Hambacher Forst

14. März 2019 10:48; Akt: 14.03.2019 14:48 Print

Klimaaktivisten schützen Wald aber fällen Bäume

Umweltschützer besetzen seit Jahren den Hambacher Forst in Deutschland, um den Ausbau einen Kohlebergwerks zu verhindern. Doch sie fällen offenbar selber Bäume.

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Seit 2012 halten Aktivisten (mit kurzen Unterbrechungen) den Hambacher Forst nahe Aachen besetzt, leben in Zelten und Baumhäusern. Sie wollen damit verhindern, dass der Energiekonzern RWE den Wald abholzt, um eine danebenliegendes Kohlebergwerk zu vergrößern.

Immer wieder fanden Räumungsaktionen der Polizei statt, im Vorjahr starb dabei ein Journalist, als er den Einsatz begleitete und aus etwa 15 Metern von einer schlecht gebauten Hängebrücke abstürzte.

Doch die Umweltschützer nehmen es mit der Abholzung des Waldes selber offenbar nicht so genau, wie Bilder der Polizei Aachen zeigen. Sie entdeckte bei einer allgemeinen Überprüfung des Gebiets 50 frisch abgeschlagene Baumstümpfe und stellte fest, dass dies nicht im Auftrag von RWE, der der Wald gehört, geschehen ist.

Die Polizisten fanden aber neue Baumhäuser und Konstruktionen mit Stämmen, an denen frische Schnittkanten sichtbar sind. Dem Anschein nach haben die Aktivisten die Bäume also selbst gefällt, obwohl sie ja für den Schutz des Waldes kämpfen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 14.03.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    glaubt irgendjemand ...?

    Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass es diesen Aufsässigen um den Umweltschutz geht? Man will sich als Revoluzzer inszenieren, gegen die "Mächtigen" kämpfen und sich dabei narzisstisch auftanken. Führen wir doch endlich ein ehrliche Diskussion über die Motivation dieser Aktivisten statt allen ein so edliches Motiv wie Verantwortung und Weitsicht zu unterstellen.

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  • Censorship am 14.03.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnis?

    Ein Paar Bäume sind aber besser, als ein ganzer Wald? Der Kohleabbau ist ein Anachronismus, man vernichtet noch schnell die Umwelt, bevor man zu sperren muss...

  • TantePolly am 14.03.2019 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Der Wald ist bereits unrettbar verloren

    weil die nahe und steile Böschung in die Abbaugrube nicht stabil ist.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 14.03.2019 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Der Wald ist bereits unrettbar verloren

    weil die nahe und steile Böschung in die Abbaugrube nicht stabil ist.

    • Censorship am 15.03.2019 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      @TantePolly

      Ah ja.... Schon mal 10 Kilometer HINTER den Monsterbagger geschaut, dort wo "Renaturalisiert" wird?? Man kann das durchaus in gewissen Rahmen wieder herstellen, die alten Bäume jedoch nicht...

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  • Censorship am 14.03.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnis?

    Ein Paar Bäume sind aber besser, als ein ganzer Wald? Der Kohleabbau ist ein Anachronismus, man vernichtet noch schnell die Umwelt, bevor man zu sperren muss...

  • Francis Lane am 14.03.2019 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    am boden bleiben

    eine paar Bäume fällen sagt noch lang nicht, dass man den Wald net schützt..... ist schon a grosser Unterschied ob i a paar Bäume umschneide, weil i sie brauche und dann wieder nachwachsen lasse, oder ob i zig Hektar rode und umgrabe.....aber das wäre ja keine Sensationsschlagzeile.

  • Kritischer Geist am 14.03.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    glaubt irgendjemand ...?

    Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass es diesen Aufsässigen um den Umweltschutz geht? Man will sich als Revoluzzer inszenieren, gegen die "Mächtigen" kämpfen und sich dabei narzisstisch auftanken. Führen wir doch endlich ein ehrliche Diskussion über die Motivation dieser Aktivisten statt allen ein so edliches Motiv wie Verantwortung und Weitsicht zu unterstellen.

    • Erich Menon am 14.03.2019 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Trefflich formuliert

      Chapeau! Besser könnt auch ich alter Zyniker es nicht besser beschreiben.

    • Censorship am 15.03.2019 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Kritischer Geist

      Dann führen wir aber auch eine Diskussion über die Motivation einen Wald zerstören zu müssen, obwohl die Kohlekraftwerke bald zusperren, man mit diesen massiv Abgase in die Umwelt bläst (ach so, das ist ja egal, weil der Mensch den Klimawandel nicht beeinflusst)... Nicht alles was Linke, Hippies, Gutmenschen machen, ist böse und schlecht... In Hainburg ging auch so manches zu Bruch, dennoch hat man einen Auwald gerettet.... Oder ist das auch schlecht und böse gewesen?

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