Berufung angekündigt

14. Mai 2019 13:16; Akt: 15.05.2019 11:47 Print

Seenotretter zu 10.000-Euro-Geldstrafe verurteilt

Claus-Peter Reisch, der Kapitän der "Lifeline", wurde von einem Gericht in Malta zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Schiff sei nicht korrekt registriert gewesen.

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Claus-Peter Reisch war Kapitän des Flüchtlingsrettungsschiffes "Lifeline", das im Juni 2018 mehr als 230 Menschen das Leben rettete. Weil das Boot laut Ansicht des maltesischen Gerichts nicht ordnungsgemäß registriert war, wurde Reisch nun zu einer Geldstrafe in der Höhe von 10.000 Euro verurteilt.

Berufung wurde angekündigt

Das Geld müsse an lokale Hilfsorganisationen gehen, so das Urteil. Wie die "Mission Lifeline" via Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gab, wird man in Berufung gehen. Das vorliegende Urteil hätte vorgelegte Beweise ignoriert, so die Hilfsorganisation.

Bereits vor der Urteilsverkündung machte Kapitän Reisch klar, dass er "erhobenen Hauptes" das Urteil empfangen werde.

Nachdem das Schiff Menschen in Seenot gerettet hatte, wurde es tagelang auf hoher See blockiert. Letzten Endes durfte es in Malta anlegen, weil sich mehrere EU-Staaten dazu bereit erklärten, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Laut Gerichtsurteil handelt es sich bei der Rettung von Menschen nicht um eine Geschäftstätigkeit, sondern um einen humanitären Akt. Weil die Hilfsorganisation in Berufung gehen wird, gilt die "Lifeline" weiterhin als beschlagnahmt.

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(mr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paladin am 14.05.2019 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Das Geld muss an ECHTE Hilfsorganisationen gehen - entmachtet die Schlepper

  • Wm am 15.05.2019 00:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Sagt das Seenotrettungsgesetz nicht aus das Schiffbrüchige in den nächsten sicheren Hafen müssen? Für mich sind das Schlepper, ist doch meist Tunesien das nähere sichere Land. Hab noch keine Reisewarnung gehört, und Europäer machen das Urlaub

  • Fritz Trözter am 14.05.2019 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berufung ist eine gute Idee

    Durch die Berufung bleibt das Schiff weiter im Hafen. Gut so. Schönes Eigentor.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Censorship am 15.05.2019 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt nur eine Lösung...

    Jeden der NGO Mitglieder, welche sich aktiv beteiligen, als das anklagen und verurteilen, was sie sind, Menschenschmuggler....

  • Wm am 15.05.2019 00:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Sagt das Seenotrettungsgesetz nicht aus das Schiffbrüchige in den nächsten sicheren Hafen müssen? Für mich sind das Schlepper, ist doch meist Tunesien das nähere sichere Land. Hab noch keine Reisewarnung gehört, und Europäer machen das Urlaub

  • adam am 14.05.2019 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur

    vermutlich ein Schnäppchen im Vergleich zu dem, was so ein Schlepper Trip einbringt, aber möglicherweise gehören die zu denen die nicht mal mitbekommen was da für ein Deal abgeht.

  • Paladin am 14.05.2019 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Das Geld muss an ECHTE Hilfsorganisationen gehen - entmachtet die Schlepper

  • Desert Eagle am 14.05.2019 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Rettung aus Seenot muß

    selbstverständlich sein. Aber die Geretteten müssen im nächsten Hafen abgesetzt werden. Es darf nicht ein Persilschein nach Europa werden.