90.000 Betroffene

10. April 2018 10:34; Akt: 10.04.2018 11:09 Print

Streik-Chaos an deutschen Flughäfen

An Deutschlands Flughäfen muss wegen Warnstreiks mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden. 90.000 Passagiere sind betroffen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Deutschland haben am frühen Dienstag neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Am größten Flughafen des Landes in Frankfurt legten Beschäftige der Flugzeugabfertigung und der Feuerwehr die Arbeit nieder. Auch die Flugsicherheitskontrolle ist betroffen.

Umfrage
Fliegen Sie oft?

Flugreisende müssten sich am Dienstag am Airport Frankfurt ganztägig auf erhebliche Einschränkungen einstellen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten dazu aufgefordert, von 5 Uhr bis 18 Uhr die Arbeit niederzulegen. Die Lufthansa hat bereits hunderte Flüge gestrichen – wie auch an den ebenfalls betroffenen Flughäfen in München, Köln und Bremen. Insgesamt seien mehr als 800 Verbindungen und 90.000 Passagiere betroffen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die Kunden könnten einmalig ihren Flug kostenfrei umbuchen oder im Inland auf die Bahn ausweichen.

"Es kann vereinzelt zu Verspätungen und Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen. Wir empfehlen allen Passagieren, den aktuellen Status ihres Fluges vor Reiseantritt bei ihrer Fluglinie zu überprüfen", heißt es auch auf der Seite vom Flughafen Wien Schwechat.

Sechs Prozent mehr Lohn

Verdi will kurz vor der dritten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst den Druck erhöhen. Die Gespräche sind am 15. und 16. April in Potsdam. Die Gewerkschaft fordert für bundesweit rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Die Ausstände an den Flughäfen sollen auf Dienstag beschränkt sein. Die Gewerkschaften kündigten bis Freitag allerdings weitere bundesweite Warnstreiks im gesamten öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an. Betroffen sein sollen unter anderem Kitas, der Nahverkehr und die Güselabfuhr.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske verteidigte die Ausstände. "Mit der massiven Ausweitung der Streiks setzen wir in dieser Woche deutliche Signale an die Arbeitgeber", sagte er der Nachrichtenagentur DPA.


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(chk/sda)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.