Ermittlungen in NÖ

17. Januar 2018 13:53; Akt: 17.01.2018 14:15 Print

"Horror-Schweinestall": Jetzt prüft Volksanwalt

Zahlreiche Ferkel sollen laut VGT verhungern oder verdursten und "kübelweise" entsorgt werden. Haben die Aufsichtsorgane, Landesregierung, BH versagt?

In einem schockierenden Fall solll ein schwaches, kleines Ferkel über mindestens 35 Stunden ignoriert worden sein, bis es schließlich verstarb. (Bild: VGT)

In einem schockierenden Fall solll ein schwaches, kleines Ferkel über mindestens 35 Stunden ignoriert worden sein, bis es schließlich verstarb. (Bild: VGT)

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Die Volksanwaltschaft hat nach Vorwürfen gegen einen Schweinehaltungsbetrieb nahe St. Pölten ein Prüfverfahren gegen die Aufsichtsbehörde eingeleitet. Laut dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) sollen dort Ferkel in großer Zahl verhungern und verdursten, ohne dass ihnen jemand zu Hilfe kommt, stattdessen würden die Tiere einfach "kübelweise" entsorgt ("Heute" berichtete mehrmals).

Aufgrund der massiven Vorwürfe leitet Volksanwalt Günther Kräuter nun ein Prüfverfahren von Amts wegen ein: "Die Volksanwaltschaft wird an diesem schockierenden Beispiel die Tätigkeit der Aufsichtsbehörde prüfen. Tierquälern muss konsequent das Handwerk gelegt werden." Aufsichtsbehörde sei die Landesregierung, ausführende Behörde die Bezirkshauptmannschaft St Pölten. Die Volksanwaltschaft wende sich an das Land.

VGT deckte Missstände auf

Der VGT hatte von Missständen in dem Betrieb berichtet: Mitarbeiter würden sich nicht um schwache Tiere kümmern. "Stellt sich heraus, dass ein tot geglaubtes Ferkel noch lebt, wird es zum Sterben wieder zurückgeworfen. Mehrere videodokumentierte Fälle belegen diese grausame Praxis."

Ein "völlig bewegungsunfähiges, schwaches kleines Ferkel" sei über mindestens 35 Stunden lang ignoriert worden, bis es schließlich gestorben und "wie Abfall entsorgt" worden sei, hieß es. Zudem sollen Schweine in dem Betrieb laut VGT rund um die Uhr im Dunkeln gehalten und durch Herausreißen der Hoden kastriert worden sein, was nach dem Tierschutzgesetz verboten sei.

David Richter vom VGT sagte, bisher habe man drei Anzeigen bei der BH St. Pölten erstattet. Laut Richter müsste u.a. die Häufigkeit und die amtliche Möglichkeit der Kontrolle überprüft werden. Auch bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Melli am 17.01.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall von Amtsmissbrauch

    Die Behörden schauen absichtlich weg bei sowas, damits der Wirtschaft gut geht. Tierleid ist denen egal. Hauptsache Profit.

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  • controller am 17.01.2018 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei

    Was muss noch alles passieren. Tiere werden immer häufiger gequält. Wo bleiben die verschärften Kontrollen. Härtere Strafen müssen her, unsere Politiker sind gefordert.

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  • controller am 17.01.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Härtere Strafen bei Tierquälerei

    Für eine tiergerechte Haltung würde ich gerne mehr für das Fleisch bezahlen. Solch grausame Tierquälereien sollten aufs härterste bestraft werden. Schärfere Kontrollen und Gesetzänderung betr. Tierhaltung und Tierschutz sind schon lange notwendig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leni am 17.01.2018 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein kleiner Wermutstropfen, die Anwälte prüfen!

    Das Video war der planke Wahnsinn! Dieses Tierleid muss ein Ende haben. Der Betrieb hält sich nicht an die Vorschriften einer Artgerechte Tierhaltung. Es ist nur ein reines Profit Geschäft und ein reiner Fake für den Konsumenten. - das AMA Gütesiegl für ein Tier Hospitz! Stoppt den Wahnsinn!

  • controller am 17.01.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Härtere Strafen bei Tierquälerei

    Für eine tiergerechte Haltung würde ich gerne mehr für das Fleisch bezahlen. Solch grausame Tierquälereien sollten aufs härterste bestraft werden. Schärfere Kontrollen und Gesetzänderung betr. Tierhaltung und Tierschutz sind schon lange notwendig.

  • Melli am 17.01.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall von Amtsmissbrauch

    Die Behörden schauen absichtlich weg bei sowas, damits der Wirtschaft gut geht. Tierleid ist denen egal. Hauptsache Profit.

    • Jimi am 18.01.2018 23:21 Report Diesen Beitrag melden

      Oder auch

      Oder dass das Volk nicht merkt dass es sich gar kein Fleisch leisten kann.

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  • Pferdedieb Banusch am 17.01.2018 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Objektiv und korrekt sein

    Wo sind Helden die gegen Opferfest der Islam waren und gegen das schlachten der Tiere waren?

  • controller am 17.01.2018 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tierquälerei

    Was muss noch alles passieren. Tiere werden immer häufiger gequält. Wo bleiben die verschärften Kontrollen. Härtere Strafen müssen her, unsere Politiker sind gefordert.

    • Wolfgang Winkler am 17.01.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      der Bauernball war doch schön - oder?

    • murksi am 17.01.2018 17:18 Report Diesen Beitrag melden

      Kaufe nur regional

      Arme Kreaturen...die Menschen haben echt kein Herz...diese Bilder tun nur weh...jedoch soll der "Fleischtiger"ruhig wissen,wie es unseren Schnitzel und Schweinsbraten ergeht...mir vergeht schon alles,hab keinen Appetit mehr!

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