst möglich spät zu ÄrztInnen gehen. Die sehen dann natürlich ein Dilemma, wenn eine Frau mit dem geistigen Zustand einer 6-9Jährigen und eine Mutter, die offensichtlich nicht in der Lage ist, ihr behindertes Kind vor einem sexuellen Übergriff zu schützen ein Kind grossziehen wollen