Christmette

25. Dezember 2018 12:55; Akt: 25.12.2018 13:27 Print

Papst warnt vor Gier, Exzess und Konsum

Das Kirchenoberhaupt forderte zur Besinnung auf ein einfacheres Leben auf und erinnerte an jene Menschen, die auch zur Weihnachtszeit Not leiden.

Papst Franziskus küsst eine Statue des Jesuskindes am Heiligen Abend im Vatikan. (Bild: Reuters)

Papst Franziskus küsst eine Statue des Jesuskindes am Heiligen Abend im Vatikan. (Bild: Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Christmette im Petersdom hat Papst Franziskus am Montagabend sich gegen Gier, Exzesse und Konsum und für das Teilen und die Nächstenliebe ausgesprochen. Vor Zehntausenden Gläubigen erinnerte das Kirchenoberhaupt an die Paradoxie, dass zu Weihnachten "einige wenige üppig schlemmen und so viele kein Brot zum Leben haben". Er rief zu einem einfacheren Leben und zur Besinnung auf die Spiritualität auf. Das christliche Lebensmodell müsse heißen: "Nicht verschlingen und hamstern, sondern teilen und geben."

Die Mette wurde von rund 120 Fernsehsendern in 60 Länder übertragen. Den traditionellen päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" spendet der Papst am ersten Weihnachtstag. Zum Stefanitag am Mittwoch wird der Papst um 12 Uhr das Mittagsgebet auf dem Petersplatz mit zehntausenden Pilgern und Gläubigen beten.

Vielfalt als Bereicherung

In seiner Weihnachtsbotschaft am Christtag rief Papst Franziskus den Gläubigen in Erinnerung, dass Vielfalt an Ethnien, Sprachen und Kulturen keine Bedrohung, sondern ein Reichtum sei. Er betonte die Wichtigkeit der Friedensbewegung im Nahen Osten und forderte eine politische Lösung im Bürgerkriegsland Syrien. In der Ansprache erwähnt wurde auch die Situation in Afrika, wo Millionen an Flucht und Vertreibung leiden, die Lage in der Ukraine und die Gemeinschaft der verfolgten Christen rund um die Welt.

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(pic)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 25.12.2018 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Verein mit vielen schwarzen Schafen

    Zuerst muss er aber unter seinen unzähligen schwarzen Schafen die Gier, den Exzess und Konsum bekämpfen, nur dann sind solche Aussagen Glaubwürdig! Auch in Österreich leben Bischöfe im Luxus, haben eigene Chauffeure, fahren Autos der Marken Audi (Innsbrucks Manfred Scheuer, Feldkirchs Benno Elbs), BMW (Ludwig Schwarz aus Linz, Klagenfurts Alois Schwarz, Klaus Küng aus St. Pölten) und Mercedes (Egon Kapellari in Graz). Für VIPs und A-Z Promis gibt es einen eigen Pfarrer, den Faber!

    einklappen einklappen
  • SockenRambo am 25.12.2018 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gier

    Er warnt vor Gier? Mindestens 1x pro Jahr schickt mir die Kirche ein Schreiben in dem sie die aktuellen Gehaltszettel fordert, damit sie bei jeder kleinen Gehaltserhöhung neu berechnen und mitschneiden können.... Soviel zur Gier

    einklappen einklappen
  • Alois am 25.12.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Lebt auch in einer anderen Welt

    Die vielfalt der Religionen und Kultur ist keine Gefahr? Und warum hat der Papst dann Security, Leibwächter, Schweizer Garde, gepanzertes Papamobil usw.?

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Mela ich am 26.12.2018 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wer?

    An wen war dieser Spruch , genau gerichtet. An die heiligen oder der zivilbevölkerung. Denn da gehen die meinungen auseinander.

  • Babsi am 26.12.2018 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Möge der Vatikan mit armen teilen und als Vorbild voran gehen, damit auch Gläubige daran glauben, denn noch ist der Vatikan der reichste Staat und div. Kirchen haben ausreichend Besitz/Grundbesitz und eigentlich sollten genau diese Institutionen wenn Sie teilen nicht mehr so üppig gesäht sein! Es ist nicht gut vom teilen zu predigen wenn man weniger gibt um Armut im Sinne der christlichen Gemeinschaft zu reduzieren.

  • Uli am 26.12.2018 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    überall das selbe

    Wer es nicht wusste, auch die ersten Krankhäuser hat die Kirche aufgebaut nach dem die Heiler auf seltsame Weise weniger wurden. Dort haben wir auch das gleiche, Gesundheit-Heilung predigen aber Chemie und Geld bevorzugen.

  • lucifer am 26.12.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    entartet

    die kirche warnt vor gier , exzess und konsum !!! wollen sie das monopol darauf nicht hergeben ? männer in frauenkleidern mit lustigen hüten und komischen vorstellungen von der welt.

  • Konfusius am 26.12.2018 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Einkaufen ist das Solidarischte

    Seine Heiligkeit hat gut reden. Wenn man seine wirtschaftliche Strategie umsetzen würde, wären wahrscheinlich noch viel mehr Menschen auf die warmen Suppen der karitativen Einrichtungen angewiesen. Der Mammon ist also in einigen Bereichen noch immer besser als die kirchlichen Wirtschaftsmuster.