Arktis-Forscher zum Angriff

01. August 2018 10:38; Akt: 01.08.2018 10:40 Print

"Kommt ein Eisbär zu nahe, muss ich schießen"

Biologe Maarten Loonen hatte mehrere Begegnungen mit Eisbären. Er äußerst sich zum Eisbär-Angriff und erklärt, dass diese den Menschen als Beute sehen.

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Der Fall sorgte bei Tierschützern weltweit für Empörung: Ein deutsches Crew-Mitglied des Kreuzfahrtschiffs MS Bremen wurde am Samstag auf Spitzbergen von einem Eisbären angegriffen und schwer verletzt. Seine Kollegen erschossen das Tier daraufhin.

Die Bärenattacke ereignete sich etwas nördlich von der niederländischen Arktisstation, auf der derzeit unser Reporter Daniel Krähenbühl weilt. Er hat Biologe Dr. Marteen Loonen zum Vorfall befragt.

Biologe hat Verständnis für die Crew

Im Video verteidigt er das Vorgehen der Crew des Kreuzfahrtschiffes: "Er hatte den Eisbären wohl einfach nicht gesehen, bevor er an Land ging. Eisbären sind sehr, sehr gefährlich." Es gebe nur zwei Tierarten, die den Menschen als Beute anschauen würden, nämlich den Tiger und den Eisbären.


Quelle: 20 Minuten

Diese würden sich zunehmend an die Menschen gewöhnen: "Wir sehen Eisbären sicher zweimal Woche. Sie kommen, um Eier zu essen." Wenn man ins Feld gehe, müsse man auf der Hut sein. "Wir haben eine Signalpistole, aber auch ein Gewehr."

Komme ein Eisbär näher als 30 Meter, müsse man schießen: "Es gibt keine andere Möglichkeit. Für eine Betäubung bleibt zu wenig Zeit." Er habe zweimal die Signalpistole benützen, aber zum Glück noch nie scharf schießen müssen.

Bei der Begegnung mit dem Bären hätten seine Beine stark gezittert. "Ich fragte mich, ob ich mich überhaupt auf den Beinen halten kann." Sehe man einen Eisbären, begebe man sich am besten möglichst schnell ins Innere eines Hauses.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mein_Tellerrand_ist_so_nah am 01.08.2018 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Hr. Biologe: warum soll sich ein Mensch in das Gebiet eines Eisbären begeben? Um dann zu schießen? Falsche Herangehensweise.. der Mensch sollte Tieren den Raum lassen, den diese benötigen, dann werden weniger Menschen "gefährdet" und müssten sich nicht "verteidigen"

  • Touristenterror am 01.08.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Genug ist genug!

    Dieser Reederei sollte man die Lizenz entziehen und Geldstrafen in MIO.-Höhe geben. Sie haben dort nichts zu suchen und schrecken nicht einmal vor Naturschutzgebieten zurück. Ganz Europa wird von Kreuzfahrttouristen tyrannisiert! Sie treiben die Touristen wie Lemminge durch Städte, Inseln usw. und hinterlassen nur Mist! Die Medien bringen all diese Missstände zu Tage, aber die Politik schweigt!

  • MrRay am 01.08.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch

    ich denke mal wenn man in die Luft mehrfach schiesst, ist das Tier auch erschrocken und sucht das Weite.Ausserdem hatten Menschen dort nix zu suchen. Erst recht keine Touristen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Leonidas am 01.08.2018 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    Armer Petzi

    Wenn schon schießen, dann mit Betäubungsmittel, aber besser noch diese Gebiete nicht aus reiner Geschäftemacherei stören.

  • Ingrid am 01.08.2018 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Petzi

    Wenn man weiß das dort Eisbären sind, sollte man das Gebiet meiden

  • Ichlebenoch am 01.08.2018 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig unkorrekt gehandelt!!!

    Liebe Biologen, Scheinwerfer oder Ähnliches in die Augen leuchten, dann sind sie weg.

    • Statistiker am 02.08.2018 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      @ Ichlebenoch

      Mache das einmal, wenn dir ein bissiger Hund entgegen kommt. Du hast ja wohl auch immer einen starken Scheinwerfer dabei.

    • Ichlebenoch am 02.08.2018 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      Statt der Waffe

      Mitnehmen??!! Eine grelle Taschenlampe (der blendet) tut`s übrigens auch. Aber dort wo -bissiger- Eisbären sind, fahre ich sowieso nicht hin

    • Ichlebenoch am 02.08.2018 17:33 Report Diesen Beitrag melden

      PS Nur so Nebenbei

      Bekanntlich haben Schiffe eher Scheinwerfer mit als gewöhnliche Spaziergänger die auf irgendwelche Hunde treffen, also dieser Vergleich? Und ja, auch Biologen dürfen vorher ein wenig mehr überlegen;)

    einklappen einklappen
  • Statistiker am 01.08.2018 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig korrekt gehandelt

    Ich habe volles Verständnis für die Vorgehensweise des Biologen. Er hat nicht aus Jagtlust getötet, sondern im Selbstschutz und zum Schutz anderer umsichtig reagiert.

    • Kritischer Geist am 01.08.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

      @Statistiker

      Damit werden Sie sich hier keine Freunde machen, denn wenn die Interessen von Menschen mit jenen von Tieren kollidieren, hat man sich als Mensch mit den Tieren zu solidarisieren - andernfalls ist man moralisch minderwertig. So haben es uns die Anhänger der Öko-Ideologie, die gleichzeitig tiefe Menschenhasser sind, lange eingeredet und bei den meisten von uns sitzt diese Lehre nun tief. Man solidarisiert sich mit Tieren und schon ist man moralisch jenen überlegen, die eher auf der Seite der Menschen stehen. Klingt verrückt, ist aber so.

    einklappen einklappen
  • Anna am 01.08.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Sensationsgeilheit

    Es wird immer bedenklicher.... wir dringen in alle Gebiete vor, weil der Mensch einfach nicht mehr genug von Abenteuer-und Sensationslust bekommt..... und wenns gefährlich wird muss einer, in dem Fall das Tier, mit dem Leben bezahlen. Die Leute sollen mal darüber nachdenken, was bei ihnen falsch läuft und warum sie das brauchen. Respektiert doch den Lebensraum der Tiere und lasst sie in Ruhe...... das kann doch nicht so schwer sein.