Billigflieger

30. April 2019 09:30; Akt: 30.04.2019 09:55 Print

99 Millionen Euro Verlust – die AUA bleibt im Tiefflug

Die AUA ist wieder im Tiefflug. Im ersten Quartal 2019 schrieb die Lufthansa-Tochter ein Minus von 99 Millionen Euro.

AUA macht Minus. (Bild: zVg)

AUA macht Minus. (Bild: zVg)

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Die AUA wird ihrer Markenfarbe Rot bei den Bilanzzahlen voll gerecht. Mit 99 Millionen Euro ist der Verlust um 26 Millionen Euro höher als im letzten Quartal des Jahres 2018. In den vergangenen fünf Jahren gab es für die AUA keinen schlechteren Jahresauftakt.

Laut Finanzvorstand Wolfgang Jani wird die AUA den Gewinn des Vorjahres von 83 Millionen Euro heuer nicht mehr erreichen. Das Ziel für heuer ist, die Nase über Wasser zu halten. Der Manager geht davon aus, dass das zweite und dritte Quartal wieder besser laufen.

Billigflieger sind schuld


Die neuerlichen Turbulenzen der AUA hängen mit der Drängerei am Billigflieger-Markt zusammen. Nach den Insolvenzen haben mehrere Lowcost-Carrier versucht, in Wien das Erbe der insolventen Air Berlin anzutreten. Die Folge ist ein Preiskampf zwischen der AUA und einer Handvoll Billigfluglinien wie Laudamotion, Level, EasyJet, Vueling und Wizz Air.

Die AUA versucht derzeit mit Kampfpreisen, die Konkurrenz aus Wien zu vertreiben. "Wir halten voll dagegen, bis es zu einer Marktbereinigung kommt" - solange, wie erforderlich, auch wenn der Gewinn darunter leide, sagte Jani. Die Strategie zeigt bereits Wirkung, einzelne Strecken seien schon wieder aufgegeben worden und Ankündigungen nicht umgesetzt worden.

Auch Umsatz ging zurück


Der Preiskampf lässt sich auch am Umsatz ablesen. Die Gesamterlöse der AUA gingen um drei Prozent auf 404 Millionen Euro zurück, obwohl die Zahl der Passagiere um sieben Prozent auf 2,7 Millionen Fluggäste stieg. Zugleich stiegen die betrieblichen Aufwendungen wegen höherer Kerosin- und Wartungskosten um drei Prozent auf 502 Millionen Euro.

Der Preiskampf betrifft nur Flüge innerhalb Europas. Die AUA sucht deshalb auch ihr Heil in neuen Langstreckendestinationen. Am Montag nahm die Airline Flüge nach Montreal auf. Im Interkontinentalverkehr sei der Preisdruck deutlich schwächer, sagte Jani. Hier sei es gelungen, höhere Preise durchzusetzen.

Auch Lufthansa im Minus


Auch der AUA-Mutter Lufthansa ist es schon einmal besser gegangen. Der starke Konkurrenzkampf und höhere Treibstoffkosten hatten der Lufthansa von Jänner bis März einen deutlich höheren Verlust eingebrockt als saisonal im Winter üblich. Erste Zahlen dazu wurden schon Mitte April veröffentlicht. Nach der vollständigen Quartalsbilanz fiel ein Nettoverlust von 342 Millionen Euro an gegenüber einem Fehlbetrag von 39 Millionen im Vorjahr, als der Wegfall der Pleite-Airline Air Berlin das Geschäft angekurbelt hatte.


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Korbi am 01.05.2019 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die komischen roten Strumpfhosen

    sind schuld. Wenn die meist älteren Damen der AUA am Flughafen herumgehen lachen alle Leute nur über den Anblick.

  • Helmut am 30.04.2019 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Märchenstunde?

    Von wegen neue Langstrecken: Sie nehmen Montreal auf und streichen gleichzeitig dafür Toronto. Erzählen können die Herren Manager viel, die Wahrheit sieht anders aus.

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  • fuhrinat am 30.04.2019 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AUA

    Was mich stört ist, das man fast immer zuerst nach DE fliegen muss um dann zu dem eigentlichen Ziel zu kommen. Außerdem wurden einige Flüge gestrichen und musst dann über Zürich anreisen. Mühsam

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Korbi am 01.05.2019 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die komischen roten Strumpfhosen

    sind schuld. Wenn die meist älteren Damen der AUA am Flughafen herumgehen lachen alle Leute nur über den Anblick.

  • Wienerblut am 30.04.2019 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Fliegen !

    können ALLE Eingehen ,sind Umweltverbrecher , ALLE ...NICHT FLIEGEN das ist die Lösung für eine Moderne Welt ..

    • Mit dem Auto am 01.05.2019 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wienerblut

      Richtig. Dann fahre ich zu meinem geschäftlichen Termin in Los Angeles mit dem Auto und dem Schiff. Das wird sicherlich VIEL umweltfreundlicher sein. Ich stimme dir schon zu, dass unnötige Flüge überdacht werden sollten - aber pauschalisieren bringt leider gar nichts...

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  • fuhrinat am 30.04.2019 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AUA

    Was mich stört ist, das man fast immer zuerst nach DE fliegen muss um dann zu dem eigentlichen Ziel zu kommen. Außerdem wurden einige Flüge gestrichen und musst dann über Zürich anreisen. Mühsam

  • Helmut am 30.04.2019 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Märchenstunde?

    Von wegen neue Langstrecken: Sie nehmen Montreal auf und streichen gleichzeitig dafür Toronto. Erzählen können die Herren Manager viel, die Wahrheit sieht anders aus.

    • Daniel am 30.04.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Helmut

      Die Wahrheit sieht so aus, dass Austrian Airlines eine Partnerschaft mit Air Canada einging wobei Austrian Airlines nach Montreal fliegt und Air Canada nach Toronto. Bitte zuerst informieren und dann kritisieren. :)

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