Duisburg, Deutschland

16. April 2019 15:03; Akt: 16.04.2019 16:27 Print

Vater zwang Kinder zu Arbeit auf Drogenplantage

In Deutschland soll ein Vater (43) seine Kinder mit schonungsloser Gewalt zum Schuften auf seiner illegalen Marihuanaplantage gezwungen haben.

Ein Vater (43) soll seine Kinder mit gnadenloser Gewalt gezwungen haben, auf seiner illegalen Marihuanaplantage zu arbeiten. (Symbolfoto) (Bild: keine Quellenangabe)

Ein Vater (43) soll seine Kinder mit gnadenloser Gewalt gezwungen haben, auf seiner illegalen Marihuanaplantage zu arbeiten. (Symbolfoto) (Bild: keine Quellenangabe)

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Seit Dienstag muss sich der Mann (43), der seine Kinder mit Gewalt gezwungen hatte, auf seiner illegalen Marihuanaplantage zu arbeiten, vor Gericht verantworten. Der Angeklagte hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.

Kinder mussten Urin des Vaters trinken

Offenbar liefen die Straftaten über einen längeren Zeitraum. Weigerten sich die Kinder, zu arbeiten, wurden sie brutal bestraft. Einmal sollen sie sogar seinen Urin getrunken haben müssen. Die Rede war weiters von Schlägen mit einer Holzlatte und einem Baseballschläger.

Seinem Sohn soll der Vater sogar eine Pistole an die Stirn gehalten haben, während er ihn anschrie: "Ich hasse dich, ich würde dich gerne abknallen, aber du hast keine Lebensversicherung!"

Eine seiner Töchter soll er einmal vom Schulbesuch abgehalten haben, damit sie weiter auf der Plantage arbeitet. Als sie sich schließlich weigerte, soll er ihr für 30 Sekunden den Hals zugedrückt haben. Ein anderes Mal schlug er angeblich so fest zu, dass eines der Mädchen fast ohnmächtig geworden ist.

Cannabisfelder auf drei Etagen, weitere Plantage geplant

Im Juli des Vorjahres hatte sich die Familie des Angeklagten selbst an die Polizei gewandt. Es folgte eine sofortige Hausdurchsuchung des 43-Jährigen. Dabei wurden zahlreiche Waffen (Pistolen, Revolver und eine Kalaschnikow) hinter Dachverkleidungen und im Bein eines Billardtischs gefunden. Auf drei Etagen befanden sich professionell betriebene Cannabisfelder.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft verfügte der Angeklagte über drei Immobilien in Duisburg. In mindestens einem weiteren Haus soll er geplant haben, eine weitere Plantage zu errichten. An wen die Drogen verkauft wurden, ist bislang nicht bekannt.

Bei dem Prozess vor der Duisburger Landesgericht geht es zusätzlich um Kindesmissbrauch. Opfer dessen war laut Anklageschrift die zur Tatzeit sechs Jahre alte Tochter des Mannes.

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(rfr)

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