Zu Ehren seiner Kameraden

17. April 2019 12:16; Akt: 17.04.2019 12:16 Print

Mit letzter Kraft: Veteran kriecht über die Ziellinie

Einem ehemaligen US-Soldaten ging bei den letzten Kilometern des Boston-Marathons die Kraft aus. Er wollte es dennoch schaffen.

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So ein Marathon hat es in sich. Für die 42,2 Kilometer muss man jahrelang trainieren und selbst dann muss man nochmal über sich selbst hinauswachsen, um wirklich bis zum Schluss durchzuhalten.

Der ehemalige US-Soldat Micah Herndon, der in Afghanistan gedient hatte, hatte sich beim Boston-Marathon eine Aufgabe gesetzt: Er wollte den Lauf zu Ehren seiner toten Kameraden beenden.

Ab Kilometer 35 merkte der Veteran jedoch, dass sein Körper nicht mehr konnte. Dennoch wollte Herndon nicht aufgeben und rannte weiter. Weit ging es jedoch nicht mehr. Nach ein paar weiteren Kilometern sackte er plötzlich zusammen. Ans Aufgeben dachte er jedoch nicht. "Ich mache das alleine", rief er Mitarbeitern und Ersthelfern zu, die ihm zur Hilfe eilten.

"Mein erster, aber nicht letzter Marathon"

Aus diesem Grund setzte er den Marathon kriechend fort. Unter dem Beifall der Zuseher rief er immer wieder die drei Namen seiner Kameraden, die einen Bombenanschlag in Afghanistan nicht überlebt haben: "Ballard, Hamer, Juarez." Zwischenzeitlich musste sich Herndon sogar übergeben. Danach kroch er jedoch weiter. An seiner Seite waren zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Sanitäter und Mitarbeiter, die ihn begleiteten.

Nach einer respektablen Zeit von 3:38 Stunden, überquerte der Veteran tatsächlich die Ziellinie. Danach wurde er sofort in einen Rollstuhl gesetzt und medizinisch versorgt. Gegenüber lokalen Medien erklärte er, dass dies zwar sein erster, aber garantiert nicht sein letzter Marathon war. "Der Schmerz, den ich durchmachen musste ist nichts, im Vergleich zu jenem, die meine Kameraden durchmachen mussten". so Herndon.

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(slo)

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