Verfassungsschutz ermittelt

22. November 2017 12:25; Akt: 22.11.2017 13:13 Print

Alle 4 "Sittenwächter" sind anerkannte Flüchtlinge

Die vier verdächtigen "Sittenwächter" bleiben auf freiem Fuß. Ihr Umfeld wird nun auf "radikal-islamistische Hintergründe" durchleuchtet.

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Drei Tschetschenen und ein Afghane im Alter zwischen 18 und 23 Jahren gelten nach dem Auftauchen eines erschütternden Videos im Netz als verdächtig. Nach Veröffentlichung der Fahndungsfotos konnten sie schnell ausgeforscht werden oder meldeten sich teilweise selbst bei der Polizei.

"Sittenwächter"

Auf dem Video, das Fotograf Thomas Busek im Sommer an einem niederösterreichischen Badesee aufzeichnete, ist zu hören wie der Fotograf und seine Bekannte wüst beschimpft werden. Eine Gruppe junger Männer hatte die Frau, die sich oben ohne sonnte, zuvor zwingen wollen, sich zu bedecken und sie mit Vergewaltigung bedroht. Das Video wurde über 830.000 Mal angeklickt.

Auf freiem Fuß

Ihre Identität war ziemlich schnell festgestellt. Die Burschen haben allesamt einen positiven Asylbescheid. Sie sind auf freien Fuß, weil der Fall schon länger her ist und man nicht von Gefahr in Verzug sprechen könne, meint Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.

An den Ermittlungen hat sich inzwischen auch der Verfassungsschutz beteiligt. "Die Identitäten und Adressen sind bekannt. In den kommenden Tagen werden die Einvernahmen stattfinden", so Habitzl.

Dabei soll auch das Umfeld der Verdächtigen ganz genau auf mögliche radikal-islamische Hintergründe überprüft werden. Die Aussagen, die im Video zu hören sind, würden solche Hintergründe erahnen lassen, heißt es.

Sollte sich der Verdacht der schweren Nötigung erhärten, drohen den Beschuldigten sechs Monate bis fünf Jahre Haft.


(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 22.11.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Genau dieses Vorgehen ist der Grund warum sich solche Personen bei uns in Österreich derart daneben benehmen. Sagt man etwas, wird man wegen Hetze angezeigt als Österreicher, wie im anderen "Heute" Artikel nachlesbar ist. Bei mir wäre das Asyl sofort aberkannt und die Täter sofort abgeschoben. Wir brauchen keine Sitten Polizisten in Österreich.

    einklappen einklappen
  • Antonia I am 22.11.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sittenwächter

    Asyl sofort aberkennen, Rückforderung der bis jetzt angefallen Kosten und sofortige Abschiebung. Leider bei unseren lahmen Gesetzen nur ein Traum.

  • Roy Munson am 22.11.2017 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Aber

    gar nix wird denen passieren !! Die können schalten und walten wie sie wollen, die wissen doch, daß man ihnen nichts anhaben kann...und zur Not können sie noch immer die Rassismus Karte spielen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • BrtislavBrcic am 24.11.2017 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    Image ist katastrophal

    Kein Wunder, dass niemand Asylwerber will. Tschetschenen oder Afghanen, das passt einfach nicht nach Europa.

  • Peter Lüdin am 23.11.2017 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wie...

    viel Sozialhilfe haben diese "Sittenwächter" bis jetzt schon kassiert?

  • peter1111 am 22.11.2017 23:36 Report Diesen Beitrag melden

    und was machen wir ... ?

    es ist ganz und gar nicht richtig, was die Vier gemacht haben. Dafür gibt es unsere Polizei und Justiz, wir sind und bleiben ein Rechtsstaat, auch wenn es in manchen Foren den Aufruf zur Selbstjustiz gibt. Aber eine andere Frage: was machen wir mit den Trainern, Sportlern z.b. des OeSV ? Abschieben ? Oder ist das genehmigt, weil es Superösterreicher sind ?

  • Thomas R. am 22.11.2017 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Toleranz , Freiheit , Gerechtigkeit

    Das Problem ist das ich wirklich von tiefsten Herzen pro Flüchtlinge bin ,Toleranz hat aber auch seine Grenzen,

  • Alex P. am 22.11.2017 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenzen?

    Dieses Vorgehen ist absolut kontraproduktiv. Für diese primitivos quasi ein Freispruch. Die lachen jetzt mit gleichsinnigen und fühlen sich gestärkt, von ihren allah beschützt, vielleicht sogar verpflichtet weiter solche "moraltaten" auszuüben. Hofentlich werden sie nicht Vorbild für andere solche Gesichter, die man hier in Wien überall auf der Straße sehen kann. Leider.