Harte Attacken

14. Januar 2018 15:17; Akt: 14.01.2018 18:55 Print

Türken-Minister attackiert und bedroht Österreich

Wirbel um eine Aussage des türkischen Europaministers Ömer Çelik zur Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen gegenüber dem "profil".

Sebastian Kurz und Ömer Celik (Archiv) (Bild: picturedesk.com/APA)

Sebastian Kurz und Ömer Celik (Archiv) (Bild: picturedesk.com/APA)

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"Die FPÖ, die sich als Opposition zur Türkei, als feindlich gegenüber dem Islam, antisemitisch sowie konträr gegenüber Migranten und xenophob positioniert, ist an die Macht gekommen", so Çelik.

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Und der Minister weiter: "Das Fehlen von Maßnahmen, wie sie europäische Politiker vor 17 Jahren gegen die FPÖ von Jörg Haider getroffen haben, beweist, dass rechtsextreme Politik offenbar in der EU üblich geworden ist". Durch das Erstarken rechtspopulistischer Parteien entferne sich die EU "von ihrem Ziel eines Friedensprojektes, indem Radikalisierung und soziale Unruhe verstärkt werden". Dies stellt für Çelik die "größte Bedrohung für die EU dar, nicht Muslime oder Migration".

Die Türkei fordert weiterhin, dass die EU die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wieder aufnimmt, und ihre zugesagte rund 6 Mrd. Euro Finanzhilfe wahr macht. Schließlich habe Ankara den Flüchtlingsdealmit der EU eingehalten. Celik: "Die Türkei verfolgt weiterhin das strategische Ziel, EU-Mitglied zu werden. Doch wir sehen mit jedem Tag ein immer verstörenderes Bild von der EU."

Celik droht Österreich
Zugleich kritisiert Celik Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wegen des Abbruchs der Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei, und droht: "Wenn Österreich Maßnahmen gegen die Türkei ergreift, ohne zu bedenken, dass die Türkei eine europäische Macht und Demokratie ist, dann sollte es wissen, dass wir ähnliche Initiativen starten können. Die Türkei hat als souveräner Staat alle unfreundlichen Akte entsprechend beantwortet und wird dies weiter tun."

Bereits im August hatte Celik schwere Vorwürfe gegen Kurz erhoben und ihn ein "Symbol einer flüchtlingsfeindlichen und rassistischen Politik" bezeichnet.

Außenministerin: Gesprächsklima verbessern
"Wir wollen das Gesprächsklima mit der Türkei wieder verbessern", erklärte Außenministerin Karin Kneissl im Hinblick auf ihren für den 25. Jänner 2018 geplanten Besuch in Ankara. Sie wird mit ihrem türkischen Amtskollege Mevlüt Çavuşoğlu zusammentreffen.

Die im "profil" getätigten Aussagen von Çelik würden dabei keine Rolle spielen, versichert Kneissl in einer aktuellen Aussendung. "Der Vorschlag, einen informellen Dialog zu starten, kam von türkischer Seite. Ich bin dazu bereit und habe große Zuversicht in die Möglichkeiten der Gesprächsdiplomatie. Es ist in der gegenwärtigen Pattsituation notwendig, den Dialog zu pflegen", so die Außenministerin.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 14.01.2018 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Am Stephansplatz is a Radl umgfallen!

    Was juckt uns der 3. Welt Minister celik? Die werden es nie verstehen, die Türkei braucht uns wie einen bissen Brot, aber wir brachen sie überhaupt nicht! Ich bin für die Einführung der Visapflicht und rigorose Kontrollen!

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  • zimbo am 14.01.2018 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Verhält sich genau

    wie viele seiner Landsleute.

  • Michi am 14.01.2018 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Islam, antisemitisch, ...

    Genau die 2 Wörter braucht der überhaupt nicht in Zusammenhang bringen und sie anderen vorwerfen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • mucki w. am 17.01.2018 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch für Türkenpolitiker...

    ...sie sehen nur dass, was im Ausland vor sich geht und nicht nach ihren Erwartungen ist. Dass ihr eigenes Land grenzwertig diktorisch regiert wird ist für Sie ok. Wenn Herr Celik mit jedem Tag ein immer verstörenderes Bild von der EU sieht, warum bricht dann die Türkei nicht die Verhandlungen ab. Sie wollen, dass ihre Weltanschauung maßgebend für uns ist und denken nicht daran, sich unseren demokratischen Werten anzupassen. Mich würde interessieren, was für Initiativen Herr Celik in Betracht zieht, wenn wir nicht nach ihrer Pfeife tanzen.

  • hahahaheute am 16.01.2018 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Die Fascho-Diktion mal sein lassen...

    ... die Heute wundert sich über Hass im Internet - schon mal eure Headline gesehen?

  • Iris Bramann am 15.01.2018 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist die Türkei

    Was hat die Türkei zu vermelden ? Vielleicht sollte man im eigenen Land erst einmal für Menschenrechte sorgen. Ansonsten sind die Regierungsmitglieder nur noch peinlich. Unsere Regierung steht über den Dingen.

  • Max Mustermann am 15.01.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wer im Glashaus sitzt.....

    Uns kritisiert ein Land, das bis heute den Völkermord an den Armeniern vehement leugnet. Ich würde mich mal mit der türkischen Geschichte beschäftigen, bevor ich anderen Staaten irgendwas vorwerfe.

    • Antifa am 15.01.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

      Rechtsextremistische Doppelmoral

      Komisch das Rechte immer den Völkermord an den Armeniern erwähnen,aber vor ihrer eigenen Haustür den schlimmsten Genozid in Europa nach dem 2 Weltkrieg nie erwähnen begangen durch die Serben an den Bosniern?

    • Soldier am 15.01.2018 12:04 Report Diesen Beitrag melden

      Rechtsextremistische Doppelmoral

      Komisch,Rechte erwähnen immer die Armenier aber nie den Genozid an den Bosniern begangen von den Serben? Übrigens der Schlimmste Genozid in Europa nach dem 2 Weltkrieg,wurde auch vom Internationalen Gerichtshof bestätigt.

    • Max Mustermann am 15.01.2018 12:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Antifa @Soldier

      In dem Artikel geht es um einen türkischen Minister, der uns kritisiert. Was hat die Türkei mit dem Genozid an den Bosniern durch Serben zu tun?

    • SockenRambo am 15.01.2018 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Antifa

      Nur weil es nicht gerade um das ging was du ansprichst heißt das nicht das ich es nicht verurteile!! Klar redet man über Dinge mit Türkei Bezug wenn man von der Türkei attackiert wird.. aber wir können natürlich auch darüber reden wie die Indianer in Amerika fast ausgerottet wurden oder über Stammesfehden in Uganda... aber um das alles geht es hier nicht... checkst das endlich?

    einklappen einklappen
  • helmut am 15.01.2018 02:13 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen sich um Türkei kümmern

    Ist witzig haben selbst immer noch keinen Präsidenten in der Türkei . Bin gespannt wenn sich Erdogan von seiner Putsch Kriegsrecht verabschiedet oder bleibt das jetzt so als diktatur ???