Explosionen in Zürich

25. August 2018 14:57; Akt: 25.08.2018 15:18 Print

Trümmer flogen über 200 Meter durch Innenstadt

Beim Zürcher Bahnhofplatz kam es am frühen Samstagmorgen zu einem Großbrand mit mehreren Explosionen. Die Sperrung des Geländes könnte Tage dauern.

Die Flammen waren in ganz Zürich zu sehen. (Video: 20 Minuten/Leser-Reporter)
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Neben dem Zürcher Hauptbahnhof ist am frühen Samstagmorgen ein Geschäftsgebäude in Brand geraten. Die Rettungskräfte brachten das Feuer im Dachstock mit einem Großaufgebot gegen vier Uhr unter Kontrolle. Das Haus wurde durch den Brand weitgehend zerstört.

Die Rettungskräfte wurden um 2.16 Uhr alarmiert, wie ein Sprecher von Schutz & Rettung Zürich vor Ort der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach und waren in der Stadt von weither zu sehen. Innerhalb kurzer Zeit gingen bei der Polizei über 50 Notrufe ein, einer auch aus der Nachbargemeinde Kilchberg.

Löscharbeiten dauern an

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand der Dachstock des Eckhauses am Bahnhofplatz und am Bahnhofquai in Vollbrand. Die Rettungskräfte standen laut eigenen Angaben mit einem Großaufgebot im Einsatz, um das Feuer einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern.

Explosionen bei Großbrand in Zürich

Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand von Drehleitern und Hubrettern von mehreren Seiten aus. Die Löscharbeiten dauerten am Morgen an. Um das Feuer zu löschen stehen nebst der Berufs- und Milizfeuerwehr sowie dem Rettungsdienst von Schutz & Rettung Zürich, auch die Stützpunktfeuerwehren Wallisellen und Kloten im Einsatz. Im Weiteren auch die Stadtpolizei Zürich, die Verkehrsbetriebe sowie die Elektrizitätswerke im Einsatz.

Tram- und Busverkehr eingestellt

Die Unterführung vom Landesmuseum zur Rudolf-Brun-Brücke wurde wegen der Einsturzgefahr gesperrt. Die Coop-Filiale in einem Nachbargebäude blieb vorerst geschlossen. Zudem wurde der Tram- und Busverkehr am Bahnhofplatz eingestellt.

Infolgedessen erwarten die Behörden für den ganzen Tag Störungen im öffentlichen Verkehr. Der Individualverkehr ist aufgefordert, die Innenstadt und den Bahnhofplatz großräumig zu umfahren. Der Bahnverkehr ist nicht betroffen und der Hauptbahnhof zu Fuß erreichbar.

Von Verletzten haben die Rettungskräfte laut eigenen Angaben keine Kenntnis. In dem betroffenen Gebäude fanden seit einiger Zeit Bauarbeiten statt. Es war unbewohnt.

Im Gebäude kam es zu zwei heftigen Explosionen. Mindestens ein Trümmerteil wurde rund 200 Meter durch die Luft geschleudert. Im Zuge der ersten Abklärungen fanden Polizisten ein zirka zwei Kilogramm schweres Metallstück einer Gasflasche an der Bahnhofstraße. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.

Bei der Explosion erlitt ein in der Nähe des Gebäudes stehender Polizist ein Hörtrauma. Aufgrund des großen Schadenplatzes mitten in der Innenstadt, musste der Bahnhofplatz und umliegende Straßenabschnitte komplett gesperrt werden. Die Verbindungsunterführung vom Landesmuseum zur Rudolf-Brun-Brücke wird wegen einer erhöhten Einsturzgefahr des betroffenen Gebäudes bis auf weiteres gesperrt bleiben.

Polizei rät, die Innenstadt zu meiden

Dem entsprechend rät die Stadtpolizei Zürich die Innenstadt insbesondere im Bereich Bahnhofplatz großräumig zu umfahren oder ganz zu meiden. Es ist auch damit zu rechnen, dass der öffentliche Verkehr im Bereich des Hauptbahnhofs tangiert sein wird.

Die Brandursache ist unklar. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei und Staatsanwaltschaft liegen keine konkreten Hinweise für ein Delikt vor. In der betroffenen Liegenschaft werden seit mehreren Monaten Bauarbeiten durchgeführt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Otto Probst jr am 25.08.2018 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Über die Herkunft

    von Gerätschaften und die Sachkenntnis von Personal lassen sich Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeiten ziehen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Otto Probst jr am 25.08.2018 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Über die Herkunft

    von Gerätschaften und die Sachkenntnis von Personal lassen sich Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeiten ziehen.

    • Sutter82 am 25.08.2018 20:20 Report Diesen Beitrag melden

      Herkunft

      Die Bauarbeiter kommen bei uns in der Schweiz meist aus Kosovo. Dementsprechend qualitätvoll wird hier agiert.

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