60 Tage Frist

04. Dezember 2018 19:09; Akt: 04.12.2018 19:09 Print

NATO wirft Russland Bruch von Abrüstungsvertrag vor

Die NATO-Mitgliedsstaaten haben in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel festgehalten, dass Russland gegen den INF-Abrüstungsvertrag verstoßen habe.

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wirft Russland vor, den INF-Vertrag verletzt zu haben.  (Bild: picturedesk.com)

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wirft Russland vor, den INF-Vertrag verletzt zu haben. (Bild: picturedesk.com)

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Erstmals werfen die NATO-Staaten Russland damit geschlossen einen klaren Bruch vom INF-Abrüstungsvertrag von 1987 vor. Aus ihrer Sicht habe Russland diesen durch ein neues Raketensystem verletzt.

Die USA setzen Russland als Reaktion eine Frist von 60 Tagen, um sich wieder an das Abkommen zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen zu halten. Sollte Russland nicht reagieren, sehen sich die Vereinigten Staaten nach Angaben von Außenminister Mike Pompeo ebenfalls nicht mehr an den INF-Abrüstungsvertrag gebunden.

Jenes Vorgehen gilt unter den NATO-Staaten als Kompromiss. Immerhin hatte US-Präsident Donald Trump ursprünglich schon im Oktober angekündigt, den Vertrag mit Russland aufkündigen zu wollen. "Wir werden es nicht zulassen, dass sie ein Nuklearabkommen verletzen" und sich Waffen zulegen, "während es uns nicht erlaubt ist", hieß es damals.

Langwieriger Streit

Washington beschwert sich schon seit zwei Jahren, dass Moskaus Kurzstrecken-Raketensystem "Iskander" gegen den 1987 geschlossenen Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme verstoße.

Der INF-Vertrag verpflichtet die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Abschaffung aller landgestützten, nuklear bestückbaren Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Florin am 04.12.2018 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeichen mehren sich

    Die Nato Staaten arbeiten geschlossen am 3. Weltkrieg um ihre Staatsverschuldung auf 0 zu stellen.

  • Edith am 05.12.2018 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vertrag

    Die USA will aus diesem Vertrag aussteigen damit sie aufrüsten kann. Ja und wie macht sie das? Richtig, Russland vorwerfen, dass diese angeblich Vertragsbruch begehen. Stoltenberg ist nur ein kleiner Fisch der gehorchen muss und selbst gerne zündelt.

  • Franzkatt am 05.12.2018 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wenn ein Land wie Russland, so von den NATO-Staaten bedrängt und wirtschaftlich sanktioniert wird obwohl sich Russland von den Ostblockländern zurückgezogen haben und Deutschland vereinigen hat lassen, braucht man sich nicht wundern wenn Russland aufrüstet. Die Lage wird immer gefährlicher wenn man ein Land immer mit Füßen tritt, anstatt zusammen zu arbeiten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Anne am 06.12.2018 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Tramps Hündchen.

    He Stoltie mach Männchen und jetzt die Rolle!

  • Dirk C. am 05.12.2018 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Auf zum 3

    Stoltenbergs Nase wird immer länger!

  • Edith am 05.12.2018 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vertrag

    Die USA will aus diesem Vertrag aussteigen damit sie aufrüsten kann. Ja und wie macht sie das? Richtig, Russland vorwerfen, dass diese angeblich Vertragsbruch begehen. Stoltenberg ist nur ein kleiner Fisch der gehorchen muss und selbst gerne zündelt.

  • Franzkatt am 05.12.2018 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Wenn ein Land wie Russland, so von den NATO-Staaten bedrängt und wirtschaftlich sanktioniert wird obwohl sich Russland von den Ostblockländern zurückgezogen haben und Deutschland vereinigen hat lassen, braucht man sich nicht wundern wenn Russland aufrüstet. Die Lage wird immer gefährlicher wenn man ein Land immer mit Füßen tritt, anstatt zusammen zu arbeiten.

  • Da hofer wors am 04.12.2018 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf mit diesem Russen bashing.

    Jetzt lasst doch die armen Russen einmal in ruhe. Lasst sie aufrüsten. Lasst sie doch machen was sie wollen. Ein paar Länder mehr oder weniger die sie noch besetzen.. Was Solls. Ausserdem sind ja eh immer die anderen Schuld. Lasst sie doch noch ein paar Wahlen manipulieren wenn es ihnen spass macht. Zugeben werden sie es ja sowieso erst wenn sie einmarschiert sind. Also sollte man gleich so reagieren wie damals. Öffnen wie die Grenzschranken und bereiten wir Ihnen eine schönen Empfang. Dann stimmen wir noch ab das wir für sie sind und gut ist es. Fügen wir uns einer höheren Gewalt.

    • Schoki am 05.12.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Da kann wohl einer nicht vergessen... Was besetzten angeht wo überall sind den die USA...und die Nato..???

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