Drohungen in "Charlie Hebdo"

25. Februar 2015 15:37; Akt: 26.02.2015 10:13 Print

Griechen-Minister zeigt Deutschen Mittelfinger

Griechenland kommt nicht zur Ruhe. Nachdem die Finanzhilfe um vier Monate verlängert wurde und ein Maßnahmenkatalog beschlossen wurde, tauchte nun ein Video auf, dass den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis zeigt, wie er den Deutschen den Mittelfinger zeigt. Und in "Charlie Hebdo" droht er auch noch: "Macht euch auf das Schlimmste gefasst".

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Griechenland kommt nicht zur Ruhe. Nachdem die wurde und ein Maßnahmenkatalog beschlossen wurde, tauchte nun ein Video auf, dass den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis zeigt, wie er den Deutschen den Mittelfinger zeigt. Und in "Charlie Hebdo" droht er auch noch: "Macht euch auf das Schlimmste gefasst".


Varoufakis redete sich bei einer Rede anslässlich des "Subversive Festivals" in Zagreb im Sommer 2013 in Rage. Er spricht über die drohende Staatspleite der Griechen und seine erläutert seine Strategien.
Kurz vor dem verhängnisvollen Gruß an die Deutschen erklärt er (Youtube-Video ab Minute 1:45) : "Griechenland hätte im Januar 2010 einfach ankündigen sollen, dass es seinen Verpflichtungen im Euro nicht nachkommen kann – wie Argentinien es getan hat – und Deutschland den Mittelfinger zeigen und sagen sollen 'Jetzt könnt ihr das Problem allein lösen!'" Unterstrichen wird seine Aussage mit dem Stinkefinger.
Varoufakis: "Macht euch auf das Schlimmste gefasst"

Und es geht munter weiter mit den Drohungen des Griechen-Finanzminister in Richtung der Partner in der EU. Der Druck auf die Regierung in Athen sei gefährlich, sagt er jetzt, fast zwei Jahre später und nach dem Wahlsieg der Syriza in einem aktuellen Interview mit dem Satire-Magazin "Charlie Hebdo".

Die Drohung geht an die Adresse des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) und dessen Kollegen: "Wenn ihr denkt, ihr tut gut daran, progressive Regierungen wie uns zur Strecke zu bringen, dann macht euch auf das Schlimmste gefasst".

Vergleich mit dem Mittelalter

Schäuble hatte sich bis zuletzt als harter Gegner der neuen griechischen Regierung gezeigt. Griechenland müsse die Zusagen des laufenden Hilfsprogramms einhalten. Im Interview prangert Varoufakis weiters an, dass harte Reform- und Sparpläne Regierungen die Luft abschnüre. Es würden "nur die Fanatiker, die Rassisten, die Nationalisten und all diejenigen, die von Angst und Hass leben", profitieren.

Er verglich die von den Gläubigern abverlangten Kürzungen mit der Medizin des Mittelalters. "Damals wurden Aderlasse verschrieben, die die Kranken oft noch kranker machten, worauf sie erneut zur Ader gelassen wurden."

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