Nationalratskandidatur

08. Februar 2019 17:30; Akt: 08.02.2019 17:41 Print

Porno-Politikerin über ihre Karriere: "Bereue es sehr"

Ex-Pornodarstellerin Jasmin Maeder will in der Schweiz für die rechtsextreme Pnos ins Parlament. Nun spricht sie über ihre Vergangenheit im Erotik-Business.

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Weshalb kandidiert eine Ex-Pornodarstellerin für das Schweizer Parlament?
Ich kandidiere für den Nationalrat, weil ich in der Schweiz etwas verändern will. Ob ich früher Pornodarstellerin war oder nicht, ist für mich nebensächlich.

Ihre Partei, die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos), verurteilt in ihrem Parteiprogramm Pornografie scharf. Der Schutz der Jugend vor Drogen und Pornografie ist ein Pfeiler der Pnos-Ideologie. Wie lässt sich das mit Ihrer Kandidatur vereinbaren?
Die Pnos verurteilt die Pornografie nicht. Die Pnos verurteilt den mangelnden Jugendschutz in Bezug auf die Pornografie. Auch ich bin der Meinung, dass erst Erwachsene richtig über Pornografie urteilen können. Hier sollte viel stärker Prävention betrieben werden, damit Kinder nicht an pornografische Darstellungen geraten.

"Ich war jung und mir wurde das Blaue vom Himmel versprochen."

Wieso sind Ihre Filme dann noch leicht im Netz zu finden? Sie könnten Sie doch löschen lassen.
Mir wurde damals versprochen, dass die Filme nur im asiatischen Raum verbreitet werden. Außerdem ist es sehr schwierig, diese Sequenzen wieder vom Netz zu bekommen. Leider sind die Rechte des Films nicht bei mir, das erschwert die ganze Sache sehr. Rechtliche Schritte habe ich bereits geprüft.

In wie vielen Filmen haben Sie mitgespielt? Bereuen Sie es heute ernsthaft?
Ich habe in sechs Kurzfilmen mitgespielt. Ich bereue es sehr, jedoch ist es auch Teil meiner Vergangenheit, aus der ich viel gelernt habe.

Wie sind Sie in die Pornoszene gekommen?
Ich war jung und mir wurde das Blaue vom Himmel versprochen. Ich war sehr leichtgläubig und muss jetzt für meinen Fehler geradestehen.

Auf Facebook schreiben Ihnen viele Männer gesetzten Alters, die sehr rechts stehen. Genießen Sie diese Aufmerksamkeit?
Ich bin eine junge und selbstbewusste Schweizerin. Ich sehe die Kommentare und freue mich selbstverständlich über positive Äußerungen über mein Aussehen. Jedoch weiß ich auch, dass die Leistungen zählen und nicht das Aussehen.

Noch nie hat es ein Pnos-Vertreter nach Bern geschafft. Warum kandidieren Sie, wo Sie doch nicht gewählt werden?
Die Pnos ist im Verhältnis noch eine junge Partei. Sie hat einen enormen Charakterwechsel durchlebt und ist eine Partei des modernen Nationalismus geworden. Ich stehe zu den Werten, die die Pnos vertritt, also werde ich auch für die Pnos antreten und nicht für eine andere Partei, bei der ich vielleicht mehr Chancen hätte.

Die Pnos sagt, Sie seien ein Blickfang für die Partei. Warum lassen Sie sich von einer rechtsextremen Partei vor den Karren spannen?
Ich lasse mich nicht vor den Karren spannen. Ich habe mich entschieden, bei der Pnos Verantwortung zu übernehmen, und mache dies im Vordergrund. Ich mache es aus Überzeugung.

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(20Min/daw/eke)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anita am 08.02.2019 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Jede Partei, die vom heutigen Mainstream vorlaut als rechtsextrem dargestellt wird, ist in Wahrheit gutbürgerliche Mitte. Jedenfalls ist diese Dame im Gegensatz zu den Linken Lunaschreck, Glawischnig, Mikl, Brauner, etc. wenigstens ein erfreulicher Anblick und ihren Hausverstand hat sie auch noch nicht der Linken Indoktrination geopfert.

  • Nales am 09.02.2019 01:09 Report Diesen Beitrag melden

    Berli

    Bin mir sicher dass die Dame ganz schnell in Brüssel im EU-Parlament aufgenommen wird, weil sie beherrscht sämtliche Sprachen und versteht es dem Feminismus entsprechend Rechnung zu tragen. Die Neos Vertreterin Gamon passt ja hervorragend dazu. Wie sich diese Damen des ältesten Gewerbes in unserer Zeit mit Lichtgeschwindigkeit nach oben arbeiten, das lässt die Männerwelt in der Politik ganz schön alt aussehen. Und ewig lockt das Weib.

  • Was Denn am 08.02.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Lernen

    In wie vielen Filmen haben Sie mitgespielt? Bereuen Sie es heute ernsthaft? Ich habe in sechs Kurzfilmen mitgespielt. Ich bereue es sehr, jedoch ist es auch Teil meiner Vergangenheit, aus der ich viel gelernt habe. Was haben sie daraus gelernt? :) :) :)

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Elia am 10.02.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mag

    Da fühlt ein «O» Ponos auf Russisch heißt Durchfall

  • Nales am 09.02.2019 01:09 Report Diesen Beitrag melden

    Berli

    Bin mir sicher dass die Dame ganz schnell in Brüssel im EU-Parlament aufgenommen wird, weil sie beherrscht sämtliche Sprachen und versteht es dem Feminismus entsprechend Rechnung zu tragen. Die Neos Vertreterin Gamon passt ja hervorragend dazu. Wie sich diese Damen des ältesten Gewerbes in unserer Zeit mit Lichtgeschwindigkeit nach oben arbeiten, das lässt die Männerwelt in der Politik ganz schön alt aussehen. Und ewig lockt das Weib.

  • Lukas am 08.02.2019 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Auffällig

    Der Parteiname und die Filme, in denen die Dame aufgetreten ist, haben was gemeinsames. Pnos klingt wie Pornos. Wahrscheinlich hat sie sich einfach vertan bei der Bewerbung.

  • ChrisW am 08.02.2019 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist die Gesellschaft

    Weder die PNOS noch Jasmin Maeder waren bisher in Österreich besonder wichtig bzw bekannt. Nach diesem Bericht jedoch werden sicher viele ihren Namen gleich mal in gewisse Suchmaschinen eingeben. Besser als das angesproche Löschen der Filme (was nun so gut wie nicht mehr geht) wäre also gewesen, die Vergangenheit der Dame nicht anzusprechen. Bei der heutigen Weltoffenheit und Gleichstellung der Geschlechter dürfte das ja jetzt aber auch gar kein Problem darstellen, oder ?

  • Anita am 08.02.2019 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Jede Partei, die vom heutigen Mainstream vorlaut als rechtsextrem dargestellt wird, ist in Wahrheit gutbürgerliche Mitte. Jedenfalls ist diese Dame im Gegensatz zu den Linken Lunaschreck, Glawischnig, Mikl, Brauner, etc. wenigstens ein erfreulicher Anblick und ihren Hausverstand hat sie auch noch nicht der Linken Indoktrination geopfert.