Verdacht unbestätigt

28. Juli 2017 07:47; Akt: 28.07.2017 07:47 Print

Identitären-Schiff darf jetzt doch Anker lichten

Nachdem der Kapitän, Besitzer und acht Besatzungsmitglieder kurzzeitig in Haft waren, geht die Fahrt für das Schiff der rechtsextremen Aktivisten nun weiter.

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Nach ihrer Festnahme auf Nordzypern sind die Besatzungsmitglieder eines Schiffs rechtsextremer Aktivisten, die Flüchtlinge an der Überfahrt nach Europa hindern wollen, wieder auf freiem Fuß. Der Kapitän der "C-Star", der Besitzer des Schiffs und acht Crewmitglieder seien freigelassen worden, meldete der TV-Sender "BRT" am Donnerstag. Das Schiff dürfe seine Fahrt nun fortsetzen.

Das von der Gruppe Defend Europe gecharterte Schiff war am Dienstag im Hafen von Famagusta festgesetzt worden. Den zehn Verdächtigen wurde laut der Zeitung "Kibris Postasi" der Gebrauch falscher Papiere vorgeworfen. Doch nach Informationen des Senders BRT bestätigte sich der Verdacht nicht.

Das Schiff hatte Anfang Juli Dschibuti verlassen, doch musste es eine Woche im Suez-Kanal warten. Laut Defend Europe warfen linke Gruppen und NGOs ihnen vor, Waffen und Söldner zu transportieren, um so ihre Weiterfahrt zu verhindern.

Fünf Passagiere beantragten Asyl

Eine Durchsuchung in Ägypten bestätigte demnach die Vorwürfe nicht. Nach der Ankunft in Zypern verließ eine Gruppe von 20 Menschen das Schiff. Laut "Kibris Postasi" beantragten fünf von ihnen Asyl, während der Rest per Flugzeug das Land verließ. Laut Defend Europe handelte es sich um Seeleute aus Sri Lanka, die zu Trainingszwecken mitgefahren seien.

Hinter der Aktion Defend Europe stehen deutsche, französische und italienische Mitglieder der Identitären Bewegung, die in Deutschland wegen ihrer völkischen Ideologie vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Rechtsextremisten hatten Mitte Mai eine Kampagne im Internet gestartet und 76.000 Euro für die Anmietung eines Schiffs eingesammelt.

Die "C-Star" sollte in Sizilien die Aktivisten an Bord nehmen und dann Kurs auf die libysche Küste nehmen. Dort wollten sie die libysche Küstenwache auf Flüchtlingsboote aufmerksam machen, damit diese die Flüchtlinge zurück in das nordafrikanische Land bringt. Die Rechtsextremisten wollten damit gegen NGOs protestieren, die Flüchtlinge nach Europa bringen.

Mehr zum Thema:
» Wegen Schlepperei: Identitären-Schiff gestoppt, Kapitän in Haft
» Ehemaliger FPÖ-Mann ist "Defend Europe"-Kapitän

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(kaf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 28.07.2017 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Tut sich was

    Also Flüchtlingsboote der Küstenwache melden ist weder strafbar noch verwerflich. Davon sollte es mehr geben.

  • ippi_opa am 28.07.2017 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdacht

    Ich vermute da hat Brüssel die Hände im Spiel.

  • zimbo am 28.07.2017 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Schiff Ahoi !

    Unsere einzige Hoffnung.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Franz am 29.07.2017 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wagemutige

    Bravo in den Geschichts Büchern wird einmal stehen ein Handvoll wagemutiger hat sich aufgemacht um Europa zu Retten ,trotz hefigen Widerstand der Realitätsfremden Eu Regierungen bevor ich den Kurz oder sonstwen etwas spende bekommen die etwas es sind die einzigen die sofort etwas machen ohne vorher darüber jahrelang sinnlos zu verhandeln

  • Versaute Gesellschaft am 29.07.2017 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Gute vs. Böse ... kein Unterschied!

    Ob NGO's, Identitäre oder andere ... eigentlich egal. Es geht im allgemeinen entweder ums Geld oder um Macht ... ganz sicher nicht um die Interessen Europas!

  • Bertl K. am 28.07.2017 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wer findet den Fehler ?

    "rechtsextreme Identäre" versuchen Europa vor weiterer Massenzuwanerung zu schützen, während "autonome linke Aktivisten" mit extremen Mitteln, genau das Gegenteil davon tun ! Die einen sind die "Pöhsen", während man die anderen als "Gute" verharmlost und gar feiert ?

    • zimbo am 28.07.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      Und finanziert

      Unis, DÖW, Rote Falken, Schwarzer Block Radikale Gemeingefährder aus Steuermitteln gehört beendet

    • Franz am 29.07.2017 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      Bravo

      Bravo

    einklappen einklappen
  • Hans am 28.07.2017 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wer lesen kann informiere sich

    Ich habe mal auf dem Blog nachgelesen, um der Wahrheit näher zu kommen. Hier steht nämlich nur die Hälfte. Die C-Star ist in Zypern eingelaufen. Dort gingen 20 (nicht nur 5) Tamilen von Bord, welche die Reise als Ausbildungsfahrt mitgemacht hatten. Am Flughafen in Zypern wurde den Seeleuten von einer NGO Geld geboten, wenn sie in Zypern einen Asylantrag stellen. Nur 5 der Seeleute nahmen das Angebot an und danach kam es zu den ganzen Verwicklungen. Ich halte die Identitären übrigens nicht für rechtsextrem. Diese Leute agieren gewaltfrei. Allerdings für von den Globalisten unerwünschte Ziele.

    • Franz am 29.07.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      noch dümmer

      wie wahr ok zu rechts ist nicht in Ordnung aber Links und noch dazu dumm ist noch blöder

    einklappen einklappen
  • Ist Er am 28.07.2017 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mag.

    da sieht man, was man von der Wahrheitsliebe und damit allen Behauptungen der Linken und NGOs zu halten hat: nichts als Lügen, wenn es zweckmäßig scheint (ein Standpunkt, der auch von Bellen im Wahlkampf vertreten wurde)!