Nächster Irrsinn aus Brüssel

27. Januar 2017 13:33; Akt: 15.03.2017 10:32 Print

EU verbietet Buntstifte und Wasserfarben

Nächster Regulierungs-Wahn aus Brüssel: Viele Bunt-, Filz- und Wachsmalstifte sowie Malkreiden und Wasserfarben dürfen in der EU nicht mehr verkauft werden. Grund: Die EU hat die Grenzwerte für Blei in Kinderspielzeug drastisch verschärft.

 (Bild: Fotolia)

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Künftig dürfen Stifte nur noch 2 Milligramm Blei pro Kilogramm Spielmaterial enthalten. Bisher waren 13,5 Milligramm erlaubt. Bei Wasserfarben liegt die Grenze bei 0,5 statt bisher 3,4 Milligramm.

Problematisch ist dies insofern, weil fast alle Kindermalfarben den Füllstoff Kaolin und das Pigment Titandioxid enthalten. Vor allem Stifte mit viel Weißpigmente sind von dem neuen EU-Verbot betroffen. Diese Mineralien enthalten von Natur aus Blei (in geringen Mengen) und könnten chemisch gar nicht entfernt werden.

Die Begründung aus Brüssel: Die EU-Experten gingen bei der Neuberechnung der Blei-Grenzwerte davon aus, dass jedes Kin d pro Tag 100 Milligramm Spielzeugmaterial verspeist. Anders gerechnet: Brüssel geht davon aus, dass ein Kind 18 Buntstifte im Jahr isst. 

Weiters problematisch ist die Tatsache, dass Stifte und Farben im Set verkauft werden. Das bedeutet, wenn auch nur ein einziger Stift den Blei-Grenzwert überschreitet, können die Sets nicht mehr verkauft werden.

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