Zerreißprobe

28. Februar 2014 07:21; Akt: 09.04.2014 11:13 Print

Putin schickt Rocker auf die Krim

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim geht es derzeit rund. Am Freitagmorgen wurden zwei Flughäfen von prorussischen Milizen kurzzeitig besetzt. Außerdem beziehen die gefürchteten Rocker "Nachtwölfe", zu denen Wladimir Putin eine enge Bindung hat, auf der Krim Stellung.

 (Bild: Reuters)

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Auf der ukrainischen Halbinsel Krim geht es derzeit rund. Am Freitagmorgen wurden zwei Flughäfen von prorussischen Milizen kurzzeitig besetzt. Außerdem beziehen die gefürchteten Rocker "Nachtwölfe", zu denen Wladimir Putin eine enge Bindung hat, auf der Krim Stellung.

Eine Gruppe von etwa 50 Bewaffneten sollen am frühen Freitagmorgen den Flughafen der Stadt Simferopol auf der Krim kurzzeitig besetzt haben. Auch in Sewastopol sollen prorussische Kräfte am Rande eines Militärflughafens Stellung bezogen haben. Am Nachmittag waren die Flugplätze wieder unter der Kontrolle von Kiew.

Bewaffnete standen auch vor Terminal

Die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine schrieb, die Männer im Simferopol hätten Militäruniformen getragen. Augenzeugen erklärten, die Bewaffneten hätten dieselbe militärische Kleidung getragen wie die Männer, . Die Männer seien in Fahrzeugen ohne Kennzeichen am Flughafen vorgefahren. Die Bewaffneten stehen auch vor dem Passagier-Terminal, lassen aber Flugreisende ungehindert passieren. Einer der Männer sagte, sie würden einen normalen Flugbetrieb erlauben.

Für Aufsehen sorgt die Auffahrt mehrer Mitglieder der "Nachtwölfe", wie "bild.de" berichtete. Einige der Rocker flogen vom Moskauer Flughafen Domodeovo nach Simferopol, der Regionalhauptstadt auf der Krim. Die bärtigen Männer gelten als treue Anhänger Wladimir Putins. Sie sind nationalistisch, konservativ und äußert schwulenfeindlich.

Putin hat guten Draht zu den Rockern

Putin hatte in der Vergangenheit immer wieder Kontakt zu den Rockern, traf bereits mehrmals auf den Biker-Boss Alexander Zaldostanow, auch unter dem liebevollen Namen "Chirurg" bekannt. Im Juli 2012 ließ er den damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vier Stunden warten, weil er gerade mit den "Nachtwölfen" unterwegs war. Außerdem ist Putin ein gern gesehener Besucher ihrer Motorrad-Shows.

Lage auf der Krim spitzt sich zu

Die Konfrontation auf der Krim stellt . Russland hatte am Donnerstag mit einem massiven Militärmanöver auf die Spannungen reagiert und den Schutz für seine in der Krim-Stadt Sewastopol stationierte Schwarzmeerflotte erhöht. Die NATO warnte vor einer Eskalation. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein US-Kollege John Kerry riefen Russland von Washington aus zu einer konstruktiven Rolle bei der Stabilisierung der Ukraine auf.

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