Hundeangriff in Deutschland

16. Mai 2019 10:40; Akt: 16.05.2019 11:14 Print

Rottweiler attackierte Mutter und Söhne (1, 3)

Eine 30-jährige Frau und ihre beiden Kinder sind am Dienstagnachmittag von einem Rottweiler angegriffen und zum Teil schwer verletzt worden.

Der Rottweiler wollte nicht von der Familie ablassen. (Symbolfoto) (Bild: iStock)

Der Rottweiler wollte nicht von der Familie ablassen. (Symbolfoto) (Bild: iStock)

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Die Mutter war mir ihrem Fahrrad samt Anhänger in Meßkirch bei Konstanz (Baden-Württemberg) unterwegs. Ihr dreijähriger Sohn fuhr selbständig mit seinem Kinderfahrrad. Nachdem der Bub Hilfe benötigte, blieb die 30-Jährige stehen. Sie stellte das Fahrrad ab und kümmerte sich um den Dreijährigen, während ihr zweiter Sohn (1) neben ihr am Gehsteig stand.

"Plötzlich und ohne ein vorheriges Ereignis wurde die Familie durch einen jungen Rottweiler angegangen", schildert das Polizeipräsidium Konstanz.

Der erst fünf Monate alte Rottweiler befand sich auf einem angrenzenden Grundstück, lief dann plötzlich auf die Familie zu und attackierte sie. "Den bisherigen Erkenntnissen zu Folge hat er die Umfriedung überwunden, bevor er zunächst das einjährige Kleinkind an der Kleidung packte", so die Polizei.

Bisswunden und Prellungen

Die Mutter griff sofort ein und nahm den Einjährigen auf den Arm. Daraufhin ging der Rottweiler auf die Frau los und "verbiss sich massiv im Oberarm der Frau." Irgendwie gelang es der 30-Jährigen schließlich, ihre beiden Söhne in den Fahrradanhänger zu setzen und schnell zu flüchten.

Der Hund verfolgte die Familie weiter, bis diese sich auf einen im Hof abgestellten Traktor retten konnte. Zeugen wurden auf den Vorfall aufmerksam und schritten ein. Der Hund ließ von der Familie ab und die Passanten alarmierten die Rettung.

Der Notarzt versorgte die Verletzten zunächst vor Ort, bevor sie zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden. Die 30-Jährige musste stationär aufgenommen werden. Der Einjährige erlitt Verletzungen am Kopf und im Gesicht, sein Bruder Prellungen und Hämatome. Die Kinder konnten nach ambulanter Behandlung entlassen werden.

Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft und die Polizeihundeführerstaffel ermitteln gegen den Hundehalter wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung. "Der Besitzer und dessen Lebensgefährtin waren während des Vorfalls nicht zu Hause. Die Aufsicht über den Hund hatte eine Familienangehörige, die von dem Vorfall nichts mitbekommen hatte", so die Polizei.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michael am 16.05.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr für Kleinkinder

    Manche Hunde sind gerade für Kleinkinder eine große Gefahr. Die Besitzer des Hundes waren nicht zu Hause, die Aufsichtsperson bekam nichts mit... Einfach verantwortungslos. Man liest ständig über derartige Attacken. Mich würde interessieren, welche Strafen verhängt werden. Sind diese in Deutschland ähnlich wie in Österreich. Die Strafen dürften nicht abschreckend genug sein, also bitter erhöhen. Es sollte auch laufende Kontrollen geben, wie Hunde verwahrt werden, ob sie in der Öffentlichkeit angeleint sind...

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  • Lisbeth am 16.05.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Mutter kämpft um das Leben ihrer Kinder

    Geistesgegenwärtig gehandelt, die Frau. Hat meine volle Bewunderung. Die Kinder sind mit Sicherheit schwer traumatisiert und werden lange Zeit oder lebenslang Angst vor Hunden haben. Dank dem Mut und dem klugen Handeln der Mutter haben sie den Angriff überlebt. Hoffentlich verheilen die schweren Verletzungen der Frau ohne Spätfolgen. Zum Thema Rottweiler und ihre Liebhaber/ Besitzer äußere ich mich hier nicht. Die Vorfälle sprechen ohnehin für sich, da erübrigt sich jede Diskussion.

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  • jkw am 16.05.2019 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da stimmt was nicht

    die Geschichte hört sich sehr dubios an. ein 5 Monate alter Welpe??

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michael am 16.05.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr für Kleinkinder

    Manche Hunde sind gerade für Kleinkinder eine große Gefahr. Die Besitzer des Hundes waren nicht zu Hause, die Aufsichtsperson bekam nichts mit... Einfach verantwortungslos. Man liest ständig über derartige Attacken. Mich würde interessieren, welche Strafen verhängt werden. Sind diese in Deutschland ähnlich wie in Österreich. Die Strafen dürften nicht abschreckend genug sein, also bitter erhöhen. Es sollte auch laufende Kontrollen geben, wie Hunde verwahrt werden, ob sie in der Öffentlichkeit angeleint sind...

