Bericht vorgelegt

30. Juni 2017 11:20; Akt: 30.06.2017 11:28 Print

In Chan Scheichun wurde Sarin-Gas eingesetzt

Am 4. April 2017 gab es einen Giftgas-Angriff auf die syrische Ortschaft. Der Westen macht das Regime von Baschar al-Assad dafür verantwortlich.

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Die Organisation zum Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat ihren Bericht zum Angriff auf die syrische Ortschaft Chan Scheichun vorgelegt. Den Experten zufolge ist dort am 4. April diesen Jahres Sarin-Gas zum Einsatz gekommen. Die Organisation betont, sie könne keine Angaben dazu machen, wer den Giftgas-Angriff durchgeführt habe.

74 Tote, 557 Verletzte

Bei dem Angriff auf die von islamistischen Rebellen kontrollierte Ortschaft Chan Scheichun waren damals 74 Menschen getötet und 557 weiter verletzt worden, darunter auch viele Frauen und Kinder.

Der Westen macht den syrischen Diktator Baschar al-Assad, dessen Luftwaffe einen Angriff auf das Dorf flog, für den Angriff verantwortlich. US-Präsident Donald Trump ließ daraufhin einen syrischen Militärflugplatz mit Marschflugkörpern beschießen.

Vielzahl von Untersuchungen

Experten der OPCW führten Autopsien an Opfern durch und nahm Proben von Verletzten und Toten, die aus dem Rebellengebiet in die benachbarte Türkei gebracht wurden. In Chan Scheichun selbst waren die Experten aus Sicherheitsgründen nicht.

Die Ortschaft in der Provinz Idlib liegt im Einflussbereich der extremistischen Islamistenmiliz "Tahrir al-Sham", den umbenannten Al-Kaida-Ableger "Al-Nusra-Front".

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(red)

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