Plus bei Exporten

28. Dezember 2011 15:32; Akt: 28.12.2011 15:50 Print

Winzer freuen sich über Umsatzrekord

Die heimischen Winzer dürfen sich heuer erneut über einen Umsatzrekord im Export und erstmals über einen Durchschnittspreis von mehr als 2 Euro pro Liter Wein freuen. Nach zwei Jahrgängen mit einer historisch geringen Ernte wurde 2011 im Export mit 126 Mio. Euro dennoch ein Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt.

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"Die Durchschnittspreise sind aufgrund des signifikanten Mengenrückgangs (-25 Prozent) stark gestiegen", so die Österreich Wein Marketing (ÖWM) am Mittwoch in einer Aussendung. Exporterfolge unter anderem in der Schweiz und Liechtenstein, USA, Niederlande und Schweden konnten den Rückgang in Deutschland mehr als ausgleichen.

Weinernte ging zurück  

"Die Weine werden nicht mehr zu Schleuderpreisen im Billig-Segment abgesetzt", betonte ÖWM-Chef Willi Klinger. Es gebe weniger Aktionen zu Tiefstpreisen, zu denen man in Österreich ohnehin nicht kostendeckend produzieren könne. "Trotz der gestiegenen Durchschnittspreise ist Wein aus Österreich in Anbetracht der tollen Qualität weiterhin günstig." Diese positive Entwicklung spiegle "die hervorragende Arbeit unserer Winzer wider", freut sich Klinger.

Die exportierte Weinmenge geht 2011 aufgrund der geringeren Ernte 2009/10 um 25 Prozent auf 46,5 Mio. Liter zurück, erwartet die ÖWM in ihrer Hochrechnung basierend auf Zahlen der Statistik Austria. Der Durchschnittpreis ist damit von 1,98 Euro je Liter im vergangenen Jahr auf 2,71 Euro je Liter im Jahr 2011 in die Höhe geschnellt.

Zuwachs bei Weinflaschen-Export

Die Fassweinexporte gingen mengenmäßig im Vergleich zu 2010 um 57 Prozent zurück, der wertmäßige Rückgang betrug hingegen nur 25 Prozent auf 8,5 Mio. Euro. Die ÖWM freut sich über "sensationelle Wertzuwächse" bei den Flaschenweinexporten. 2011 wurden heimische Weinflaschen im Wert von 117,5 Mio. Euro exportiert (+5 Prozent), die Menge ging jedoch um 13 Prozent auf 39 Mio. Liter zurück. Der Durchschnittspreis pro Flasche stieg damit von 2,5 Euro/Liter im Jahr 2010 auf mehr als 3 Euro/Liter im 2011.

Export in die USA gestiegen

Die Ausfuhren ins wichtigste Exportland Deutschland gingen wegen der rückläufigen Fassweinexporte um 3,5 Prozent auf 69,5 Mio. Euro zurück. Wertmäßige Exporterfolge vor allem in der Schweiz (inkl. Liechtenstein) mit 15,1 Mio. Euro (+6 Prozent), USA mit 8 Mio. Euro (+9 Prozent) konnten den Rückgang in Deutschland ausgleichen. In Finnland (+48 Prozent), Schweden (+27 Prozent), Niederlanden (+14 Prozent) sowie Großbritannien (+11 Prozent) konnte die Erlöse deutlich gesteigert werden.

Preise werden 2012 fallen

Die große Weinernte 2011 von rund 2,6 Mio. Hektoliter (2010: 1,7 Mio. hl) wird die Durchschnittpreise im nächsten Jahr aber voraussichtlich wieder deutlich nach unten drücken. "Wir müssen die Flaschenweinexporte weiter ausbauen und auch in Jahrgängen mit größerer Erntemenge den Durchschnittspreis gegen 3 Euro/Liter steigern", hofft der ÖWM-Chef. "Bei einer möglichen Exportmenge von 60 bis 70 Mio. Liter, inklusive einer wahrscheinlich immer bestehenden Fassweinmenge von 8 bis 10 Mio. Liter, könnte das einen Exportwert von rund 200 Mio. Euro ergeben", erwartet Klinger.

APA/red.

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