    • Sandy am 16.05.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michael

      In Deutschland sind Listenhunde wie Rottweiler eigentlich verboten. Soweit ich weiss, kann von der Tierhilfe ein Rottweiler nicht nach Deutschland vermittelt werden. Vielleicht hängt das auch mit den einzelnen Bundesländer zusammen. Auf jeden Fall wurde dieser Junghund verbotenerweise auf Scharf trainiert, denn ein achtsamer Hundetrainer bzw Hundebesitzer verwahrt seinen Hund so, dass er nicht ausbrechen kann.

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  • unglaublich am 16.05.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    aus dem nichts?

    jetzt gehts schon auf die welpen los? furchtbar diese schauermärchen von wegen aus dem nichts der angriff. zeit wirds das hunde reden lernen.

    • S.Oliver am 17.05.2019 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @unglaublich

      Ist alles völlig irrelevant! Der Hund ist frei rum gelaufen, hat zugebissen und die Hintergründe müssen kein Opfer interessieren. Solche Berichte sind auch keine Hetzerei gegen Hunde, sondern weisen nur auf ein Problem hin das viele Unbelehrbare gerne unter den Tisch kehren würden. Ohne Regeln wird sich nie was ändern. Aber Regeln akzeptieren Unbelehrbare ja leider auch nicht. Sieht man im Moment bei den Hetzern gegen das neue Gesetz, bezüglich Listenhunde. Viel Gerede aber keine Veränderungsvorschläge zu einer Behebung des Problems immer wieder kehrender Hundeattacken.

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  • Gerhard am 16.05.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Rottweiler

    Warum wird nie geschrieben, wenn ein Schäfer oder Dackel Menschen beißt und dies vermutlich häufiger als ein Rottweiler. So kann man auch Stimmung gegen Rottweilerbesitzer machen.

    • zachaeus am 16.05.2019 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      Statistik

      teilt uns genau das mit! Außerdem kann ein 5 Monate alter Rotti keine der beschriebenen Verletzungen verursachen. Ich vermute da schon eher die Ungestümheit der Mutter (facebook-status mitteilungsbedürftige Menschin?). OMG?

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  • jkw am 16.05.2019 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da stimmt was nicht

    die Geschichte hört sich sehr dubios an. ein 5 Monate alter Welpe??

    • S.Oliver am 17.05.2019 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jkw

      Völlig egal wie alt der Rottweiler ist. Jung muß er sein,sonst wäre alles viel schlimmer ausgegangen. Es ist wieder eine unnötige Attacke mit traumatischen Folgen, vor allem für die Kinder. Da müsste viel härter bestraft werden. Aber bei uns ist sowas leider ein Kavaliersdelikt. Das sind keine Unfälle, sondern ist grobe Fahrlässigkeit, die zumindest mit so hohen Geldstrafen belegt werden sollte, dass sich die Leute überlegen ob sie sich gewisse Hunde anschaffen/halten wollen. Die die es dann dennoch tun, sind auch gute Halter, weil sie wahrscheinlich nie Strafe werden bezahlen müssen.

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  • Lisbeth am 16.05.2019 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Mutter kämpft um das Leben ihrer Kinder

    Geistesgegenwärtig gehandelt, die Frau. Hat meine volle Bewunderung. Die Kinder sind mit Sicherheit schwer traumatisiert und werden lange Zeit oder lebenslang Angst vor Hunden haben. Dank dem Mut und dem klugen Handeln der Mutter haben sie den Angriff überlebt. Hoffentlich verheilen die schweren Verletzungen der Frau ohne Spätfolgen. Zum Thema Rottweiler und ihre Liebhaber/ Besitzer äußere ich mich hier nicht. Die Vorfälle sprechen ohnehin für sich, da erübrigt sich jede Diskussion.

    • Suse am 16.05.2019 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lisbeth

      Diese Geschichte ist mehr als fragwürdig. Erstens sind Rottweiler in Deutschland verboten, zweitens hat ein 5 Monate alter Junghund noch kein ausgereiftes Gebiss um so starke Bisswunden zu verursachen, drittens wurde dieser Hund sowieso nicht gut verwahrt. Wir haben einen Setter und einen Chiwawa, und wir wissen immer, wo unsere Hunde sind, egal im Garten oder im Haus. Und wenn diese Hundebesitzer ihren Hund nur im Garten herumstreunen lassen, darf man sich nicht wundern, wenn so etwas Furchtbares passiert. Und da kann ich den Bürgermeister bzw örtliche Polizei in die Pflicht nehmen. Jeder Hund muss gemeldet sein und somit hat eine Gemeinde den Auftrag zu schauen, ob Hunde in entsprechender Umgebung leben

    • Alex am 17.05.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

      Naja

      Naja ein 5 Monate alter Rotti Rüde hat auch seine 30kg und die Milchzähne sind halt auch sehr spitz. Kann schon sein das das eine erschreckende Erfahrung war für jemanden der auch noch mit zwei Kleinkindern unterwegs ist.

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