E-Zigarette explodiert

08. Juli 2019 22:52; Akt: 08.07.2019 23:02 Print

"Ich habe noch nie solche Schmerzen gespürt"

Der Akku seiner E-Zigarette explodierte im Hosensack. Für Nader Harb eine qualvolle Erfahrung. Nun klagt er gegen den Hersteller.

E-Zigarette in der Hosentasche explodiert (Quelle: SAT.1 via Glomex)

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"Ich habe mich an Maschinen geschnitten, ich wurde von einem Auto überfahren, aber noch nie zuvor habe ich solche Schmerzen erlebt", sagt Nader Harb aus dem US-Bundestaat Ohio. Dem Metzger explodierte eine E-Zigarette im Hosensack. Er erlitt bei dem Vorfall laut dem Portal Mirror.co.uk Verbrennungen dritten Grades an seinem rechten Oberschenkel.

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In der E-Zigarette steckte eine Batterie der Firma LG Chem. Harb will den südkoreanischen Konzern nun verklagen, wie sein Anwalt mitteilte. Dass solche E-Tschick ein gefährliches Laster sein können, zeigen Dutzende Vorfälle in der Vergangenheit.

"Jeans sind mit meiner Haut verschmolzen"

So explodierte Anfang 2016 in Köln die Batterie einer E-Zigarette, während der Nutzer daran zog. Durch die Wucht der Detonation verlor er acht Zähne. Ein 16-jähriger Kanadier erlitt ebenfalls Anfang 2016 bei einem ähnlichen Vorfall Verbrennungen im Rachenraum, an der Zunge und im Gesicht. Zudem verlor er ebenfalls zwei Zähne. Anfang 2017 hat der Amerikaner Andrew Hall sogar sieben Zähne verloren. Die Explosion des Batterie war offenbar so heftig, dass dabei auch ein Waschbecken zertrümmert wurde.

Auch in Österreich gingen schon Akkus von E-Tschick in Flammen auf. Eine solche schmerzhafte Erfahrung musste im Oktober vergangenen Jahres auch ein junger Tiroler machen. Ohne Vorwarnung explodierte das Gerät in seiner Hosentasche. "Sie ist überhaupt nicht heiß geworden oder so etwas. Einfach in die Luft gegangen", erinnerte sich der 21-Jährige aus Telfs: "Die Jeans sind mit meiner Haut verschmolzen".

Splitter im Kopf

Mehrere Unfälle mit E-Zigaretten endeten tödlich. In Florida wurde im Mai 2018 ein 38-jähriger Mann tot in seiner Wohnung gefunden. Die Leiche wies eine Wunde an der Oberlippe und zwei kleine Splitter im Kopf auf. Wie der Autopsiebericht später zeigte, ist der Amerikaner durch die Explosion seiner E-Zigarette gestorben. Für solch "dramatische Fehlleistungen" seien entweder eine Überladung oder ein Kurzschluss der Batterie verantwortlich, sagte damals ein Experte gegenüber CNN. Erst im Februar diesen Jahres kam es in Texas ebenfalls zu einem tödlichen Unglück. Ein 24-Jähriger starb, nachdem ihm bei der Explosion eines Vaporizers die Halsschlagader durchtrennt wurde.

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(tob/rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 09.07.2019 06:40 Report Diesen Beitrag melden

    Einseitige Gschicht

    Und was hat das jetzt mit der E-Zigarette allein zu tun? Eigentlich alles das solche Akkus hat, kann explodieren. Vielleicht auch weniger dran herumexperimentieren.

  • Chris am 09.07.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ausschalten nicht vergessen

    Vielleicht war sie auch nicht ausgeschaltet und hat im Hosensack gefeuert. Die können schon extrem heiß werden.

  • ds c am 09.07.2019 04:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ezigaretten oder akkus was jz?

    akkus explodieren nicht, die entgasen. Meistens gibt es ein grund dafür, wie zb. kontakt mit andere metale (münzen?) in der hosentasche etc. Richtig umgehen mit akkus dann sollte nichts passieren!!!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Lia am 09.07.2019 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    No Name

    Alle geizig bis an die Schmerzgrenze und dann jammern! Wer Billig Ware Made China kauft und dann vielleicht auch noch Billig-Akkus nutzt, ist selbst schuld!

  • DKPR am 09.07.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Der übliche Blödsinn

    Das sind doch immer wieder die gleichen Horrorstorys! Explodieren nicht öfter als Handys, Laptops, E-Bikes und andere Akkubetriebene Gerätschaften. Das einzige - man kann sie vielleicht eine Spur leichter durch Anwendungsfehler zum Explodieren bringen also die erwähnten Geräte, aber man muss sich trotzdem recht deppad dafür anstellen.

  • Klaus am 09.07.2019 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Tjo

    Das man den Akku nicht lose in der Tasche tragen soll, neben Schlüssel oder Kleingeld, warnt jeder Hersteller vor. So Akkus kann man für viele Dinge nutzen. Nicht nur dampfen. Versteh nicht so ganz was ein unsachgemäß transportierter Akku automatisch mit dampfen zu tun haben soll.

  • Vaper am 09.07.2019 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Exlosion

    Randinformationen wären Hilfreich. War es ein ungeregelter Mod oder ein geregelter? Unterschied ist dass ein ungeregelter keinerlei Schutz vor Überspannung hat, keine automatische Abschaltung wenn zu heiß, kein Schutz vor Kurzschluss etc. einen ungeregelten schraubt man so lange zu bis die Batterie Kontakt hat und dann feuert das Gerät so lange bis man wieder zurück dreht. Solche Geräte "explodieren" gerne mal. Einen geregelten Mod hab ich noch nie entgasen gesehen.

  • Chris am 09.07.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ausschalten nicht vergessen

    Vielleicht war sie auch nicht ausgeschaltet und hat im Hosensack gefeuert. Die können schon extrem heiß werden.