Traktorunfall im Allgäu

14. Juli 2019 12:16; Akt: 15.07.2019 07:30 Print

Familien feierten, als Bub Kinder zu Tode fuhr

Nach dem tragischen Traktorunfall im Allgäu, bei dem zwei Kinder (13, 10) aus Österreich getötet wurden, kommen nun weitere Details ans Licht.

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Wie "Heute.at" berichtete, starben am Samstag zwei Kinder aus Vorarlberg in Balderschwang nahe der Grenze zu Österreich bei einem Traktorunfall.

<<< Zwei Kinder aus Österreich tot nach Traktorunfall >>>

Für einen 10-jährigen Buben und ein 13-jähriges Mädchen kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Kinder wurden von einer Zugmaschine, gelenkt von einem 13-Jährigen, überrollt und getötet.

Der genaue Unfallhergang ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Ein Gutachter wurde bereits mit der Untersuchung der Ursache beauftragt.

13-Jähriger fuhr auf Privatgrundstück

Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, dringen immer mehr Details ans Licht. Wie "Heute" erfuhr, sollen mehrere Familien auf einer Hütte gefeiert haben, als das Unglück passierte. Die Hütte gehört einem Vater der Kinder.


Video: Der Todes-Traktor wird noch in der Nacht von den Ermittlern untersucht


Quelle: News5

Zudem bestätigte die Polizei auf Anfrage von "Heute.at", dass der Traktorunfall auf einem Privatgrundstück passierte. Der 13-jährige Lenker "durfte" dort also mit dem Traktor fahren, obwohl er keinen Führerschein besitzt.

Offiziell ist es in Deutschland sowie in Österreich aber erst im Alter von 16 Jahren erlaubt, mit entsprechender Lenkberechtigung einen Traktor zu fahren.

Kinder saßen in Schaufel

Der Unfall ereignete sich kurz vor 21.00 Uhr auf einem Waldweg im Bereich der Lenzenalp in Balderschwang. Drei Kinder saßen in einer Ladeschaufel.

Aus bisher ungeklärter Ursache, vermutlich aufgrund einer Bodenunebenheit, wurden der 10-jährige Bub und das 13-jährige Mädchen während der Fahrt aus der Schaufel geschleudert und überrollt.

Die beiden Kinder erlagen noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Ein drittes Kind, eine 12-Jährige, wurde leicht verletzt, ist aber schwer traumatisiert. Der 13-jährige Lenker steht ebenfalls unter Schock.

Eltern informiert

Die Eltern der Kinder wurden bereits über den Traktorunfall informiert. Noch ist unklar, wem die Zugmaschine gehörte. "Die polizeilichen Ermittlungen brauchen ihre Zeit", so Polizeisprecher Christian Eckel zur "APA".

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(wil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zisch09 am 14.07.2019 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    schrecklich

    Es ist furchtbar für alle Beteiligen. Mein Beilein an die Hinterbliebenen.

  • soundmaster57 am 14.07.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    hr

    Grauenvoll.. das schrecklichste seine Kinder zu verlieren.. Kinder sind mehr wert als alles Gold der welt.. viel kraft den hinterbliebenen

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  • Gast am 14.07.2019 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch :-(

    Wundert mich nicht. Am Land ist es fast schon normal, dass Kinder einen Traktor fahren dürfen - von den Eltern/Verwandten aus...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Oma am 15.07.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Unfall

    Wo waren die Eltern. Wo bleibt bei solchen Eltern das Jugendamt. Da gehören die Eltern bestraft .

  • Anna am 15.07.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig und nicht erklärlich

    Mein aufrichtiges Beileid an alle Beteiligten. Egal ob Privatweg oder nicht... Egal ob der Junge das s Hon oft gemacht hat... Ohne Führerschein kein fahren! Schön gar nicht als Kind! Abgesehen davon haben in der Schaufel vorne keine Kinder bzw. Menschen was verloren und ich finde es von den Eltern auch nicht Richtig, dass diese das erlaubt haben. Es ist sehr traurig, wäre aber verhinderbar gewesen. Noch mal mein Beileid an alle.

  • Rebecca am 15.07.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Menschlichkeit?

    Es sterben auf unfassbar tragische Weise 2 Kinder die das ganze Leben noch vor sich hatten. Nun wird im Nachhinein mit dem Finger auf den 13 Jahre alten Lenker, die Eltern des Fahrers, die Eltern der Kinder und auch auf den Bürgermeister gezeigt. Für jede einzelne der betroffenen Familien ist dieser Unfall tragisch genug, egal ob für die Familien deren Kinder ums Leben gekommen sind, oder auch die Familie deren Kind den Traktor gelenkt hat. Anstatt trauernde und unter Schock stehende Menschen zu beleidigen und einen Schuldigen zu suchen, erwarte ich mir mehr Menschlichkeit und Einfühlsamkeit.

    • Tom Wit am 15.07.2019 18:53 Report Diesen Beitrag melden

      Endlich daraus lernen

      Man möge endlich daraus lernen, das ist auch Menschlichkeit! Unzählige leicht vermeidbare Verletzte und leider Tote in der Landwirtschaft . Und nachher ist man gscheit?! Seit mehr als 15 Jahren ist dies Lehrinhalt bei vielen Kursen und allseits bekannt!

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  • Michi am 14.07.2019 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bürgermeister redet so einen

    absoluten Schwachsinn. Es war eine Frage der Zeit, bis was passiert. Dass der Bub das schon 100x gemacht hat, ist kein Argument. Jetzt ist's passiert.

  • Sue am 14.07.2019 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ok

    Bauernkinder dürfen mit den Traktor fahren um bei der Ernte oder bei der Arbeit am Bauerhof mitzuhelfen unter Aufsicht der Eltern. Ein Traktor ist kein Spiemzeug und so leid es mir für Familien tut, hier wurde die Aufsicht aufs Gröbste vernachlässigt. Nächste Mal nimmt ein Kind eines Jägers auch das Jagdgewehr und spielt damit, weils der Privatgrund ist und der Vater Jägermeister bzw Waldbeamter von Beruf ist

    • F.A. am 14.07.2019 22:08 Report Diesen Beitrag melden

      nachher is ma gscheit!

      Liebe Sue .... gebe dir 100% Recht .... Kinder haben auf Nutzfahrzeuge nichts zu suchen. Im letzten Jahr hat es schon unzählige tödliche Unfälle von erfahrenen Erwachsenen mit Traktoren gegeben ..... das Ganze war verantwortungslos!

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