Keine Behandlung

25. Juni 2019 21:56; Akt: 25.06.2019 22:00 Print

Tochter (18) stirbt an Krebs – Eltern verurteilt

Die Eltern einer verstorbenen 18-Jährigen sind zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie ließen die Krebserkrankung ihrer Tochter nicht medizinisch behandeln.

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2015 starb die 18-jährige Eleonora in Padua an akuter lymphatischer Leukämie. Nun wurden ihre Eltern wegen der Tötung ihrer Tochter zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, wie "El Mundo" berichtet.

Dies, weil sie Eleonora nicht medizinisch behandeln ließen, sondern auf alternative Therapiemethoden zurückgriffen.

Bei ihrer Diagnose war Eleonora 17 Jahre alt. Die Ärzte prognostizierten der Italienerin damals ausgezeichnete Heilungschancen, falls sie frühzeitig mit der Chemotherapie beginne. Die Eltern und das Mädchen entschieden sich allerdings dagegen und suchten die Hilfe des "Krebsheilers" Ryke Geerd Hamer auf. Ihm war die Zulassung als Arzt bereits im Jahr 1986 entzogen worden.

Von Eltern beeinflusst

Neun Monate nach der Diagnose – am 29. August 2015 – verstarb Eleonora nur zwei Wochen nach ihrem 18. Geburtstag. Im Nachhinein wurden Ärzte, Freunde und Familie eingehend von den Behörden befragt. Schließlich kamen sie zum Schluss, dass die Eltern ihre Tochter bei ihrer Entscheidung, medizinische Hilfe abzulehnen, stark beeinflusst hatten. Deshalb kam es zur Verurteilung.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Melissa am 26.06.2019 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Chance auf Heilung

    Eltern müssen verurteilt werden. Solche Entscheidungen müssen letztendlich von der medizinischen Seite getroffen werden und welche guten Heilungschancen bestehen. Alles andere ist unverantwortlich und fahrlässig.

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  • Iris Fischer am 26.06.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Recht auf Heilmethodenwahl!

    Die Eltern haben ihr Kind ja medizinisch behandeln lassen, nur eben eine andere Heilmethode gewählt. Sie dafür zu verurteilen ist falsch, da sie ja von ihrem Weg überzeugt waren und ihrem Kind nicht schaden wollten. Könnte man nicht auch bei jedem Todesfall eines chemotherapierten Krebspatienten sagen: "Hätten sie naturheilkundlich behandelt, wäre das Kind nicht gestorben." Gute Chancen bei der Chemo sind auch keine 100% Garantie. Ich kenne persönlich auch Fälle, bei denen alternative Heilmethoden, auch die Hamers, bei Krebs geholfen haben.

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  • Sic! am 26.06.2019 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Info holen

    Dann schauen sie sich einmal genau die Überlebenschanchen mit einer ALL an, einmal mit der Chemo ,dann ohne. Immer noch ablehnend?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sic! am 26.06.2019 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Info holen

    Dann schauen sie sich einmal genau die Überlebenschanchen mit einer ALL an, einmal mit der Chemo ,dann ohne. Immer noch ablehnend?

  • Iris Fischer am 26.06.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Recht auf Heilmethodenwahl!

    Die Eltern haben ihr Kind ja medizinisch behandeln lassen, nur eben eine andere Heilmethode gewählt. Sie dafür zu verurteilen ist falsch, da sie ja von ihrem Weg überzeugt waren und ihrem Kind nicht schaden wollten. Könnte man nicht auch bei jedem Todesfall eines chemotherapierten Krebspatienten sagen: "Hätten sie naturheilkundlich behandelt, wäre das Kind nicht gestorben." Gute Chancen bei der Chemo sind auch keine 100% Garantie. Ich kenne persönlich auch Fälle, bei denen alternative Heilmethoden, auch die Hamers, bei Krebs geholfen haben.

    • Martha am 28.06.2019 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      Unfug.

      Werde hier im Forum andauernd zensiert. Verstehe nicht ganz, warum. Schreibe nur die Fakten zu diesem Hamer. Hamers Methoden sind zu 100% wirkungslos. Das ist ein Faktum. Die Hamerianer wissen leider auch nicht, wie man Krebs diagnostiziert. Da geht also ein Mensch zum NGM-Therapeuten mit einem leichten Husten. Der NGM-Therapeut sagt Lungenkrebs. Zwei Wochen später ist der Husten weg. Lungenkrebs geheilt. Es gibt keinen einzigen Fall, in dem eine echte Krebserkrankung (Diagnose zumindest schulmedizinisch bestätigt) allein durch Hamers Methoden geheilt worden wäre.

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  • Melissa am 26.06.2019 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Chance auf Heilung

    Eltern müssen verurteilt werden. Solche Entscheidungen müssen letztendlich von der medizinischen Seite getroffen werden und welche guten Heilungschancen bestehen. Alles andere ist unverantwortlich und fahrlässig.

    • kritisch am 26.06.2019 08:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Melissa

      gute Heilungschancen? wenn 8 von 10 nicht geheilt werden? Wenn sich sogar Ärzte widersprechen? Letztendlich ist es das Kind der Eltern. Diese Entmündigung in jeder Sache ist Wahnsinn. Dann lieber gleich komplett entmündigen, aber das traut sich ja keiner (weil er ahnt, was dann auf ihn zukommt)

    • Sic! am 26.06.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

      Frage

      Wo steht (bitte seriöse Quellen!) dass 8 von 10 nicht geheilt werden?

    • Censorship am 27.06.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      @kritisch...

      Bei jungen Menschen liegt die Heilungschance bei über 90%! Ich hatte auch einen Fall in der Familie, ist gut und gerne 25 Jahre her.. Man ist am Leben, gesund und fröhlich....

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  • N. am 26.06.2019 06:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nur gift

    Ich würde Chemotherapie auch ablehnen.

  • Kraxler am 25.06.2019 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RESPEKT !

    Mit Behandlung hätte sie 6 Monate länger, aber ohne Haare und dafür mit vielen Nebenwirkungen überlebt! Gratuliere den Eltern und dem tapferen Mädchen für ihre Entscheidung! Kritische und reflektierte Entscheidung. Liebe über den Tod hinaus! RESPEKT!

    • kritisch am 26.06.2019 08:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Kraxler

      aber was... Sie meinen doch nicht etwa, dass durch eine Chemotherapie, der Körper und das Immunsystem komplett zerstört werden? Oder etwa, dass jeder von 10 Chemopatienten nur 2 wirklich was davon haben (außer Schmerzen, Haarausfall, das Risiko an einem Schnupfen zu sterben etc...)

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