Unterhaltungselektronik

10. Januar 2019 10:28; Akt: 10.01.2019 11:27 Print

Ist dieser Vibrator "obszön und unmoralisch"?

Sind Vibrator-Gegner Sexisten? Jetzt sorgt ein Sexspielzeug für Wirbel auf der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik.

Der

Der "Ose Robotic Massager" (Bild: zVg)

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Aufregung auf der Consumer Electronics Show (CES), die größte Messe für Unterhaltungselektronik hat ihren Skandal. Das Start-Up Lora DiCarlo wollte auf der CES ihr erstes Produkt präsentieren: den Vibrator "Ose Robotic Massager“.

Zuerst stieg die Begeisterung: Mit diesem Sexspielzeug schnappte sich das von Frauen gegründete Unternehmen den Innovationspreis in der Kategorie "Robotik und Drohnen“. Die bahnbrechenden Vorteile des "Ose Robotic Massager“: Mit dem neuen Vibrator haben Frauen beim Orgasmus die Hände frei, das Sexspielzeug schmiegt sich von ganz alleine an den Körper.


Doch plötzlich war den Messe-Veranstaltern die Erregung zu groß, sie zogen die Notbremse: Lora DiCarlo wurde der Innovationspreis ansatzlos wieder aberkannt und die junge Firma von der Messe verbannt.

"Unmoralisch und obszön"


Als Begründung gab die CES zunächst an, dass das Produkt nicht den Regeln der Messe entspreche. Der Massagestab sei ein "unmoralisches und obszönes“ Produkt und werde disqualifiziert. Später ruderte man keusch zurück. Das Sexspielzeug passe in keine der 28 Produktkategorien und hätte nicht als Beitrag zum Wettbewerb akzeptiert werden dürfen. Man habe sich für den Fehler entschuldigt, meldeten Vibrator-Gegner.

"Angst vor Vaginas"


Lora Haddock, Gründerin und CEO der Firma Lora DiCarlo, wirft der Messe nun Sexismus vor. "Wir glauben, der wahre Grund, warum die Messeveranstalter weibliche Innovationen ins Abseits stellen will, ist, dass sie Angst vor Vaginas haben", ärgerte sich das Unternehmen. Produkte für Frauen seien auf der Messe unterrepräsentiert.

Sexspielzeug ist auf der Technikmesse eigentlich nichts Neues und war bereits mehrmals zu sehen. Ein Oral-Sex-Simulationsgerät wurde etwa bereits 2016 gezeigt, der Pornofilmproduzent Naughty America durfte in den vergangenen Jahren auf der Messe sogar seine VR-Demos vorführen. Nur Vibratoren sind unerwünscht.

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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred von Jupiter am 10.01.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Die beste Werbung

    Kein Mensch in Europa hätte von dem Ding etwas gewusst. Jetzt ist es in aller Munde und auch bald in vielen europäischen Muschis.

    einklappen einklappen
  • Erich Menon am 10.01.2019 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Us-Scheinmoralisten

    Diese ganzen Tech-Nerds auf dieser Messe haben eine Vag noch nie von der Nähe gesehen. Deshalb der Bahö. Bei irgend einer Superwaffe wärs kein Problem gewesen.

    einklappen einklappen
  • Crashcar am 10.01.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    musste in seinem Leben..

    ..schon Unmengen an WIRKLICH obszönen Gegenständen sehen. Das Gerät gehört eindeutig nicht dazu. Es scheint von schlichter Eleganz, gepaart mit mit Funktionalität zu sein. Aber wahrscheinlich hat die Obszönität entweder der gestört prüde US-Gedanke entschieden oder ein "geschockter" Imam, der eh' scho' 45 Kinder hat....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 11.01.2019 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das Seine...

    Sehe ich wie Friedrich der Große, Jeder soll nach seiner Fasson selig werden... Was ich jedoch nicht verstehe, wenn Sexshops, zu Zeiten wo Kinder zusehen können, im TV Werbung schalten.. Pharisäerhaft verbietet man Tittenwerbung vor 23:00, Dildowerbung kann man jedoch am Nachmittag sehen... Scheinmoral...

  • Joe heute am 10.01.2019 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn..

    es ein Sturmgewehr wer dann würde es passen. typische die Amis kann man da nur sagen.

  • Alex am 10.01.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Amis

    War ja klar, dass die Amis mit ihrer Ultra prüden Mentalität keine solchen Dinge zulassen. Aber Sturmgewehre an Kinder verkaufen ;)

  • Kannitverstan am 10.01.2019 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese Scheinheiligen

    Hätte man ein elektronisch gesteuertes Maschinengewehr dessen Kugeln selbst ins Ziel finden vorgestellt, dann hätten alle Applaudiert, aber so etwas geht doch nicht.

  • Crashcar am 10.01.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    musste in seinem Leben..

    ..schon Unmengen an WIRKLICH obszönen Gegenständen sehen. Das Gerät gehört eindeutig nicht dazu. Es scheint von schlichter Eleganz, gepaart mit mit Funktionalität zu sein. Aber wahrscheinlich hat die Obszönität entweder der gestört prüde US-Gedanke entschieden oder ein "geschockter" Imam, der eh' scho' 45 Kinder hat....