Kämpferische Pressekonferenz

28. Februar 2014 16:33; Akt: 03.03.2014 12:28 Print

Janukowitsch: "Ich bin nicht abgesetzt!"

Bei seiner ersten Pressekonferenz seit seiner Flucht nach Russland, zeigte sich der gestürzte ukrainische Präsident Janukowitsch kämpferisch. "Ich wurde nicht abgesetzt", erklärte er. Er habe fliehen müssen, nachdem sein Leben und das seiner Angehörigen in Gefahr gewesen sei. Außerdem warnte er vor einem Blutvergießen auf der Krim.

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Bei seiner ersten Pressekonferenz .

Bei der Pressekonferenz, die er auf Russisch (!) abhielt, sagte Janukowitsch, was jetzt auf dem autonomen Gebiet passiere, sei eine "natürliche Reaktion" auf die Machtergreifung durch Banditen in Kiew. "Die Krim-Bewohner werden sich natürlich nicht den Nationalisten beugen", sagte Janukowitsch. Dort gebe es jetzt eine Selbstverteidigung. Die Krim-Bewohner schützten ihren Grund und Boden. Die Krim solle aber mit einer erweiterten Autonomie im Bestand der Ukraine bleiben, mahnte der Politiker.

Gegen jegliche ausländische Intervention

Gleichzeitig rief er dazu auf, jegliche ausländische Intervention zu unterlassen, um Blutvergießen und Eskalation zu vermeiden. Er habe auch nicht Russland um Einmischung gebeten, erklärte Janukowitsch. Mit Russlands Präsident Wladimir Putin habe er nur einmal telefoniert, ihn aber nicht persönlich getroffen..

Er werde zurückkehren, sobald seine persönliche Sicherheit gewährleistet sei. An der "illegalen" Präsidentschaftwahl am 25. Mai werde er sich nicht beteiligen. In der Ukraine hätten "junge Neofaschisten" die Macht übernommen, es herrschten "Terror und Chaos". Der gestürzte Präsident machte die "unverantwortliche Politik" des Westens für die Entwicklung verantwortlich.

Vorwürfe an den Westen

Dem Westen - allen voran der EU und den USA - warf Janukowitsch Wortbruch vor. Mehrere Außenminister der Europäischen Union hätten in der vergangenen Woche in Kiew in seinem Beisein eine Vereinbarung für den Ausweg aus der Krise ausgehandelt, an die sich aber niemand gehalten habe.

Die Verantwortung für das aktuelle "Chaos und die Katastrophe" liege bei denen im Westen, die die "Banditen-Führung in Kiew" bei ihrem Staatsumsturz unterstützten, sagte der Politiker am Freitag in der russischen Stadt Rostow am Don.

In seiner Erklärung wies er außerdem jegliche Verantwortung für die blutigen Ausschreitungen in der vergangenen Woche von sich. Er habe niemals einen Schießbefehl erteilt, bekräftigte er.

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