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12. März 2018 13:38; Akt: 12.03.2018 13:51 Print

So schimpfte Glawischnig 2017 noch auf Novomatic

Im Vorjahr kritisierte die damalige Politikerin ihren heutigen Arbeitgeber scharf, jetzt hat sie die Seiten gewechselt. Ein harter Schnitt, beweist dieses Video.

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Mit ihrem Wechsel zum Novomatic hat Eva Glawischnig Anfang März viele Beobachter und ehemalige Weggefährten vor den Kopf gestoßen.

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Als Parteichefin der Grünen hatte sie den Glücksspielkonzern wiederholt auch öffentlich kritisiert, die Beschäftigung als "Verantwortungsmanagerin" brachte ihr in sozialen Netzwerken Häme ein. Auf Facebook kursiert derzeit etwa ein Ausschnitt aus der ORF-Sendung "Im Zentrum" aus dem Arpil 2017. Darin spricht sich Glawischnig offen gegen Novomatic und dessen angeblichen Einfluss auf die Gesetzgebung aus.

Wechsel zu Novomatic - Verrat an ihrer Sache, oder eine neue Chance? Wie sehen Sie die Entscheidung der ehemaligen Grünen? Schreiben Sie einen Kommentar und diskutieren Sie mit!

Ihren "kritischen Geist" könne und werde sie nicht aufgeben, sagte Glawischnig bei der Präsentation ihres neuen Jobs. Die Grünen hatten sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zum Glücksspiel geäußert. Mann könnte "unerwünschte gesellschaftliche Erscheinungen wie Spielsucht" aber nicht "Wegverbieten", sagte sie. Glawischnig hat ihre Mitgliedschaft bei den Grünen ruhend gelegt.

Rücktritt im vergangenen Jahr

Eva Glawischnig war von 1999 bis 2017 war Abgeordnete zum Nationalrat für die Grünen. Von Oktober 2006 bis Oktober 2008 war sie als Dritte Nationalratspräsidentin, von 2008 bis 2017 als Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen tätig. Am 18. Mai 2017 folgte der Rücktritt von allen Ämtern, aus gesundheitlichen Gründen.

Der global agierende Glücksspielkonzern Novomatic hat seinen Stammsitz in Gumpoldskirchen (Niederösterreich). Das Unternehmen betreibt Spielbanken, elektronische Casinos und Sportwettlokale. Außerdem vermietet Novomatic Glücksspielgeräte und entwickelt sowie produziert Spielausstattungen und Spielsysteme.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hanni am 12.03.2018 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Niemals Grün

    Ja, so ist sie, die gute Evi. Die Grünen sind Gift für die eigene Bevölkerung.

  • Jawollus am 12.03.2018 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Glaubt irgendwer, dass so ein artikel sie juckt? Auf diesen widerspruch hin angesprochen legt sie höchstens ihr patentiertes süffisantes "ohr zu ohr"-grinsen auf und erklärt in bester ex-politiker-manier: "dazu äussere ich mich nicht"

  • Trafi12 am 12.03.2018 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    So sind sie

    Wie eigentlich die Politiker sind, sie beweist es.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 13.03.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Und was macht sie bei Novomatic

    Kann mir nicht vorstellen welche Arbeit sie bei Novomatic machen sollte. Casinos putzen?

  • Sucher am 13.03.2018 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker

    So sind sie halt, der eine als Politiker schimpft gegen Atomkraftwerke, nach seiner Zeit als Politiker ist er der Vorsitzende von einer Atomlobby. Die andere schimpft gegen eine Glückspielfirma , aber nachher ist sie in den oberen Chefetagen zu Hause. Seien wir uns ehrlich, Geld stinkt nicht.

  • Uncle. Ho am 12.03.2018 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    UncleHo.

    Revisionist und Renegat in ausgeprägter Form

  • Hubner am 12.03.2018 20:26 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut unverschämt und prinziplos

    Wer am besten zahlt - dem sie nachplappern

  • Berthold am 12.03.2018 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Moralische Anforderungen der Grünen

    Ich hätte gerne eine Partei, die sich für Umweltschutz und Gesundheit einsetzt. Leider haben sich die Grünen in erster Linie dem Flüchtlingsthema verschrieben und zwar auf eine Art und Weise, dass nur mehr ganz wenige Wähler damit einverstanden waren. Die Grünen haben alles aus Sicht von hohen moralischen Anforderungen betrachtet. Anforderungen, die offensichtlich nicht einmal ihre damalige Chef privat gerecht werden kann. Die Grünen haben ein derart abgehobenes Programm, mit dem weder die Bevölkerung noch sie selbst mitkönnen.