Was erlaubt ist, was nicht

02. April 2019 15:50; Akt: 02.04.2019 19:30 Print

So strikt sind die Tattoo-Regeln von AUA & Co.

Sichtbare Tattoos sind für die Polizei ein No-Go. Aber wie hält es die Wirtschaft mit den "Peckerln"? "Heute.at" hat bei drei österreichischen Großunternehmen nachgefragt.

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Käthe B. (37) will Polizistin werden, trotz bestandener Aufnahmeprüfungen darf sie das nicht. Der Grund: die mehrfache als "Miss Tattoo" ausgezeichnete Wienerin hat dem Amtsarzt zu viele "Peckerl" am Körper – "Heute.at" berichtete.

Umfrage
Zu viele Tattoos, deshalb kein Job bei der Polizei: Ist das fair?
59 %
39 %
2 %
Insgesamt 1935 Teilnehmer

Trotz der erst 2018 gelockerten Regelung ist sichtbare Körperkunst bei Polizeibeamten immer noch verboten. Für die 37-Jährige, deren beide Arme und Hals volltätowiert sind – beides ein No-Go für die Polizei –, eine herbe Enttäuschung. Überschminken ginge zwar, ist aber bei der Polizei nicht zulässig. Die geltenden Bestimmungen müssten auch eingehalten werden, wenn bei langen Einsätzen in praller Sonne das Make-up wegschwimme.

Das sagen die Österreicher zur Tattoo-Regel der Polizei:

Während die Polizei also ihre Bewerber mit genau definierten Bekleidungsvorschriften konfrontiert, geht es bei vielen anderen Großunternehmen weniger rigoros zu:

"Tolerieren keine Form der Diskriminierung"

Ähnlich wie bei der Polizei gibt es bei den Austrian Airlines einen genauen Dresscode, der von jedem Angestellten in Uniform – also Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal – eingehalten werden muss. Als Teil der sogenannten Uniformtrageordnung "sind sichtbare Tätowierungen abzudecken", so die Fluglinie gegenüber "Heute.at". Ob das durch Kleidung, abkleben oder überschminken geschehe, sei egal. Gerade letztere Option gibt es bei der Polizei nicht.

"Als europäische Airline halten wir uns an das geltende Recht, dass alle Menschen gleich sind, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrer Religion. Deshalb tolerieren wir keine Form der Diskriminierung. Dies gilt selbstverständlich auch bei Bewerbungen und auch in Bezug auf Tätowierungen", so die AUA.

"In einem angemessenen Rahmen"

Bei der Österreichischen Post geht man mit der Frage schon lockerer um. Prinzipiell sind die bunten Kunstwerke auf den Körpern der Mitarbeitern keine Chefsache. Es sei auch kein Problem, wenn Tattoos unter den Uniformen hervorschauen würden – solange alles "in einem angemessenen Rahmen" bleibe. Dieser Rahmen sei allerdings nicht genau definiert, so die Post auf "Heute.at"-Anfrage. Man werde niemanden aufgrund seiner Tätowierungen diskriminieren, so die Post weiter. Kritisch könne es im Kundenkontakt aber bei unüblichen Körpermodifikationen, Tattoos im Gesicht, oder solchen mit extremistischer Symbolik werden.

Mehr lesen: Nazi-Tattoos und Hitlergruß – 4,5 Jahre Haft

Auch bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien gibt es bezüglich Tätowierungen der Mitarbeiter "keine expliziten Regelungen". Auf "Heute.at"-Anfrage heißt es schlicht: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer ihrem Job entsprechend passend gekleidet."

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(rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Richard Jahn am 03.04.2019 05:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gruppenwahn

    ich verstehe die Menschen nicht mehr. ich ..57 M..bin vielleicht schon zu alt aber was treibt jetzt auf einmal alle an sich ihren Körper zu verhunzen? sogar ältere die früher gesagt haben: ..ma is des schiach.. ich denke nur wegen eines Modetrends sich schon mit 20 dauerhaft zu verändern ist einfach gedankenlos. aber ich muss es ja nicht tragen und somit sag ich nur ...werdet Glücklich!

  • Nizofa am 02.04.2019 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Tattoos ja aber nicht sichtbar

    Tattoos sollten nicht sichtbar sein, wenn eine Uniform wie z.B. bei Polizei, Ärzten, Kranken- und Altenpflege, Flugbegleitern und Piloten usw. getragen wird, ansonsten ist nichts gegen Tattoos einzuwenden.

  • Cenk Gündüz am 02.04.2019 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tätowierung

    Jedem sei es frei überlassen ob tatto oder nicht Ich bin nicht für tattoos Leider

Die neuesten Leser-Kommentare

  • SUN am 03.04.2019 08:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    in welcher Zeit leben wir?

    Die Regel gilt, Respekt gegenüber der anderen Person. Wenn Er oder Sie seinen JOB GUT MACHT ist es mir egal, ob er tattoos hat. Ist ja deren Körper.

  • Richard Jahn am 03.04.2019 05:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gruppenwahn

    ich verstehe die Menschen nicht mehr. ich ..57 M..bin vielleicht schon zu alt aber was treibt jetzt auf einmal alle an sich ihren Körper zu verhunzen? sogar ältere die früher gesagt haben: ..ma is des schiach.. ich denke nur wegen eines Modetrends sich schon mit 20 dauerhaft zu verändern ist einfach gedankenlos. aber ich muss es ja nicht tragen und somit sag ich nur ...werdet Glücklich!

  • E.G. am 03.04.2019 04:52 Report Diesen Beitrag melden

    lateinisch : taetoware - versklaven

    Manche scheinen sich nicht damit abfinden zu können , eine schöne und reine menschliche Haut zu besitzen . Fühlen sich ansonsten leer , vereinsamt und identitätslos . Ob Post , Polizei , Austrian Airlines etc. Egal - Diese Kunstwerke sind zumeist vulgär , aufdringlich , von schmutzigem Farbcharakter und morbider , unangenehmer Thematik .

  • Nizofa am 02.04.2019 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Tattoos ja aber nicht sichtbar

    Tattoos sollten nicht sichtbar sein, wenn eine Uniform wie z.B. bei Polizei, Ärzten, Kranken- und Altenpflege, Flugbegleitern und Piloten usw. getragen wird, ansonsten ist nichts gegen Tattoos einzuwenden.

  • Sonja am 02.04.2019 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Beruf

    Tätowierung ist egal. Wichtig ist das die Arbeit gut gemacht wird.