Wegen Untreue

31. Dezember 2014 21:45; Akt: 31.12.2014 21:51 Print

Julius Meinl und 4 weitere Personen angeklagt

Für Julius Meinl endet das Jahr 2014 mit einer Anklage wegen Untreue. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklageschrift noch vor dem Jahreswechsel beim Landesgericht Wien eingebracht. Neben Meinl wurden auch Bank-Vorstände Peter Weinzierl und Günter Weiß sowie die (Ex-)Aufsichtsräte Robert K. und Karl H. angeklagt.

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Thomas Vecsey von der Staatsanwaltschaft Wien bestätigte die Anklage am Mittwoch gegenüber dem "Kurier". Bei einer Verurteilung drohen den vier Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.

Im Mittelpunkt der Anklage stehe die Ausschüttung einer Sachdividende in Höhe von 211,9 Millionen Euro Anfang 2009 an die Mehrheitsaktionärin der Bank mit Sitz auf Malta, die letztendlich im Einflussbereich von Julius Meinl stehen soll, so die Zeitung. Die Bank soll durch diese Ausschüttung "entreichert" worden sein.
Laut Anklagebehörde hätte diese Dividende nicht ausgeschüttet werden dürfen, weil der Bank aus der Anlegeraffäre Meinl European Land (MEL) Schadenersatzansprüche in dreistelliger Millionen-Höhe drohten. Die Privatbank hätte deshalb schon in der Bilanz 2008 höhere Rückstellungen bilden müssen.

Dem Vernehmen nach werde die Anklageschrift den Verdächtigen bzw. ihren Anwälten offiziell erst nach den Feiertagen zugestellt, so der "Kurier". Ab dann haben die Angeklagten vierzehn Tage Zeit, die Anklage zu beeinspruchen.

 

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