Für und Wider

10. August 2018 12:39; Akt: 10.08.2018 13:42 Print

SPÖ-Richtungsstreit um Migration entbrannt

"Sturm im Wasserglas" oder "grün-linke Fundi-Politik"? Das scheinen momentan die beiden Positionen innerhalb der SPÖ zu sein.

Kern und Doskozil  (Bild: Helmut Graf)

Kern und Doskozil (Bild: Helmut Graf)

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"Ich halte das für einen Sturm im Wasserglas", Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser will die Diskussion, die derzeit partei-intern aber in der Öffentlichkeit geführt wird, nicht überbewerten. Es geht um das neue Parteiprogramm der SPÖ, dessen erster Entwurf manchen zu wenig auf Migrationsthemen eingeht.

Manche, das ist vor allem der burgenländische Landesrat und Ex-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil. Er richtete Kern über die Medien aus: "Wir dürfen keine grün-linke Fundi-Politik betreiben."

Er spielt damit auf die traditionell von den Grünen besetzten Öko-Themen wie Umweltschutz, gesunde Lebensmittel oder der Kampf gegen die Glyphosat-Verseuchung an, die im neuen Parteiprogramm im Fokus stehen sollen. Die seien zwar wichtig, die SPÖ müsse aber eben auch das Thema Zuwanderung besetzen, meint Doskozil in einem Interview mit der "Krone".

Zurechtweisung für Doskozil
Dafür weist der niederösterreichische SPÖ-Abgeordnete Andreas Kollross ihn scharf zurecht: "Vielleicht sollte man den Freunden im Burgenland, die da regelmäßig über das Leithagebirge nach Wien diverses ausrichten, mal genauer vor Augen führen wie groß der prozentuelle Anteil am SPÖ-Gesamtergebnis ist. Glaube es sind um die 6 Prozent. Mein Wahlkreis hat nicht viel weniger", schrieb er auf Twitter.

Migration eh drin
Dass das neue Parteiprogramm das Sicherheits- und Migrationsthema gar nicht behandelt, sei "völlig falsch", sagt Kaiser gegenüber "Ö1". Außerdem sei eine Arbeitsgruppe mit ihm und Doskozil seit Juni dabei, das Thema weiter auszuarbeiten.

Doskozil halt Polizist
Auch der steirische SPÖ-Chef Michael Schickhofer sieht den Streit gar nicht so kritisch. "Wir brauchen aus meiner Sicht beides. Eine ganz aktive Klimaschutzpolitik und eine konsequente Sicherheitspolitik." Dass Doskozil als ehemaliger Polizist besonders auf das Thema Migration schaut und sich da auch gut auskennt, sei in einer breiten SPÖ ja erwünscht.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rofl am 10.08.2018 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Doskozil statt Kern

    Ich denke mit Doskozil wäre die SPÖ vill. wieder wählbar. Endlich jemand in der SPÖ der das Thema Migration anspricht anstatt wegzuschauen. Kern muss weg ansonst, siehts bei der nächsten Wahl schlecht aus.

    einklappen einklappen
  • Peter am 10.08.2018 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Prinzessin ahoj

    Wann wird der Pizzakanzler Kern endlich entfernt. Er geht den Leuten mit seinem gehetze schon auf die Nerven.

  • Max Mustermann am 10.08.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    SPÖ und Migration

    Von der SPÖ habe ich noch keinen einzigen vernünftigen Lösungsansatz zum leidigen Thema Wirtschaftsmigration gehört. Würde mich auch sehr verwundern, denn dann müßte man auch zu den schweren Fehlern stehen, die in der Vergangenheit angerichtet wurden. Allerdings kostete ihnen dieses Thema gewaltig viele Wählerstimmen. Also irgendwann wird man sich damit auseinandersetzen müssen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • rudi am 12.08.2018 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kern

    wenn sich zwei streiten freut sich der dritte , weiter so ihr beiden das wär meine bitte

  • Eaglehawk am 12.08.2018 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ungeliebter Kern

    Doskozil ist glaubwürdig während der "ungewählte" Kern, immer mehr an "Glanz" verliert. In der Opposition ist er immer mehr zur "Jammerliese" mutiert, den nicht einmal mehr die eigenen Genossen sehen wollen. Tiefer als er die SPÖ runtergewirtschaft hat - kann es wohl nicht werden - oder doch? Aber man muss Wähler "kaufen" und wenn die Grünen "versumpft" sind - will man aus dem linken Fundus schöpfen.

  • Luzifer van der Hölle WIens am 11.08.2018 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Zurechtweisung für Doskozil

    kam auch vom Sohn (offizieller Beruf) Kerns, der sich als Dank wahrscheinlich eine neue Luxusuhr vom Papi erwartet, um damit angeben zu können ?! Die Fam. Kern widerspricht ALLEM, was die Spö einst (bis Kreisky) ausgezeichnet hat, und besschleunigt deren Zerfall sogar deutlicher als alle Vorgänger ! Ein "Nehmt was Euch zusteht" wird vom nicht gewählten Kurzzeitkanzler deutlich und für alle sichtbar vorgelebt, während man dem Stimmvieh erneut viel nur verspricht ...

    • Joe heute am 11.08.2018 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luzifer van der Hölle WIens

      richtig dan kann man nur zustimmen. wenn der Herr Kern so weiter macht ist die nicht mal eine 20% Partei.

    • lucifer am 11.08.2018 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      ja so ist es

      dem ist nichts mehr hinzuzufügen,...

    einklappen einklappen
  • SockenRambo am 11.08.2018 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SPÖ Verrat am Volk

    Kollross wird mit seinen Wortspenden bald auch schön abstürzen in Trumau.. In der Gemeindezeitung waren vor 5 Jahren bei den Neugeborenen noch 95 Prozent heimische Namen.. kaum ist Kollross im Nationalrat aktiv sind in der aktuellen Ausgabe schon 60 Prozent Namen mit nicht heimischer Herkunft...

  • Hades am 11.08.2018 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doski zu schade für SPÖ

    Mit der Dramaqueen an der Spitze eird sich bei den Roten nix ändern.