Nach Clip von Horror-Stall

16. Januar 2018 13:26; Akt: 16.01.2018 14:00 Print

VGT: Regierung will Videos von Tierquälerei verbieten

Versteckte Video-Aufnahmen wie jene, die der VGT im niederösterreichischen "Horror-Schweinestall" gemacht hat, sollen künftig verboten werden.

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Der "Verein gegen Tierfabriken" konnte dank versteckter Kameras einen Riesen-Skandal in einem niederösterreichischen Landwirtschaftsbetrieb nahe St. Pölten aufdecken. In dem Betrieb herrschen grauenhafte Zustände, so müssen Mastschweine auf engstem Raum stundenlang im Dunkeln aushaaren, männlichen Baby-Ferkeln werden die Hoden ausgerissen und schwache Jungtiere verenden teils qualvoll – "heute.at" berichtete ausführlich.

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Tierquälerei: Sollen versteckte Aufnahmen von Tierschutzorganisationen erlaubt bleiben?
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Insgesamt 3158 Teilnehmer

Nach dem medialen Aufschrei rund um die skandalösen Zustände in jenem Schweinestall, befürchtet der VGT nun, dass Tierschutzorganisationen von der Regierung das Handwerk gelegt wird. "Geht es nach der neuen Regierung, soll jetzt hart gegen diejenigen vorgegangen werden, die das Grauen mittels Kameras dokumentieren", heißt es am Dienstag in einer Aussendung. Denn im Regierungsprogramm ist unter dem Kapitel "Reformen im Strafrecht" auch eine "Ausweitung des Schutzes auf Eigentum und Hausrecht insbesondere auch gegen das illegale Eindringen in Stallungen" vorgesehen.

>>> Lesen Sie hier: VGT kritisiert "Horror-Schweinestall"

Bei David Richter vom VGT läuten deshalb die Alarmglocken. Immerhin hätten gerade Undercover-Recherchen die größten Skandale aufgedeckt. Reguläre Kontrollen werden vorangekündigt. "Laut Gesetz müssen nur 2 Prozent der Betriebe jährlich kontrolliert werden, d.h. ein Betrieb durchschnittlich alle 50 Jahre! Außerdem werden reguläre Kontrollen vorangekündigt, um eine rasche Abwicklung sicherzustellen. Kein Wunder, dass Missstände wie Überbelegung oder schwer verletzte Tiere bei diesen vorangemeldeten Kontrollen meist nicht mehr zu finden sind", so Richter.

Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf zu wissen, wie die Nutztierhaltung im Land aussieht. Auch das Verbot von Legebatterien sei nur eingeführt worden, nachdem durch heimliche Aufnahmen auf den Misstand hingewiesen wurde. Der Verein gegen Tierfabriken geht noch einen Schritt weiter und meint, dass "der Vorstoß, diese Form des Journalismus zu kriminalisieren, normalerweise ein typischer Ansatz autoritärer Regimes" ist.

35-Stunden-Todeskampf:

Appell an die Politik

"Wir fordern die niederösterreichische Landespolitik auf, die Tierschutz-Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben massiv zu verstärken und verpflichtende Schulungen einzuführen. Und gerade die Bundes-FPÖ muss sich jetzt entscheiden, ob sie sich weiterhin den Anstrich einer Tierschutz-freundlichen Partei geben möchte, oder Hand in Hand mit der ÖVP die Repression gegen den Tierschutz verschärfen wird", so der abschließende Appell des VGT an die Verantwortlichen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pixie am 16.01.2018 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist so entsetzlich,

    mir fehlen die Worte. Menschen, die Tiere quälen, sind die wahren Bestien und auch schlecht zu anderen Menschen. Aber jeder kriegt das zurück, das Gute und das Schlechte, dreifach.

    einklappen einklappen
  • Michael am 16.01.2018 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Videos verbieten

    Dieses Verbot wäre ein Skandal denn es ermöglicht noch mehr Geschäftemacherei auf Kosten der Tiere. Die Kontrolle durch Behörden ist offensichtlich eine einzige Farce, der Staat versagt mit seinen Gesetzen hier kläglich, denn sonst könnten solche Vorfälle nicht geschehen. Danke den Tierschützen!

  • Albert am 16.01.2018 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    omg

    Videos von Tierquälerei zu verbieten ist ein großer Schritt in die Falsche Richtung. Kapitalismus vs Leben.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Susann am 26.01.2018 20:49 Report Diesen Beitrag melden

    Informationsrecht verbieten??

    Endlich sieht die Öffentlichkeit mal die Wahrheit hinter etwas, über das sie sich sonst keine Gedanken machen würden. Schon soll es versteckt werden, damit die Gräueltaten an den Tieren fortgeführt werden können, ohne dass es jemanden interessiert. Nix da, sowas sollte unter jedem Päckchen Fleisch stehen, das gekauft wird! Das Tierleid darf nicht weiter ignoriert werden!

  • Gabriele Richter am 25.01.2018 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    VGT befürchtet Änderung der Informationsmöglichkei

    wollen wir als Gesellschaft weiterhin Tigegabrquälerei zulassen? Von Menschen verursachtes Tierleid ist zu unterlassen! Wir müssen endlich Umdenken!

  • Thea am 20.01.2018 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wird etwas verheimlicht :(

    Auch wenn diese Videos verboten werden sollten, ändernt es doch nichts an der graußamen Realität. Da soll wieder etwas unter den Teppich gekehrt werden. Wenn alles mit rechten Dingen zugingen bräuchte gar nicht "heimlich" gefilmt werden.

  • Simone Sander am 20.01.2018 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Wenn solche Aufnahmen verboten werden dann ist es wirklich fragwürdig ob diese Menschen noch klar sind im Oberstübchen . So etwas muss gezeigt werden damit die Menschheit endlich wach wird

  • Katrin Stenzel am 20.01.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Nur solche Aufnahmen klären auf. Jedermann sollte wissen, wie die (Fleisch)-Mahlzeit auf seinem Teller vorher leben musste. Ich möchte weiterhin über Missstände informiert werden, auch wenn ivch schon seit Jahren kein Fleisch mehr verzehre, und appelliere hiermit auf mein Recht auf Informationen.