Fünf sind schon ihren Job los

05. September 2018 12:50; Akt: 05.09.2018 13:21 Print

Parksheriff-Skandal weitet sich aus: 50 Verdächtige!

Der "Heute"-Bericht über 13 Parksheriffs, die eigene Parkstrafen storniert haben sollen, schlägt hohe Wellen. Fünf Beamte mussten bereits ihren Spind räumen.

Zahlreiche Parksheriffs stehen unter Verdacht des Amtsmissbrauchs. (Bild: picturedesk.com/Symbolbild)

Zahlreiche Parksheriffs stehen unter Verdacht des Amtsmissbrauchs. (Bild: picturedesk.com/Symbolbild)

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Mit heute, Mittwoch, wurden laut Polizei und MA 67 fünf Parksheriffs vom Dienst freigestellt. Wie "Heute" berichtete, stehen sie unter Verdacht, Mitarbeiter veranlasst zu haben, eigene Parkstrafen aus dem Computersystem zu löschen. Bei einem Verdächtigen soll es sich um einen SP-Bezirksrat handeln, der hauptberuflich als Parksheriff tätig war.

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Bereits in der vergangenen Woche wurden zwei Beamte, darunter eine hochrangige Personalvertreterin, aus dem gleichen Grund entlassen. Seitdem laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, jedem Verdachtsfall wird nachgegangen.

Liste mit bis zu 50 weiteren Verdächtigen

Und davon gibt es offenbar viele: Denn wie "Heute" aus einer vertraulichen Quelle erfuhr, soll eine Liste mit 30 bis 50 weiteren Verdächtigen existieren, die des Amtsmissbrauchs beschuldigt werden. Diese werden nun vom Amt für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (strafrechtlich zuständig) und der MA 67 (dienstrechtlich zuständig) einvernommen.

Ebenfalls im Raum steht der Verdacht, dass auch Polizisten ihre Parkstrafen löschen ließen: "Die Mitarbeiter haben das meist aus Angst vor schlechten Beurteilungen oder anderen Konsequenzen gemacht", so ein Informant, der anonym bleiben möchte. "Das ist ein sehr globaler Vorwurf – wir haben 8.000 Polizisten. Ich höre das zum ersten Mal", meint Polizei-Pressechef Manfred Reinthaler dazu.

Storno-Richtlinien werden verschärft

Um potentiellen Missbrauch künftig zu verhindern, planen MA 67 und Wiener Polizei bereits erste Maßnahmen: "Die Storno-Richtlinien werden verschärft. Die Regeln, wann man Parkstrafen stornieren darf und kann, werden überarbeitet. Zudem ist geplant, dass nicht mehr stichprobenartig kontrolliert wird, sondern ein automatisierten Kontrollmechanismus eingerichtet wird. Ein Programm schaut sich dabei alle gespeicherten Abfragen genau an", so Reinthaler.

Seit Bekanntwerden des ersten Falles geht die Stadt offenbar rigoros gegen mögliche Verstöße vor. Sollte sich der Verdacht erhärten, werde sofort die fristlose Entlassung ausgesprochen, heißt es aus dem Büro der grünen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. "Mir ist hier hartes Durchgreifen wichtig, vor allem im Sinne der hunderten Kollegen, die korrekt und unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Das Ansehen der Truppe muss gewahrt bleiben", so Vassilakou.

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(cz)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wienerberg am 05.09.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    seltsam...

    ist schon seltsam, wenn Falschparker von Betrügern bestraft werden. Aber das scheint ja in Österreich gang und gebe sein, das Kriminelle, unbescholtene Bürger wegen sogenannten Bagatelldelikten bestrafen dürfen.

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  • Kinali am 05.09.2018 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämt

    Ich bin mir sicher, die das gemacht haben sind die, die gleich nach 1 Minute bei anderen einen Strafzettel schreiben

  • 3NEC am 05.09.2018 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja jaaa....

    .....unsere Beamten Wie ich immer sage..., der Beamten-& Gesetzeswahnsinn hat einen Namen : ÖSTERREICH

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alfredo don Philipo am 15.09.2018 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Parksherriffs

    Seit wann gibt es die KPZ ???? Und jetzt kommt man erst auf die Missbräuche drauf ??????

  • SockenRambo am 06.09.2018 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verkehr

    Wer ist denn Verkehrsstadträtin? Sie wird aber sicher keine Verantwortung übernehmen.. zumal sie schon Mal einen angekündigten Rücktritt nicht eingehalten hat

  • Mischlin am 06.09.2018 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Interne Kontrollen?

    Nix neues. Der übliche Beamtensumpf in dem das Credo "I bin 'brackmathässiat'!" über allem steht. Interne Kontrollen? Sehr witzig. Da können sie die Mitarbeiter gleich ihre eigenen Stornos überprüfen lassen...

    • Fred von Jupiter am 06.09.2018 08:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Mischlin

      Pragmatisierung gibt es bei der Stadt Wien seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Kontrollorgane der PÜG sind allesamt Vertragsbedienstete. Entweder Sie haben sehr lange geschlafen, oder Sie sind extrem lernresistent.

    • Mischlin am 06.09.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

      Aso?

      @Fred: "Pragmatisierung gibt es bei der Stadt Wien seit Jahrzehnten nicht mehr" --- Dann haben SIE wohl geschlafen. Es gibt sehr wohl noch viele pragmatisierte Mitarbeiter der letzten "Beamten-Welle" von vor einigen Jahren. Alleine in unserem Betrieb gibt es mehr als ein Dutzend Leute die erst rund 40 sind und es damals noch geschafft haben sich die Pragmatik zu holen - und sie alle arbeiten noch nach wie vor in ihren Bereichen.

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  • Franz Ferdinand am 06.09.2018 06:17 Report Diesen Beitrag melden

    Parksheriff

    Viele Parksheriff sind unfreundlich ! Jetzt kommt alles wieder zurück.

  • A.Ö am 06.09.2018 01:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Parksheriff!! SKANDAL

    Es geht das mann es löschen kann Mann muss nur die richtigen Leute kennen und die kennen sich untereinander der macht dem einen Kollegen den gefallen usw.....