"Dieses Land schützt Terroristen"

29. September 2018 10:34; Akt: 29.09.2018 11:06 Print

Skandal-Rede: Erdogan wettert gegen Deutschland

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in seiner Rede Deutschland kritisiert und damit für Aufregung gesorgt. Darin nimmt Erdogan kein Blatt vor den Mund.

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Seit Donnerstag ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner Frau Emine zu Besuch in Deutschland. Nur einen Tag später sorgte er bei seiner Rede in Berlin für einen Skandal.

Das türkische Staatsoberhaupt übte an Deutschland heftige Kritik und wählte dabei äußerst scharfe Worte. Der 64-Jährige verurteilte, dass die Bundesrepublik Terroristen schütze, die Tausende Türken auf dem Gewissen hätten.

"Und die laufen hier einfach unbehelligt rum", so Erdogan. Zudem konnte er auch nichts mit der Rede des deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier anfangen. Darin hatte der Bundespräsident die Pressefreiheit und die Grundrechte in der Türkei bemängelt.

Ärger über Journalisten

Präsident Erdogan wollte dazu aber nicht näher eingehen und sagte nur: "Wir haben doch schon heute morgen darüber gesprochen." Bei seiner Ansprache am Rednerpult ließ es sich der 64-Jährige auch nicht nehmen, über Journalisten zu schimpfen, die in der Türkei verfolgt werden.

"Wenn diese Journalisten sich terroristisch betätigen, wie kann man sie dann noch verteidigen", fragte Erdogan ungläubig. Erst am Ende der Rede fand er wieder versöhnliche Worte. Darin äußerte er auch seine Liebe zu Deutschland.

Erdogan zitierte darin den ehemaligen deutschen Kanzler Otto von Bismarck und versicherte:"Die Liebe der Türken und Deutschen zueinander ist so alt, dass sie niemals zerbrechen wird."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monkeyking am 29.09.2018 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    keine Salonfähigkeit

    Wieso lässt man diesen Diktator überhaupt ins Land? Der gehört vor ein Gericht und nicht ins Staatsfernsehen. Politiker in Deutschland sind offensichtlich mehr als wertlos.

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  • Habakuk am 29.09.2018 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Hof-Knicks

    Hof-Knicks der A.M. vor Erdogan! Wo bleiben da die Wortmedungen der Solzialisten, der Grünen und der Linken? Wieso kommentiert VdB nicht?

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  • Parzival am 29.09.2018 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die Geister, die ich rief

    Na da haben sich zwei gefunden. Und das Interessante ist, dass der eine gegen den anderen nichts ausrichten kann.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • saxo am 01.10.2018 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    kollektiver Selbstmord

    Es ist absurder als die Meisterwerke des absurden Theaters "Nashörner" und "Warten auf Godot". Die Deutschen wissen genau, und die anderen Europäer ebenfalls, dass die Muslime die Ungläubigen verachten und im Grunde dewegen Europa schön langsam aufschnupfen, um den Nichtmoslems ein Schicksal wie den Armeniern zu bereiten. Trotzdem marschieren sie wie die Lemminge weiter auf der Straße der Selbstzerstörung, indem sie die Unsolidarischen allmonatlich reich beschenken, was ja den unheilvollen Prozess erst möglich macht.

  • R.Gibbon: Decline & fall of Roman empire am 01.10.2018 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    the fall and rise of the Turkish empire

    "lernens Geschichte", demütigte Kreisky einen tölpelhaften Redakteur. Die zitierte Äußerung Bismarcks wurde von einem dem deutschen Kanzler bekannten türkischen Geschäftsmann verbreitet und von dem Politiker nie bestätigt. Sie könnte ironisch gemeint gewesen sein, aber an sich passt sie schon so einigermaßen in das Weltbild Otto von Bismarcks. Das Reich des türkischen Sultans war seit der epochalen Niederlage vor Wien in der Defensive. An einen Eroberungskrieg (Djihad) war nicht zu denken, und Bismarck war ja kein Nostradamus. Wie hätte er ahnen sollen, was ein Jahrhundert später bevorstand?

  • Peter Lüdin am 30.09.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Zuzug

    Fakt ist, dass Millionen von denen sich in den deutschen Sozialsystemen sehr wohl fühlen. Und der arbeitenden und Steuern zahlenden Einheimischen wechseln hübsch auf die andere Strassenseite, wenn ihnen die neuen Herren auf dem Fussweg entgegenkommen.

  • E. E. am 30.09.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Worte

    Da hat er recht, sie werden sogar eingeladen.

  • oh am 30.09.2018 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Wieso hat Deutschland schonwieder zugelassen, das er nach Deutschland kommt und wieder beleidigt. Ihr lernt es nie.Er würde keine Politiker in sein Land lassen, die sein Land beleidigen würden. Also was soll das schon wieder?