Toter LKW-Fahrer

30. Dezember 2016 15:53; Akt: 06.01.2017 03:42 Print

Terror-Opfer von Berlin: Rührender Abschied von Lukasz Urban

Hunderte Trauergäste und auch der Staatspräsident Andrzej Duda erwiesen dem polnischen Lkw-Fahrer, der das erste Opfer von Anis Amri wurde, in Stettin (Polen) die letzte Ehre. Landesweit blieben zu Beginn der Messe Lastwagen stehen und hupten in Gedenken an Lukasz Uraban. Der durch sein beherztes Eingreifen noch mehr Tote in Berlin verhinderte.

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Hunderte Trauergäste und auch der Staatspräsident Andrzej Duda erwiesen dem polnischen Lkw-Fahrer, der wurde, in Stettin (Polen) die letzte Ehre. Landesweit blieben zu Beginn der Messe Lastwagen stehen und hupten in Gedenken an Lukasz Urban, der durch sein beherztes Eingreifen noch mehr Tote in Berlin verhinderte. 


In seinem Heimatort Anie nahe Stettin wurde Freitagmittag Lukasz Urban in einem weißen Sarg zu Grabe getragen. Neben seiner Familie, Freunden und Kollegen nahm auch die polnische Staatsspitze, allen voran Präsident Andrezej Duda und die Leiterin der Kanzlei der Regierungschefin Beata Szydlo, Beata Kempa, Abschied. 

Die Frau von Lukasz legte in Gedanken an ihrem Mann noch eine weiße Rose auf seinen weißen Sarg. Hunderte Menschen wollten an der Trauerfeier teilnehmen, doch nicht alle fanden einen Platz in der kleinen Ortskirche. 

 


Ein Held

Für die Polen ist Lukasz ein Held. Als Anis Amri seinen Lkw in Berlin kaperte, wehrte sich der 37-Jährige heftigst. Erste Spuren wiesen darauf hin, dass es einen Kampf zwischen dem Lkw-Fahrer und Amri gab. Eine Obduktion zeigte dann aber, dass der Pole bereits früher erschossen wurde. Die Bremsautomatik des Lasters brachte das Fahrzeug, dann nach etwa 80 Metern zu stehen. Trotz dieser neuen Erkenntnisse bleibt Lukasz für seine Landsleute ein Held. 

Hup-Salut von Lkw-Fahrer-Kollegen

Im Gedenken an den Lkw-Fahrer gaben ihm hunderte polnische Kollegen einen Hup-Salut zum Abschied. 


Bundesverdienstkreuz für Lukasz?

Bereist 40.000 Menschen unterschrieben im Internet eine Petition, um ihm wegen seines "heldenhaften Handelns" posthum das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. 

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