Flugzeug konnte nicht starten

14. Oktober 2018 15:29; Akt: 14.10.2018 16:16 Print

Passagiere setzten sich für Vergewaltiger ein

Ein 29-Jähriger hätte nach Somalia abgeschoben werden sollen. Mehrere Flugpassagiere forderten jedoch, dass der Mann freigelassen werden soll.

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Mehrere Sicherheitskräfte eskortierten Yaqub Ahmed in einen Flieger am Londoner Flughafen Heathrow. Die Passagiere verstanden schnell, dass sich ein Mann an Bord befand, der abgeschoben werden sollte. Rasch solidarisierten sich einige Flugzeuginsassen mit dem 29-Jährigen. Sie riefen: "Man will ihn von seiner Familie trennen".

Schließlich wurden die Securitys so sehr bedrängt, dass sie sich entschlossen, das Flugzeug zu verlassen. Unter Applaus schritt Ahmed wieder aus dem Flieger.

Offenbar wussten die Personen nicht, dass es sich bei dem 29-Jährigen um einen verurteilten Vergewaltiger handelte. Im August 2007 verfolgte er mit mehreren Freunden eine 16-Jährige nach einem Club-Besuch. Mit einem Vorwand lockten sie das Mädchen in eine Wohnung, wo sie vergewaltigt wurde.

Separater Bereich für Abschiebungen

Die Nachbarn kontaktierten die Polizei, nachdem sie die 16-Jährige um Hilfe schreien hörten. Vier Männer wurden daraufhin festgenommen. Darunter auch Ahmed. Er kam für neun Jahre ins Gefängnis.

Nun forderten die Behörden die Abschiebung des 29-Jährigen, wegen der Straftat. Diese hätte in dieser Woche auch über die Bühne gehen sollen.

Nun ist die Empörung über den Abbruch der Abschiebung groß. Harry Fletcher, der sich für die Rechte von Opfern einsetzt, erklärte gegenüber "Daily Mail", dass es sich in dem Fall um eine Abschiebung handelte, die im öffentlichen Interesse war. Er spricht sich zudem dafür aus, dass Menschen, die abgeschoben werden, nicht in den Bereich mit normalen Passagieren gesetzt werden sollen.

Bereits im Juli diesen Jahres wurde eine Abschiebung auf ähnliche Art und Weise gestoppt: Eine junge Schwedin stellte ein Live-Video ins Netz. In dem Clip wehrte sie sich mehrere Minuten lang, sich hinzusetzen. Der Grund: Sie wollte, dass der Mann, der abgeschoben werden soll, zuerst freigelassen wird. Die ganze Story gibt es hier!

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • das ist nicht normal am 14.10.2018 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    kranke Welt

    Jeder Mensch weiß, daß Abschiebungen nicht grundlos stattfinden. Wie kann man sich dann blindlings mit jemandem solidarisieren ohne dessen ganze Geschichte zu kennen? Was glauben die Passagiere, wie sich jetzt das Vergewaltigungsopfer fühlt? Hoffentlich werden die alle juristisch zur Rechenschaft gezogen und müssen jeden Cent Schaden, der durch ihre Aktion entstanden ist, bezahlen. Desweiteren bin ich auch gegen Abschiebungen in Linienflügen. Hier sollte man das Militär einsetzen um den Flug entsprechend zu schützen und den Vollzug der Abschiebung zu gewährleisten.

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  • Angsthase am 14.10.2018 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abschiebungen anonym machen

    Warum werden Abzuschiebende zu den normalen Passagieren in die Flugzeuge gegeben. Ich möchte mit so einem nicht im Flieger sitzen. Warum werden geplante Abschiebungen überhaupt offiziell gemacht.

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  • fuhrinat am 14.10.2018 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich für das Opfer

    Diese sogenannten Gutmenschen schreien nur auf aber sind selbst nicht aktiv wenn wirklich Hilfe benötigt wird

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Deptslave am 16.10.2018 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strafe wem Strafe gebührt

    Was bilden sich die Passagiere eigentlich ein, eine Amtshandlung zu stören? Wer glauben Sie das sie sind?

  • Alexander am 15.10.2018 06:11 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Ich finde, die verantwortlichen Passagiere sollten die Kosten für den Abbruch der Abschiebung bezahlen.

    • 1002Himmelszelt am 15.10.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

      So sollte man handeln:

      Landen, die randalierenden Passagiere rauswerfen (ohne Kostenersatz), und mit dem Kriminellen weiterfliegen!

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  • Unbekannt am 15.10.2018 05:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kurzen Prozess

    Da sollte die Fluglinie mehr Rechte bekommen. Der was sich an einem Aufstand beteiligt muß aussteigen ohne rückvergütung des Flugtickets. Basta!!

  • Gerhard am 15.10.2018 04:16 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Da kann man sich nur an den Kopf greifen wie Menschen urteilen ohne die Vorgeschichte zu kennen, grundlos wird nur selten jemand abgeschoben.Wenn eine Gesellschaft die Gesetze unterläuft und sich mit Gesetzesbrecher solidarisiert dann wundert es mich nicht wenn die Verbrechen dieser Art zunehmen Die Sicherheitsmänner kläglich versagt.Der Mob der sich mit dem Verbrechen solidarisiert hat gehört zu Verantwortung gezogen und zwar mit harten Strafen.

    • Natalie am 16.10.2018 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht

      In den allermeisten Fällen ist der einzige Grund, dass das Herkunftsland als sicher angesehen wurde - Somalia ist es nicht.

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  • Grüne Zukunft am 14.10.2018 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wir schaffen das

    Die Flugpassagiere haben richtig gehandelt und die Menschenrechte von dem armen Mann verteidigt. Es müssen noch größere Anstrengungen unternommen werden, um diese wertvollen Menschen so schnell wie möglich zu integrieren.

    • krachwallo am 15.10.2018 10:08 Report Diesen Beitrag melden

      Grüne Zukunft?

      Mit solchen Aussagen wird es keine grüne Zukunft mehr geben!

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