Bis zu 3,2 Prozent mehr

18. Dezember 2018 06:09; Akt: 18.12.2018 13:55 Print

Handels-KV-Einigung: 48 Euro mehr für jeden

In der fünften Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag für Österreichs Handelsangestellte konnte eine Einigung erzielt werden.

KV-Handel: Gehälter steigen um bis zu 3,2 Prozent. (Bild: imago stock & people)

KV-Handel: Gehälter steigen um bis zu 3,2 Prozent. (Bild: imago stock & people)

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Um kurz vor Mitternacht am Montag war es soweit: Arbeitnehmer-Vertreter und Arbeitgeber haben einen Kompromiss gefunden, mit dem beide Seiten zufrieden sind. Demnach werden die kollektivverträglichen Gehälter um 2,5 Prozent – und mindestens 48 Euro – steigen. Untere Lohngruppen erhalten um 3,2 Prozent mehr. Durchschnittlich macht das eine Erhöhung um 2,66 Prozent.

Zudem werden die Lehrlingsentschädigungen um knapp 8 Prozent steigen. Konkret sind das 650 Euro im ersten Lehrjahr, 820 im zweiten, 1.000 im dritten und 1.150 Euro im vierten Lehrjahr. 2020 sollen die Lehrlingsentschädigungen dann auf 700, 900, 1.100 und 1.200 Euro steigen.

Außerdem konnte die Gewerkschaft ein Recht auf eine 4-Tageswoche bei 10 Stunden täglicher Normalarbeitszeit und einen Anspruch auf Altersteilzeit sowie Bildungskarenz herausschlagen. Die Anrechnung von Karenzzeiten wird künftig zudem im Ausmaß von 24 Monaten auf dienstzeitenabhängige Ansprüche umgesetzt.

"Das ist ein KV-Abschluss, der sich sehen lassen kann. Allerdings sind die Arbeitgeber im Handel dabei ans Limit gegangen", ließ Arbeitgeber-Chefverhandler Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), nach der Einigung wissen.

Weihnachten machen Shops früher zu

Außerdem ausverhandelt wurde, dass die Geschäfte ab 2019 am 24. Dezember bereits um 13 Uhr – anstatt wie bisher um 14 Uhr – schließen. "Das bringt für alle Angestellten im Handel eine Stunde mehr Familienfreizeit", hebt Peter Buchmüller hervor.

"Wir haben diesem Abschluss zugestimmt, weil er zum einen den unteren Gehaltsgruppen eine Gehaltserhöhung von 3,2 Prozent brachte und das rahmenrechtliche Paket zum Beispiel mit dem Recht auf die 4-Tage-Woche wirklich herzeigbar ist," erklärte die die Verhandlerin der GPA-djp, Anita Palkovich.

Der neue Handels-KV für die rund 450.000 Angestellten und Lehrlinge tritt mit 1. Jänner 2019 in Kraft.

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(red)

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  • Koarl am 18.12.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Mickrig!!

    mit Glück deckt es die Inflation, wo ist da die Lohnerhöhung? Gut, wenn man von der Gewerkschaft austritt gewinnt man noch 1% dazu....

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  • schurkraid am 18.12.2018 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    48 euro... und unsere politiker bekommen einfach so ohne mühe 300...

  • Gewerkschafterin am 18.12.2018 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die Hartnäckigkeit

    Danke an dich, liebe Gewerkschaft, für deine Hartnäckigkeit! So kannte man das bisher von den Metallern - für den Einzelhandel war diese Stimmung und auch die Organisation der Handelsangestellten die Ausnahme (die hoffentlich zur Regel wird!). :)

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hackler am 21.12.2018 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Löhne

    Hab im Handel mal gearbeitet und nie wieder, für 1100 netto gehe ich nicht arbeiten,da hab ich gleich die Branche gewechselt.

  • Knaster am 18.12.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Knister

    30% währen das mass aller dinge!

  • schurkraid am 18.12.2018 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    48 euro... und unsere politiker bekommen einfach so ohne mühe 300...

  • Conny am 18.12.2018 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Perfekt

    Passt, wissen wir gleich was alles teurer werden wird. Sparen weil von der Lohnerhöhung wird nur kurz was übrig bleiben!

    • Vorstadtmama am 18.12.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Gut dass es eine Lohnerhöhung gibt

      Da Energie nun teurer wird (Österreich beteiligt sich an den Klimzielen) , wird alles teurer werden. Hoffentlich kommt es nicht zu einer ökosozialen Steuerreform - wie gerade in Frankreich. Dann wird alles viel, viel teurer.

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  • Selbständiger Erfolgsmensch am 18.12.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Vergesst Arbeitnehmervertretungen, kauft Aktien

    Das ist grad mal ein Schampusfrühstück pro Monat.