Schutzverband warnt

27. August 2018 14:33; Akt: 27.08.2018 14:53 Print

Massive Kürzungen bei Firmenpensionen drohen

Schutzverband der Pensionskassenberechtigten schlägt Alarm: 2019 würden Firmenpensionen um 10 Prozent schrumpfen.

Firmenpensionen sollen schrumpfen. (Bild: iStock)

Firmenpensionen sollen schrumpfen. (Bild: iStock)

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Der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten (pekabe) befürchtet für 2019 massive Kürzungen bei den Pensionskassen-Zusatzpensionen. Der Grund: Der Ertrag der Pensionskassen aus ihren Veranlagungen sei um 1,14 Prozent seit Jahresbeginn zurückgegangen.

"Unerfreuliche Verluste"

"Durch die unerfreulichen Verluste bei der Veranlagung im laufenden Jahr - teilweise bedingt durch die politische Weltlage, teilweise aber auch durch Fehleinschätzungen in der Veranlagung - drohen den Pensionskassenberechtigten im nächsten Jahr wieder Pensionskürzungen bis zu zehn Prozent“, meldete der Verband am Montag in einer Presseaussendung. Die "zweite Säule der Pensionssicherung" müsse dringend reformiert werden.

Miese Veranlagungsergebnisse

Es dürfe nicht sein, dass "Menschen bis zu 40 Jahre durch Verzicht auf einen höheren Aktivbezug in ein System einzahlen ohne die geringste Gewissheit über ihre spätere Altersversorgung“ zu haben, so der Schutzverband. Dieses Manko zeige die "gravierendste Schwachstelle“ im heimischen Pensionssystem: Die von den Pensionskassen würden "unzulängliche Veranlagungsergebnisse“ erwirtschaften, für die ihnen keinerlei Ergebnisverantwortung abverlangt werde.

Die Ertragsannahmen der Pensionskassen seien zu optimistisch. Das Risiko liege in Österreich – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern - ausschließlich bei den PK-Berechtigten, klagt der Schutzverband.

Mindestertragsgarantie

Eine Reform der Firmenpensionen sei notwendig, betont der pekabe. Oberstes Ziel müsse die Absicherung einer nachhaltigen, wertgesicherten Pension sein. Der Verband fordert vom Gesetzgeber, dass die Pensionskassen "einen Teil des Risikos in Form einer Mindestertragsgarantie“ übernehmen. Durch die Erhöhung ihres Eigenkapitals – "falls erforderlich auch mit Unterstützung der Aktionäre“ – solle für etwaige Schadensfälle Vorsorge getroffen werden.

In Österreich haben laut Fachverband mehr als 924.000 Personen Anspruch auf eine Firmenpension aus einer Pensionskasse. Das sind fast ein Viertel der österreichischen Arbeitnehmer. Mehr als 98.000 davon beziehen bereits eine Pension. Die durchschnittliche Höhe lag 2017 bei 483 Euro im Monat. Insgesamt wurden 668 Mio. Euro ausgezahlt.

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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schraufenberg am 28.08.2018 04:53 Report Diesen Beitrag melden

    alles ist vergänglich

    Man hat vielen Lemmingen seinerzeit vor Jahrzehnten beim Verkauf dieser priv. Pensionsversicherungen das Blaue vom Himmel versprochen...nur vielfach kam es halt anders....

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  • Liebeskind am 27.08.2018 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Bei privaten Versicherungen

    kann auch der Totalausfall drohen, Hat man bei der Lehmann Brothers Pleite in den USA gesehen. Denn die privaten Pensionsversicherungen werden über die Hintertür von der Spekulationsmafia geschröpft. Die Pensionsversicherungen haben in 20 Jahren gerade mal 30 Prozent Performance geschafft. Der Dow Jones schaffte mit Risiko von 2001 bis heute 300 Prozent und der Goldpreis und die Immobilien schafften das ebenfalls.

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  • Pferdetaxi am 28.08.2018 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit fremdem Geld ist leicht zu zocken!

    Diese Zockerunternehmen gehören staatlich reguliert! Denn uiiije, jetzt haben wir falsch Investiert kann nicht sein! Allerdings ist davon auszugehen, dass die Manager dieser Unternehmen ihre grosszügigen Bezüge weiterhin zur Gänze erhalten werden! - und DAS geht ebenfalls nicht!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Manfred am 28.08.2018 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hab selber keine

    Mir wäre es total egal, wenn es die Firmenpensionen überhaupt nicht mehr geben würde. Sofort streichen und nichts mehr auszahlen.

    • zuerst informieren am 28.08.2018 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Manfred

      ????? Geht's noch?? die Einlagen werden dir jedes Monat vom Brutto abgezogen!!! Das sind ja keine Geschenke!!

    • Seitenblick am 30.08.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Rülpser von Linkslinks od Rechtsrechts

      @Manfred Gehts noch? Ich zahle seit beinahe 40 Jahren für eine Zusatzpension in meiner Firma ein. Die Firma spekuliert mit meinem Geld und jetzt soll ich laut ihrer Meinung umfallen um das Geld? Was soll dieser unqualifizierte Rülpser?

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  • Black Cube am 28.08.2018 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aber 12 Stunden tägliche,

    60 Stunden wöchentliche Arbeitszeit, ohne jeglichen Ausgleich dürft Ihr machen. Die Werktätigen brauchen mehr Mut.

  • fortunatus am 28.08.2018 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    ex nihilo nihil

    Dieser geschwätzige Einfaltspinsel würde es wohl gern sehen, wenn Pensionskassen pleite gehen. ---- das Geld fällt nicht vom Himmel. Und wenn überall die Zinsen Null (jedenfalls weit unter der Inflation sind, dann eben auch bei den Veranlagungen des Geldes, das in die Pensionskassen eingezahlt wird.

  • Pferdetaxi am 28.08.2018 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit fremdem Geld ist leicht zu zocken!

    Diese Zockerunternehmen gehören staatlich reguliert! Denn uiiije, jetzt haben wir falsch Investiert kann nicht sein! Allerdings ist davon auszugehen, dass die Manager dieser Unternehmen ihre grosszügigen Bezüge weiterhin zur Gänze erhalten werden! - und DAS geht ebenfalls nicht!

    • Anti-Politik am 28.08.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Pferdetaxi

      die Politik wird sich aber nicht mit Ihren Geldgebern verscherzen, die wird weiterhin von der Wirtschaft gekauft..

    • Black Cube am 28.08.2018 17:23 Report Diesen Beitrag melden

      Es gefällt mir wie die Mehrheit

      der Rechtswähler stets linke Politik fordert. Vielleicht denkt Ihr einmal über "Eure" politische Richtung nach, Rechtspolitik dient nur den Eliten.

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  • Schraufenberg am 28.08.2018 04:53 Report Diesen Beitrag melden

    alles ist vergänglich

    Man hat vielen Lemmingen seinerzeit vor Jahrzehnten beim Verkauf dieser priv. Pensionsversicherungen das Blaue vom Himmel versprochen...nur vielfach kam es halt anders....

    • Thomas Viskocil am 28.08.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      Das kann passieren.

      Wenn man rechtzeitig damit beginnt kann man das Risiko vermeiden.

    • Dodo2340 am 30.08.2018 19:48 Report Diesen Beitrag melden

      2. Säule

      Hier geht es nicht um private Pensionsvorsorge, sondern um die betriebliche.

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