Erneute Abstimmung

14. März 2019 10:09; Akt: 14.03.2019 12:41 Print

Brexit könnte um fast zwei Jahre verzögert werden

Die 3. Abstimmung in drei Tagen und jetzt kündigt die britische Regierungschefin an, noch ein weiteres Mal über ihren Deal abstimmen lassen zu wollen.

Bildstrecke im Grossformat »
Auch einen harten Brexit lehnte das britische Parlament am Mittwoch (13.3.) ab. Jetzt soll ein drittes Mal über den Austrittsdeal abgestimmt werden. Dazu muss der Termin für den geplanten Ausstieg am 29.3. zunächst verschoben werden. Der nachverhandelte Brexit-Deal ist im britischen Parlament am Dienstagabend (12.3.) spektakulär gescheitert. Schon im Jänner lehnten die Parlamentarier Theresa Mays Austrittsabkommen mit der EU ab. Die britische Premierministerin hat seit ihrer ersten Niederlage bei der EU ein weiteres Entgegenkommen erreicht. Schon damals hieß es, dass die EU-Kommission nicht nochmal verhandeln will. Das bekräftigte Jean-Claude Juncker auch am Dienstag: Eine dritte Chance werde es nicht geben. Das Brexit-Datum rückt immer näher. Es sind noch knapp über zwei Wochen bis zum 29. März. Theresa May will das Parlament schon am Mittwoch abstimmen lassen, ob es die EU ohne Abkommen verlassen will (No Deal-Szenario). Dies ist für viele - auch für die EU - eine Horrorvorstellung. Auch Österreichs Bundeskanzler hält den "No Deal"-Brexit für die schlechteste aller Lösungen. Sollten die Parlamentarier am Mittwoch auch einen "No Deal"-Brexit ablehnen, werden sie am Tag danach, am Donnerstag, erneut abstimmen. Das Thema wird sein, ob der Austrittstermin nach hinten verschoben werden soll. Diese Option wäre der allerletzte Strohhalm und würde - wie es Theresa May selbst formulierte - das Problem nicht lösen. Außerdem müsste auch die EU einer solchen Verschiebung zustimmen. Der Vize-Präsident der EU-Kommission, Jyrki Katainen fand vor der Abstimmung schon prägnante Worte: Falls die Briten mit "Nein" stimmen: "Schnallt Euch an", sagte er. Bei einem "Nein" - wie es jetzt eingetreten ist - würde die Wahrscheinlichkeit des harten Brexit (ohne Abkommen) näher rücken als jemals zuvor. Die wichtigen Brexit-Abstimmungen im britischen Parlament erklärt.

Zum Liveticker im Popup
Zum Thema
Fehler gesehen?

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schrumpfkopf am 14.03.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    politikerunfähigkeit

    da siehst, was eine Volksabstimmung in einer Demokratie wert ist, weniger als null

  • Vielfahrerin am 14.03.2019 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas aber auch....

    Wie heißt das Unwort des Jahres 2019? BREXIT!

  • Edith am 14.03.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Brexit

    Ich glaube, dass Tusk und die EU einfach Panik haben. Was würde denn passieren, wenn es GB nach dem Brexit gut gehen wird? Dann werden andere folgen. Die EU wartet einfach, bis die Roten eine neue Abstimmung über den Brexit durchführen lassen.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Bini am 14.03.2019 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Way down

    Niemand darf raus aus der Sekte. Vielleicht wir so oft abgestimmt, bis es der EU paßt. Das schimpft sich EU-Demokratie. Und die Briten müssen gedemütigt werden, damit niemnad anderer aufmuckt. Europische Solidarität, auch wenn man sich damit Wirtschafts-Chancen im großenStil verbaut. Egal, die EU hat eh Erdogan und den Gottesstaat Iran als gute Partner.

    • Heimatland am 14.03.2019 17:46 Report Diesen Beitrag melden

      @ Bini

      Das Problem sind Briten und nicht die EU. Sie wollen gehen dann bitte, aber ohne irgendwelche Extrawürstel und mit allen Konsequenzen. Selber Schuld wenn ma auf Populisten hört!

    einklappen einklappen
  • schrumpfkopf am 14.03.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    politikerunfähigkeit

    da siehst, was eine Volksabstimmung in einer Demokratie wert ist, weniger als null

  • Edith am 14.03.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Brexit

    Ich glaube, dass Tusk und die EU einfach Panik haben. Was würde denn passieren, wenn es GB nach dem Brexit gut gehen wird? Dann werden andere folgen. Die EU wartet einfach, bis die Roten eine neue Abstimmung über den Brexit durchführen lassen.

    • Heimatland am 14.03.2019 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      @ Edith

      Was erwarten Sie von der EU? Der Ball liegt bei den Briten, sie wollen nicht mehr in der EU sein, wollen aber weiterhin alle Rechte in der EU haben und ich bin schon lange für einen "No-Deal-Brexit", denn nur so kann man den Menschen klar machen, dass mit Populisten kein Staat zu machen ist. Außerdem wird bei einem "No-Deal-Brexit" Großbritanien zerbröseln, denn Schottland wird da nicht mitspielen und in Nordirland wird es gewaltig knallen.

    einklappen einklappen
  • Lola am 14.03.2019 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Guter Rat wird jetzt sehr teuer für alle

    Die Briten werden den Markt mit dieser Verzögerungstaktik verunsichern. Dieses wird nicht nur in GB 1000sende Jobs kosten sondern auch in der EU. Ich bin mir aber sicher dass GB als Wirtschaftsstandort deswegen verliert da man sich auf die Politik nicht mehr verlassen kann. Nach dem Brexit wird die Situation wohl kaum besser werden. GB steht in einer Sackgasse. Kann nicht umdrehen da sich hinter ihnen einen Kolonne gebildet hat. Vorwärts geht es nicht da man da erst die Strasse bauen muss.

  • Vielfahrerin am 14.03.2019 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas aber auch....

    Wie heißt das Unwort des Jahres 2019? BREXIT!