Pannen-Kapitän

27. Februar 2014 10:13; Akt: 27.02.2014 15:30 Print

Schettino erstmals wieder auf Costa Concordia

Als Kapitän des im Jänner 2012 vor der italienischen Insel Giglio verunglückten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" spielte Francesco Schettino eine tragische Rolle und war dadurch monatelang in den Schlagzeilen. Am Donnerstag kehrte er im Zuge des Prozesses erstmals gegen ihn auf das Wrack zurück.

 (Bild: AP)

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Als Kapitän des im Jänner 2012 vor der italienischen Insel Giglio verunglückten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" spielte Francesco Schettino eine tragische Rolle und war dadurch monatelang in den Schlagzeilen. Am Donnerstag kehrte er im Zuge des Prozesses erstmals gegen ihn auf das Wrack zurück.

Die Verteidigung wollte Schettino eine Rückkehr zu seinem havarierten Schiff, dass er in der Unglücksnacht in einem Rettungsbot verlassen hatte, nicht ersparen. Auf deren Antrag nahm der Kapitän, der bereits die Nacht in einer Wohnung auf der Insel verbracht hatte, mit Experten an einem Besuch auf der Insel und dem Wrack teil.

Ergebnis der Visite soll ein Bericht für Verhandlung sein. Schettino muss sich in der toskanischen Stadt Grosseto seit Juli unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

"Die Gefühle, die ich empfunden habe, als ich das Wrack gesehen habe, kann man mit Worten nicht beschreiben. Ich habe an die letzten zwei Jahre und an die vielen Lügen gedacht, die über die Unglücksnacht gesagt wurden", betonte Schettino im Gespräch mit der Tageszeitung "La Nazione".

Schettino sträubte sich gegen Besuch

Nach dem verheerenden Schiffsunfall, der 32 Menschenleben gefordert hat, wollte Schettino ursprünglich nicht an dem Besuch des Wracks teilnehmen. Doch sein Rechtsanwalt Domenico Pepe ließ nicht locker: "Ich habe ihn davon überzeugt. Es ist wichtig, um Klarheit über die Hintergründe der Havarie zu gewinnen."

Der Bürgermeister der Insel Giglio, Sergio Ortelli, versicherte indes, dass das Wrack der Costa Concordia planmäßig Ende Juni weggeschleppt werden soll. Noch unklar ist, wo das havarierte Schiff zerlegt wird.

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