Besamung missglückt

15. April 2019 17:31; Akt: 15.04.2019 19:05 Print

Letztes Weibchen stirbt – Aus für Riesenschildkröte

Der Versuch, die größte Süßwasser-Schildkröte der Welt vor dem Aussterben zu bewahren, hat ihr Schicksal besiegelt: das letzte Weibchen starb bei einem Befruchtungsversuch.

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Das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte (Rafetus swinhoei) ist am Samstag ausgerechnet in Folge von Komplikationen nach einem Besamungsversuch verstorben. Eigentlich hatte der Zoo der chinesischen Stadt Suzhou mit der künstlichen Befruchtung des Weibchens die gefährdete Art vor dem Aussterben retten wollen.

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Dieses Schicksal scheint nun aber unausweichlich, wie chinesische Medien berichten. Denn obwohl es noch drei lebende Exemplare der Jangtse-Riesenweichschildkröte geben soll, ist sie durch diesen tragischen Todesfall de facto ausgestorben. Die letzten bekannten Vertreter der Art sollen allesamt Männchen sein.

Zuchtprogramm lief seit 2008

Das bei seinem Tod am Samstag mehr als 90 Jahre alte Weibchen war 2008 in den Shangfangshan National Forest Park in Suzhou gebracht worden (siehe Diashow oben), um dort ein Zuchtprogramm zu starten. Ihr Partner: ein noch älteres Männchen, das schon vor dem Ersten Weltkrieg geboren worden war. Alle fünf Befruchtungsversuche schlugen fehl, obwohl Experten dem Tier beste Gesundheit bescheinigt hatten.

Wieder einmal war der Mensch der größte Feind: Flussregulierungen und Dammbauten zerstörten den natürlichen Lebensraum von Rafetus swinhoei im südlichen China und Nord-Vietnam. Weil das Fleisch dieser bis zu 140 Kilo schweren Schildkröten als Delikatesse galt, wurden sie auch noch aktiv bejagt. Ihr weicher, lederartige Panzer wurde zudem für medizinische Zwecke genutzt.

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(rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kroete am 15.04.2019 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Schämen

    Es ist zum Heulen und macht gleichzeitig zornig, zu was der Mensch im Stande ist. Als denkendes Wesen, ein friedliches Geschöpf der Natur einfach von der Erde zu entfernen, das ist wirklich Erbärmlichkeit hoch hundert. Das höchst entwickelte Lebewesen ist wahrlich eine Fehlkonstruktion der Evolution.

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  • Unnötige Zuchtgier am 15.04.2019 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Armes Tier

    "....in Folge von Komplikationen nach einem Besamungsversuch verstorben." Armes Tier. Unnötiges Herumdoktern, wenn 5 Versuche schon fehl schlugen :(((

  • josef am 15.04.2019 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klonversuche haben auch positive Wirkungen

    Klonen ,vielleicht kann man die Gene einer anderen Mutter verpflanzen.Schafe wurden auch schon geklont.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • josef am 15.04.2019 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klonversuche haben auch positive Wirkungen

    Klonen ,vielleicht kann man die Gene einer anderen Mutter verpflanzen.Schafe wurden auch schon geklont.

    • Karl H. am 16.04.2019 06:48 Report Diesen Beitrag melden

      Nope

      Da steht mehrmals, dass es das letzte Weibchen war. Also hat sich das auch schon erledigt. Nur jämmerlich, dass man erst beim letzten Weibchen draufkommt, dass die am aussterben sind

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  • Kroete am 15.04.2019 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Schämen

    Es ist zum Heulen und macht gleichzeitig zornig, zu was der Mensch im Stande ist. Als denkendes Wesen, ein friedliches Geschöpf der Natur einfach von der Erde zu entfernen, das ist wirklich Erbärmlichkeit hoch hundert. Das höchst entwickelte Lebewesen ist wahrlich eine Fehlkonstruktion der Evolution.

    • Kritischer Gieist am 16.04.2019 09:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Kroete

      Aus Ihrem Statement spricht Menschenhass, der auch durch die Parteinahme für aussterbende Tiere nicht besser wird.

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  • Unnötige Zuchtgier am 15.04.2019 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Armes Tier

    "....in Folge von Komplikationen nach einem Besamungsversuch verstorben." Armes Tier. Unnötiges Herumdoktern, wenn 5 Versuche schon fehl schlugen :(((