Im Schweizer Muotatal

06. Februar 2019 13:00; Akt: 06.02.2019 13:03 Print

Huskys reißen aus und geraten in Blutrausch

Neun tote und zehn verletzte Schafe, eine in Stücke gerissene Katze und ein angegriffener Jack-Russell-Terrier: Das ist die Bilanz eines Raubzuges zweier Huskys im Muotatal.

Symbolfoto (Bild: iStock)

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Die Huskys konnten aus dem Zwinger eines privaten Hundehalters entkommen, weil darin hoher Schnee lag. Von dort aus starteten sie einen Raubzug im Muotatal im Schweizer Kanton Schwyz und gerieten dabei in einen wahren Blutrausch.

"Zuerst rissen die Huskys eine Katze in Stücke", berichtete "Bote der Urschweiz". Dann griffen die Hunde einen kleinen Jack-Russell-Terrier an, der später beim Tierarzt genäht werden musste.

Ein wahres Blutbad richteten die Hunde bei einer Schafherde an. Die Huskys drangen über ein 1,2 Meter hohes Gatter in einen offenen Stall ein und rissen dort fünf Schafe. Vier weitere Schafe verletzten die Hunde so schwer, dass sie getötet werden mussten. Zehn weitere Tiere wurden ebenfalls verletzt. Nur drei der total 22 Schafe blieben völlig unversehrt.

"Die Hunde sind in einen Rausch gekommen"

Der Schafhalter sagte zum "Boten": "Als ich kam, gingen die Hunde noch voll drauflos. Ich habe geschrien, dann hörten sie auf." Kantonsarzt Andreas Ewy erklärte später: "Die Hunde sind in einen Rausch gekommen."

Zuständig für den Fall ist Ewys Stellvertreter Marco Gut. Dieser sagt: "Das ist einer der massivsten Vorfälle, mit der ich während meiner Tätigkeit zu tun hatte."

Was passiert jetzt mit den Hunden?

Bis Ende der Woche wird entschieden, welche Maßnahmen getroffen werden. Laut Zeitungsbericht wurde eine Sofortmaßnahme angeordnet, damit ein solches Blutbad nicht mehr passieren kann; nähere Details dazu liegen aber noch nicht vor. Werden die Huskys gar eingeschläfert? Laut "Bote" würden sie für Menschen keine Gefahr darstellen, da sie nicht ihr Territorium verteidigt hätten, sondern dem Jagdtrieb verfallen seien.

Die Kantonspolizei bestätigte den Fall. Laut dem Polizeisprecher hatte sich das Blutbad am vergangenen Donnerstag im Dorf Muotathal zugetragen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 1002Himmelszelt am 07.02.2019 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hundehaltung miserabel!

    Huskies gehören zu einer Hunderasse, die ohnehin halb wild ist. Wenn die auch nicht durch Menschen ordentlich sozialisiert werden, sondern angebunden oder in Käfigen leben sollen, was wird dann aus ihnen? Sie bleiben halbwild. Und genauso haben sie sich ausgelebt. Solche Hundehaltung gehört verboten, und der Hundehalter ist hier haftbar.

  • Franzkatt am 07.02.2019 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wieso kann so etwas passieren , die Hundebesitzer sagen doch immer ihre Hunderl tun ja e nichts und verstehen nicht wenn der Gesetzgeber eine Beißkorb Pflicht verordnet.

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  • 1002Himmelszelt am 07.02.2019 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hundehaltung miserabel!

    Huskies gehören zu einer Hunderasse, die ohnehin halb wild ist. Wenn die auch nicht durch Menschen ordentlich sozialisiert werden, sondern angebunden oder in Käfigen leben sollen, was wird dann aus ihnen? Sie bleiben halbwild. Und genauso haben sie sich ausgelebt. Solche Hundehaltung gehört verboten, und der Hundehalter ist hier haftbar.

  • Franzkatt am 07.02.2019 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wieso kann so etwas passieren , die Hundebesitzer sagen doch immer ihre Hunderl tun ja e nichts und verstehen nicht wenn der Gesetzgeber eine Beißkorb Pflicht verordnet.