Deutschland

10. Januar 2019 16:14; Akt: 10.01.2019 16:14 Print

ICE-Lokführer hatte 2,5 Promille "intus"

Null-Promille-Grenze? Nein, danke. Die deutsche Polizei holte einen Lokführer, der runde 2,5 Promille hatte, aus einem Zug.

Der Lokführer hatte 2,49 Promille. (Bild: zVg)

Der Lokführer hatte 2,49 Promille. (Bild: zVg)

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Mit knapp 2,5 Promille ist ein betrunkener ICE-Lokführer durch Berlin und das deutsche Bundesland Brandenburg gerauscht. Erst in Sachsen-Anhalt wurde der Mann gestoppt.

Ein Schaffner hatte Bundespolizisten alarmiert, die in dem ICE saßen. Kurz darauf sei der streichfähige Lokführer aus dem Führerstand herausgeholt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Pirna.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend im ICE 993 von Hamburg nach Leipzig. Der Lokführer sei abgelöst worden, teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage mit. "Die genauen Umstände werden derzeit gründlich untersucht.“

Null-Promille Grenze


Die örtliche Polizei habe den Lokführer ins Röhrchen blasen lassen und erstaunliche 2,49 Promille gemessen, sagte ein Polizeisprecher. Die Bahn wollte sich zu diesem Punkt nicht näher äußern. Für Lokführer gilt eine Null-Promille-Grenze.

Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete, sollte der Zug eigentlich um 22.10 Uhr in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) halten - kurz hinter der Landesgrenze zu Brandenburg. Was er aber nicht wie geplant tat, weil der Lokführer volltrunken war. Der Zug sei dann mit 65-minütiger Verspätung an seinem Ziel Leipzig angekommen. Als offizieller Grund sei eine „Verzögerung im Betriebsablauf“ angegeben worden. Die Reisenden, die nach Wittenberg wollten, seien mit der S-Bahn zurückgefahren, sagte ein Bahn-Sprecher.

In der Mitteilung des Unternehmens heißt es: „Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, die sie durch die Situation in Lutherstadt Wittenberg bzw. Bitterfeld hatten. Selbstverständlich gelten auch in diesem Fall die Entschädigungsregeln der Fahrgastrechte vollumfänglich.“

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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Deutsche Sprache am 10.01.2019 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Willkür

    Die Anführungszeichen bei intus sind nicht notwendig. Etwas intus haben. Intus ist ein normal gebräuchliches Wort, wozu also die willkürlichen Anführungszeichen?

  • Sa am 10.01.2019 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja..

    Tja ein früherer Freund von mir hatte auch 2.7 Promille intus und fuhr über ein Signal. Zum Glück war es ein Güterzug am Fabrikgelände, da Personenzüge durfte er aufgrund seiner Alkoholkrankheit nicht mehr lenken. Das Ergebnis war, Disziplinarverfahren eingestellt, Berufsunfähigkeitspension mit 43 Jahren. 70% des letzten Bezugs, da Alkoholismus als Berufskrankheit gilt.

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  • Truthloader am 10.01.2019 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    nicht der Lockfuehrer ist das Problem !

    Der Lockfuehrer erleidet seine Alkoholkrankeit bei der man ihm schnellstens und dauerhaft helfen muss ! Das Problem ist das System Bahn, warum war es möglich in solch einem Zustand einen Zug mit 300 Leuten in Bewegung zu setzen, warum gab es keine Kontrolle, warum konnte und durfte sich der Zugführer nicht selbst dazu bekennen dass er unfähig ist den Zug zu führen (Wie bei Piloten "Fit / Not Fit to fly " ? Hier muss bei der DB ganz dringen etwas passieren ! Tragisch.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Knut Randauch am 13.01.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Der Pilot nach dem 5. Whiskey:

    "Jetzt ist es aber genug. Am Flugplatz steht mein Auto!"

  • Koarl am 11.01.2019 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Made in Germany

    möglicherweise war er gar nicht fett, hatte die Schrottgarnitur einen Bremsdefekt. Soll beim ICE ja vorkommen.

  • Vor am 11.01.2019 04:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildlich

    Wenigstens hat er den öffentlichen Verkehr genommen und nicht das Auto ;-)

  • Knut Randauch am 10.01.2019 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Schulkollege hat bei

    160 einen Selbstmörder geschnupft. Obwohl er völlig schuldlos war, das erste, kaum daß er von der Lok runter war: blasen! Zum Glück hatte er 0,0.

    • interessant am 11.01.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      @Knut Randauch

      ganz normales Prozedere. Hätte er nämlich ein paar Promille gehabt, wäre er Teilschuld gewesen. Die Ansage "Zum Glück" macht mich aber stutzig.. sonst hat der nicht 0,0?

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  • Haberzettel am 10.01.2019 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    In Wien

    fahren etliche Berufskraftfahrer mit oder ohne Alkohol so als wenn sie besoffen wären.

    • Knut Randauch am 10.01.2019 23:19 Report Diesen Beitrag melden

      Das machen sie, damit sie

      in den Endstationen mehr Zeit haben, eine zu rauchen.

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