Rückzieher

22. März 2018 15:43; Akt: 22.03.2018 16:14 Print

Vorläufig keine Strafzölle auf EU-Importe in USA

Der angedrohte Handelskrieg mit der EU scheint verschoben. US-Präsident Donald Trump will nun doch keine Strafzölle für EU-Produkte einheben.

Trinec, Zentrum der Schwerindustrie der Tschechischen Republik. Archivbild. (Bild: picturedesk.com)

Trinec, Zentrum der Schwerindustrie der Tschechischen Republik. Archivbild. (Bild: picturedesk.com)

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Die EU soll nach Angaben der US-Regierung von den geplanten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorläufig befreit bleiben. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte am Donnerstag bei einer Anhörung im Kongress, die Europäische Union werde ebenso wie mehrere andere Länder vorläufig von den neuen Tarifen ausgenommen. Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle sollen am Freitag in Kraft treten.

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Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten ihre Beratungen über den Handelsstreit mit den USA bereits vorab auf den Abend verschoben. Der EU-Gipfel wollte sich des Themas erst annehmen, wenn US-Präsident Donald Trump seine endgültige Entscheidung über mögliche Ausnahmen bei den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium verkündet habe, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstag in Brüssel.

Ursprünglich hatten die EU-Chefs schon am Nachmittag über das Thema beraten wollen. Auf die Frage, ob er eine Ausnahmeregelung für die EU erwarte, sagte Juncker: "Ich hoffe darauf." Die Strafzölle der USA hätten am Freitag in Kraft treten sollen. Nur wird die EU davon ausgenommen.

Bislang hatten Trumps Pläne nur Ausnahmen für die Nachbarländer Kanada und Mexiko vorgesehen. Der Präsident wollte Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium erheben, um Produzenten im eigenen Land vor ausländischer Konkurrenz zu schützen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roter Baron am 23.03.2018 03:18 Report Diesen Beitrag melden

    Der globalisierte Welthandel

    beutet über (von kapitalistischen Spekulanten und Lobbies) niedrig gehaltene Wechselkurse geringe Umwelt und Sozialstandards die ärmeren Länder aus und vernichtet gleichzeitig in den Industrieländern Arbeitsplätze und deren Lebensstandard. Durch den sinnlosen Transport von großteils im eigenen Land produzierbaren Waren wird genauso wie beim Tourismus und dem Pendlerunwesen die Umwelt nachhaltig geschädigt. Zölle gleichen das Währungsgefälle aus sichern Arbeitsplätze und verschaffen obendrein der öffentlichen Hand Einnahmen die sonst den international agierenden Spekulanten zufallen würden.

  • Ezechiel Rosenstein am 23.03.2018 04:09 Report Diesen Beitrag melden

    Handelskrieg ist gegen China gerichtet

    und an den Börsen zeichnet sich bereits wieder eine Katastrophenstimmung ab

  • Wolfgang Winkler am 26.03.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    und alle die hier alles wissen sollten "wissen" , dass "die" EU eine breite Palette von Waren aus den USA schon immer mit Zöllen belegt hat - aber unsere " Brüsseler Strategenund Experten " verschweigen das tunlichst - kommt am Biertisch auch nicht gut an

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang Winkler am 26.03.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    und alle die hier alles wissen sollten "wissen" , dass "die" EU eine breite Palette von Waren aus den USA schon immer mit Zöllen belegt hat - aber unsere " Brüsseler Strategenund Experten " verschweigen das tunlichst - kommt am Biertisch auch nicht gut an

  • Ezechiel Rosenstein am 23.03.2018 04:09 Report Diesen Beitrag melden

    Handelskrieg ist gegen China gerichtet

    und an den Börsen zeichnet sich bereits wieder eine Katastrophenstimmung ab

  • roter Baron am 23.03.2018 03:18 Report Diesen Beitrag melden

    Der globalisierte Welthandel

    beutet über (von kapitalistischen Spekulanten und Lobbies) niedrig gehaltene Wechselkurse geringe Umwelt und Sozialstandards die ärmeren Länder aus und vernichtet gleichzeitig in den Industrieländern Arbeitsplätze und deren Lebensstandard. Durch den sinnlosen Transport von großteils im eigenen Land produzierbaren Waren wird genauso wie beim Tourismus und dem Pendlerunwesen die Umwelt nachhaltig geschädigt. Zölle gleichen das Währungsgefälle aus sichern Arbeitsplätze und verschaffen obendrein der öffentlichen Hand Einnahmen die sonst den international agierenden Spekulanten zufallen würden.

  • Sonja am 22.03.2018 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schade das es kein TTIP gibt

    In dem Fall hätten wir jetzt ganz einfach bei privaten Schiedsgerichten Herrn Trump verklagen können und schon wäre der Dollar gerollt.

    • Handelsman am 22.03.2018 23:26 Report Diesen Beitrag melden

      Geht auch anders

      Jeder Österreichische Handelskette müsste dann massenweise auch US-Amerikanische Produkte verkaufen,und sollten die US-Firmen mit dem Umsatz in Minus landen dan schalten sie die Schiedsgerichte ein und der Össi Euro rollt hehe

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