Mord an Hadishat († 7)

16. Mai 2018 12:54; Akt: 16.05.2018 13:39 Print

Bleibt die Tatwaffe für immer verschollen?

Mit äußerster Brutalität soll Robert K. der kleinen Hadishat mit einem Messer fast den Kopf abgetrennt haben. Nach dem Mord warf er ihre Leiche und die Tatwaffe in den Müll.

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Robert K. soll das Mädchen in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will am Freitag eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und ihre Leiche im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G., "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

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Auch einen Tag nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders der 7-jährigen Hadishat, Robert K., sitzt der Schock in Österreich noch immer tief.

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Viele Fragen zu dem grausamen Verbrechen verlangen noch nach Antworten, doch der 16-Jährige soll laut Informationen von "Heute" nicht mehr mit den Ermittlern sprechen wollen. Die Verhöre scheinen ihn zu nerven - mehr dazu hier.

Auch wenn der eingebürgerte Tschetschene die Tat bereits gestanden hat, für die Beamten sind die Untersuchungen nicht vorbei. Im Gegenteil! Die Polizisten haben noch viel Arbeit vor sich. Der Akt "Hadishat" wird vermutlich noch mehrere Wochen auf den Tischen der zuständigen Ermittler liegen.

Robert K. war in "schlechter Stimmung"

Zwar konnte das Motiv für den Kindermord mittlerweile geklärt werden (Anm. Robert K. hatte erklärt, dass er in "schlechter Stimmung" und die "ganze Woche über schon voller Wut" war), die Tatwaffe konnte aber bis dato noch immer nicht gefunden werden.

Mordfall Hadishat: Polizei ermittelt

Der 16-Jährige soll, wie "heute.at" bereits berichtete, mit einem gezackten Küchenmesser in der Duschtasse im Badezimmer auf Hadishat eingestochen haben. Dabei ging er so brutal vor, dass die 20cm lange Klinge den Kopf des Mädchens fast abtrennte.

Messer in Müllcontainer geworfen

Unmittelbar nach dem Mord verpackte er das Mädchen in einen Plastiksack und warf ihn auf den Müll. Nur mehr die Füße von Hadishat ragten heraus. Auch die Tatwaffe ließ Robert K. verschwinden. Er soll sie laut Ermittlern in einen anderen Müllcontainer geworfen haben.

Mordfall Hadishat: Mädchenleiche in Döbling gefunden

Ein Mitarbeiter der MA 48 fand die Leiche schließlich am Samstagfrüh beim Abholen des Mülls in einem der Container, doch von dem Küchenmesser fehlt weiterhin jede Spur. Ob es jemals gefunden wird, ist völlig unklar.

Fest steht: Sollte der 16-Jährige es tatsächlich in einen Container geworfen haben und die Müllabfuhr bemerkte das Messer beim Entleeren nicht, wird es für die Beamten äußerst schwer werden, die Tatwaffe zu finden. Doch die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren.

Robert K. wurde mittlerweile in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt. Die Staatsanwaltschaft Wien beantragt im Laufe des heutigen Tages die Verhängung der Untersuchungshaft über den 16-Jährigen.

Hadishats-Familie bekommt neue Wohnung

Während K. im Gefängnis sitzt und seinen Prozess wartet, erhielt die Familie des Opfers bereits eine neue Wohnung in einem anderen Wiener Bezirk.


"Wir haben der Familie verschiedene Wohnungsangebote vorgelegt und sie haben sich für eine Wohnung entschieden", erklärt Markus Leitgeb, Sprecher von Wiener Wohnen. Auch ein Mietvertrag soll schon unterschrieben worden sein.

Umzug nächste Woche

Bereits nächste Woche soll der Umzug stattfinden. Die Familie der toten Hadishat könne und wolle nicht mehr in ihrer alten Wohnung in Döbling wohnen. In welchen Bezirk genau die Mutter mit ihren Kindern ziehen wird, darüber gibt es keine Auskunft.

Laut Leitgeb habe sich die Familie aber bewusst für diesen Bezirk und Gegend entschieden. Die Familie von Robert K. ist unterdessen weiterhin bei einem Bekannten untergebracht. Auch sie sollen eine neue Wohnung suchen.

Anwalt Rast im Video: So geht es jetzt der Familie

Das "Heute"-Interview mit der Mutter, die Fotos:
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    Die beliebtesten Leser-Kommentare

    • Anonym am 15.05.2018 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Familienstreit hin und her! Was kann eine 7-Jährige dafür?! Der Mann muss mehr als krank sein! Wie bringt man es überhaupt ums Herz, ein unschuldiges Mädchen das noch ihr ganzes Leben vor sich hatte wegen so einem Schwachsinn zu töten? Kein Grund der Welt würde diese Tat entschuldigen.

    • Dodo2340 am 15.05.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      Täter aus der Nachbarschaft

      Keine Überraschung, dass der Täter aus der Nachbarschaft stammt. Wer hätte das tote Mädchen sonst dort in die Mülltonne gegeben?

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    • Salzamt am 15.05.2018 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      das wirklich Schlimme an der ganzen Sache ist dass ein junges unschuldiges Mäderl ihr Leben lassen musste für den Wahnsinn ihrers Umfeldes... da kommt Hass und absolutes Unverständnis in jedem hoch und ich hoffe auch dass unsere Richter dafür die richtige Antwort geben... leider ist es für das Mäderl zu spät..

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    Die neusten Leser-Kommentare

    • Matthias am 22.05.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      Unfassbar

      Mein Beileid möchte ich der Familie aussprechen.

    • nessii am 16.05.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

      so arm

      echt traurig mann die mutter tut mir so leid.das ist echt nicht leicht

    • Olly am 16.05.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      ...über Ungereimtheiten

      ...ebenso gibt der Vater des Täters zwar Interviews im tschetschenischen TV, nicht aber hier, aber das komischte ist das die Mutter des Opfers erzählt das die Mutter des Täters am WE bei ihr war und sie "ausgehört" hat, da ist sie sicher weill sie sehr nervös reagiert hat. Ebenso erklärt der Opferanwalt das die Familie der Kleinen keinen Gedanken an Rache verschwendet, gleichzeitig aber ersucht die Familie des Täters um Polizeischutz weill sie Angst vor Blutrache haben, Paralell- bzw. Gegengesellschaft lässt grüssen, was da ans Tageslicht kommt wenn so etwas passiert zeigt einiges auf.

    • olga.chraska@chello.at am 16.05.2018 15:12 Report Diesen Beitrag melden

      Tatwaffe in Mist

      Etwas aus Krimis: Pistole in Müllcontainer geworfen: man weiß den abholenden Mistwagen, weiß wo der den Mist abgeladen hat, man hat Spuren, die entsprechende Polizeihunde verfolgen können. Entgeht denen nicht so bald was, wenn man das will. Lange warten ist sicher nicht richtig. Muß auch nicht die Waffe im Mist sein. Wird aber sicher nicht sehr weit vom Tatort sein. Kann wo sein, wo keiner das annimmt. Komplicen?

    • Heeeuo am 16.05.2018 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Sowas verdient lebenslanger haft

      Wenn man mit 16 Jahren sowas macht als kind noch sag ich...., wie würde er bitte erzogen, höchstwahrscheinlich auf Gewalt, sowas sollte lebenslang im haft bleiben, warum sollte man bitte ein kleines Mädchen umbringen.... Und