Touristen-Magnet

12. Juli 2018 14:01; Akt: 12.07.2018 14:01 Print

Thailand will Höhle zu Attraktion machen

Noch 50 Helfer sind an der Höhle im Einsatz. Ein Museum soll künftig womöglich Touristen anlocken.

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Die Kommandozentrale der Rettungsteams an der Höhle soll "ein weiteres Highlight in Thailand werden", so Einsatzleiter Narongsak Osottanakorn. "Touristen werden zu Besuch kommen."

Es solle ein Museum eingerichtet werden, das die Kleidung und die Ausrüstung der Retter zeige, sagte Osottanakorn am Donnerstag. Das Museum dürfte den Helden-Kult befördern, der sich in Thailand um die Retter entwickelt. Auch ein Kinofilm ist in Planung.

Am Donnerstag waren noch rund 50 Helfer an der Tham-Luang-Höhle im Einsatz, wie ein Sprecher der Nationalparkverwaltung sagte. Sie bereiteten den Abtransport der Wasserpumpen und anderer Gerätschaften vor.

Der Einsatz bei der Höhle verlangte den Rettern alles ab. Tagelang verbrachten sie vor Ort, um die Fußballmannschaft heil aus ihrem Gefängnis zu bringen. Jetzt kursieren im Netz Bilder, die zeigen, wie erschöpft die Männer waren. "So machen echte Helden Pause", schreibt ein Twitter-User zu den Fotos, auf denen die schlafenden Helfer zu sehen sind.

Chronologie der Rettung

23. Juni: Zwölf Buben (11 bis 16) eines thailändischen Fussballteams steigen mit ihrem Trainer (25) in die Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands. Eine plötzliche Sturzflut schneidet ihnen den Rückweg ab. Der Sauerstoff geht zur Neige, der Wasserpegel steigt gefährlich.

2. Juli: Rettungstaucher entdecken die vermisste Gruppe nach neun Tagen. Sie hatte sich vor dem ansteigenden Wasser mehrere Kilometer tief in die Höhle zurückgezogen. Seither werden sie mit Lebensmitteln und medizinisch versorgt.

6. Juli: Ein ehemaliger Taucher der thailändischen Marine kommt bei einem Rettungseinsatz in der Höhle ums Leben.

8. Juli: Ein internationales Team von Spezialtauchern holt die ersten vier Buben ans Tageslicht. Die Rettung ist extrem schwierig: Die Taucher müssen mit den Kindern durch teils sehr enge Gänge, vorbei an scharfkantigen Felsen und durch geflutete Passagen.

9. Juli: Vier weitere Kinder kommen frei.

10. Juli: Die Rettung ist geglückt! Alle zwölf Buben und ihr Trainer haben die Höhle verlassen.

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(red)

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